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29.04.2012
Pharming-Angriffen im Online-Banking
Der Bundesgerichtshof hat entschieden, unter welchen Voraussetzungen ein Bankkunde sich im Online-Banking bei einem Pharming-Angriff schadensersatzpflichtig macht.
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29.04.2012
BaFin untersagt der Versorgungspool UG (haftungsbeschränkt) & Co. HKW 08 KG das unerlaubte Betreiben des Einlagengeschäfts und ordnet die Abwicklung an
Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat der Versorgungspool UG (haftungsbeschränkt) & Co. HKW 08 KG (früher: Versorgungspool GmbH & Co. HKW 08 KG), 91275 Auerbach, am 21. März 2012 das Einlagengeschäft untersagt sowie die unverzügliche Abwicklung der unerlaubt betriebenen Bankgeschäfte aufgegeben.
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29.04.2012
Weiterer Verhandlungstermin in Sachen Hypo Real Estate
Das Landericht München I verhandelt weiterhin über die Anträge zahlreicher früherer Aktionäre der Hypo Real Estate, die im Zuge der Übernahme der Bank durch die Bundesrepublik Deutschland ihre Aktionärsstellung verloren haben.
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29.04.2012
Banken und Sparkassen müssen bei 'Beipackzetteln' für Geldanleger nachbessern
Stichprobe des Bundesverbraucherministeriums deckt gravierende Mängel bei Produktinformationsblättern auf.
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08.04.2012
Pfleiderer scheitert mit Freigabeantrag vor dem Oberlandesgericht Frankfurt am Main
Das Oberlandesgericht Frankfurt am Main den Antrag der Pfleiderer Finance B.V. (Antragstellerin) auf Freigabe von Beschlüssen aus der Gläubigerversammlung vom 20.6.2011 auch in zweiter Instanz zurückgewiesen.
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08.04.2012
GRÜEZI Real Estate GmbH muss Wohnungskaufvertrag wegen Beratungsfehlern rückabwickeln
Das Landgericht Berlin hat die GRÜEZI Real Estate GmbH wegen Beratungs- und Informationsfehler im Vorfeld eines Wohnungsverkaufs zu Schadensersatz durch Rückabwicklung des Vertrages verurteilt. Die Berliner Richter folgten der Auffassung des klagenden Käufers, die Mitarbeiter einer von GRÜEZI auf Provisionsbasis beauftragten Vermittlungsfirma hätten in mehrfacher Hinsicht schuldhaft Pflichten aus einem selbständigen Beratungsvertrag verletzt.
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08.04.2012
Strafverfahren gegen Tobias Friedrich Bo. und Markus Christoph St. wegen Marktmanipulation u.a.
Das Landgericht München I hat nach einer vorausgegangenen Verständigung der Prozessbeteiligten (§ 257 c StPO) das Urteil verkündet:
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08.04.2012
BaFin gibt Herrn Peter Fitzek als Betreiber der 'Neudeutschen Gesundheitskasse' die Abwicklung des Versicherungsgeschäftes auf und bestellt Abwickler
Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat Herrn Peter Fitzek, Wittenberg, als Betreiber der "NeuDeutschen Gesundheitskasse" die Abwicklung der von diesem betriebenen Versicherungsgeschäfte aufgegeben.
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01.04.2012
Missbräuchliche Klauseln in Verträgen mit Verbrauchern darf zur Unwirksamkeit des Vertrages führen
Nach einem Urteil des Europäischen Gerichtshof können nationale Rechtsvorschriften vorsehen, dass ein Vertrag zwischen einem Verbraucher und einem Gewerbetreibenden, der eine missbräuchliche Klausel enthält, unwirksam ist, wenn dadurch ein besserer Schutz des Verbrauchers gewährleistet wird. Auch wenn das Unionsrecht grundsätzlich nur auf die Beseitigung missbräuchlicher Klauseln abzielt, gestattet es den Mitgliedstaaten gleichwohl, ein höheres Verbraucherschutzniveau vorzusehen.
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25.03.2012
Landgericht Köln ist zuständig für die Entscheidung über die Klage der Frau Madeleine Schickedanz gegen das Bankhaus Sal. Oppenheim, Herrn Josef Esch und weitere Beteiligter auf Schadensersatz in Milliardenhöhe
Das Oberlandesgericht Köln hat das zuständige Gericht für die Entscheidung über eine beabsichtigte Klage von Frau Madeleine Schickedanz gegen insgesamt 14 Beklagte bestimmt. Frau Schickedanz will u.a. das Bankhaus Sal. Oppenheim jr. & Cie. AG & Co. KGaA, deren ehemalige persönlich haftende Gesellschafter Matthias Graf von Krockow und Christopher Freiherr von Oppenheim sowie Herrn Josef Esch und weitere Parteien auf Schadensersatz in Anspruch nehmen.
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25.03.2012
Keine Verrechnung von Verlusten aus privaten Veräußerungsgeschäften in Frankreich
Das Finanzgericht Düsseldorf hat entschieden, dass der Ausschluss der Verrechnung weder gegen die Niederlassungsfreiheit noch gegen die Arbeitnehmerfreizügigkeit verstößt.
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25.03.2012
Wo ist das angelegte Geld?
Eine Klage auf Auskunft über den Verbleib von angeblich angelegten 9.600,00 Euro und deren Rückzahlung blieb vor dem Landgericht Coburg erfolglos, da der Beklagte über das nachgewiesener Maßen angelegte Geld Rechenschaft geben konnte.
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18.03.2012
Haftung einer Vertriebsorganisation für ein strafbares Verhalten ihres Handelsvertreters
Der Bundesgerichtshof hat über die Frage entschieden, unter welchen Voraussetzungen eine Vertriebsorganisation, die Anlagen vermittelt, für ein strafbares Verhalten des von ihr eingesetzten Handelsvertreters einzustehen hat.
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18.03.2012
Oberlandesgericht Stuttgart verneint Auskunftspflicht von Porsche
Das Oberlandesgericht Stuttgart hat die Beschwerde einer Aktionärin der Porsche Automobil Holding SE in einem Verfahren zur Erzwingung von Auskünften der Gesellschaft zurückgewiesen.
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18.03.2012
Entlastung des Porsche-Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2008/ 2009 nichtig
Das Oberlandesgericht Stuttgart hat auf die Berufung einer Aktionärin der Porsche Automobil Holding SE hin den Beschluss der Hauptversammlung der Gesellschaft vom 29.01.2010 über die Entlastung der Mitglieder des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2008/2009 für nichtig erklärt.
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04.03.2012
Anfechtungsklagen gegen HRE-Kapitalerhöhung abgewiesen
Das Landgericht München I hat die Anfechtungsklagen mehrere HRE-Aktionäre betreffend den Beschluss der Hauptversammlung der HRE vom 2. Juni 2009 über eine Kapitalerhöhung gegen Bezugrechtsausschluss abgewiesen.
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04.03.2012
Kreditvermittler zu mehrjährigen Freiheitsstrafen verurteilt
Das Landgericht Stuttgart hat den, einschlägig vorbestraften, 43-jährigen faktischen Geschäftsführer einer in Stuttgart angesiedelten Kreditvermittlungsgesellschaft wegen (versuchten) Betruges zu einer Freiheitstrafe von vier Jahren verurteilt. Zwei ebenfalls angeklagte Mitarbeiterinnen des Unternehmens erhielten Bewährungsstrafen von einem Jahr und sechs Monaten und zwei Jahren.
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04.03.2012
BaFin warnt vor Unrichtigen Angaben in telefonischen Kaufempfehlungen von Aktien der Firmitas Capital Inc.
Nach Informationen der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) werden derzeit die Aktien der Firmitas Capital Inc. (ISIN: CA3183361045) mittels telefonischer Werbung (Cold Calling) zum Kauf empfohlen. Die Kaufempfehlung erfolgt dabei unter Hinweis, dass es einen garantierten Aktienrückkauf zu einem Kurs von 11 Euro geben solle. Dieser Rückkauf solle über das Handelsportal von Lang & Schwarz abgewickelt werden.
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04.03.2012
BaFin untersagt Herrn Vlado Markovic das Kreditgeschäft und ordnet die Abwicklung an
Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat Herrn Vlado Markovic, München, das ohne Erlaubnis betriebene Kreditgeschäft untersagt und ihm die Abwicklung des Kreditgeschäfts unter Berücksichtigung der geschlossenen Darlehensverträge aufgegeben.
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25.02.2012
Grüezi-Immobilien-Kauf muss rückabgewickelt werden
Das Landgericht Berlin hat die Grüezi-Real-Estate AG dazu verurteilt, einen Kaufvertrag über eine Eigentumswohnung in Berlin-Schöneberg im Wege des Schadensersatzes rückgängig zu machen. Der Käufer sei beim Beratungsgespräch vor dem bankfinanzierten Erwerb unzureichend über die zu erwartenden Mieterträge informiert worden.
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25.02.2012
Schadensersatzklage der BayernLB gegen früheren Vorsitzenden des Verwaltungsrats
Ende Januar ging beim Verwaltungsgericht Würzburg eine Klage der Bayerischen Landesbank gegen ihren früheren Verwaltungsratsvorsitzenden Dr. Siegfried Naser ein, mit der sie im Zusammenhang mit der Übernahme der Anteilsmehrheit an der Hypo Alpe-Adria-Bank im Jahr 2007 Schadensersatz in Höhe von 200 Millionen Euro fordert.
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19.02.2012
Haftung für unterbliebene Ad-hoc-Mitteilungen
Der Bundesgerichtshof hat ein Grundsatzurteil zu Voraussetzungen und Rechtsfolgen der Haftung wegen unterlassener Ad-hoc-Mitteilungen nach § 37b WpHG gefällt und einen Schadensersatzanspruch des Anlegers wegen unterlassener unverzüglicher Veröffentlichung des Engagements des beklagten Kreditinstituts in US-Subprimes (großzügig vergebene Hypothekenkredite minderer Qualität) bejaht.
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19.02.2012
Richtiger Vertragspartner bei einem Privatdarlehen
Das Landgericht Coburg hat die Klage eines Darlehensgebers abgewiesen, weil er den Falschen auf Rückzahlung des Darlehens verklagte.
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05.02.2012
Solar Millennium AG meldet Insolvenz an
Solar Millennium AG, ein Unternehmen des grau-grünen Kapitalmarktes, meldete Insolvenz an. Das Unternehmen hat Unternehmensanleihen zur Finanzierung von solaren Großkraftwerken im Direktvertrieb angeboten. Es ist zu befürchten, dass Bürger hohe Summen verlieren.
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05.02.2012
Weiterer Verhandlungstermin zu 'Lehman-Zertifikaten' aufgehoben
Der Bundesgerichtshof hat einen weiteren angekündigten Verhandlungstermin zum Erwerb von "Lehman-Zertifikaten" aufgehoben, nachdem auch in dieser Sache die Revision - infolge eines zwischen den Parteien geschlossenen Vergleichs - zurückgenommen worden ist.
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05.02.2012
Verhandlungstermin zu 'Lehman-Zertifikaten' aufgehoben
Der Bundesgerichtshof hat einen angekündigten Verhandlungstermine zum Erwerb von "Lehman-Zertifikaten" aufgehoben, weil die beklagte Sparkasse ihre Revision zurückgenommen hat. Damit ist das Berufungsurteil, mit dem das Oberlandesgericht Frankfurt am Main die Beklagte wegen einer von ihm bejahten Beratungspflichtverletzung zum Schadensersatz verurteilt hat, rechtskräftig.
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05.02.2012
Strafverfahren gegen Stefan Fi. wegen Marktmanipulation u.a.
Das Landgericht München I hat den Angeklagten Stefan Fi. (47) wegen Marktmanipulation in 44 Fällen zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von 2 Jahren und zu einer Gesamtgeldstrafe von 330 Tagessätzen á 15 Euro verurteilt.
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05.02.2012
Badenia-Klagewelle erfasst Landgericht Karlsruhe
Eine veritable Klagewelle gegen die Deutsche Bausparkasse Badenia AG (Badenia) hat das Landgericht Karlsruhe Ende letzten Jahres erfasst. In den letzten vier Monaten des vergangenen Jahres sind beim Landgericht Karlsruhe 370 Klagen gegen die Badenia eingegangen, davon allein in den Tagen zwischen Weihnachten und Neujahr 224.
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05.02.2012
Eine unrentable Investition
Die Klage eines Ehepaars wegen Kaufs einer Eigentumswohnung gegen eine vermittelnde Wirtschaftsberatungsgesellschaft und den dort tätigen Berater wegen angeblicher Falschberatung wurde vom Landgericht Coburg abgewiesen.
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15.01.2012
Online-Kredite: EU-Kontrolle deckt Mängel bei vielen Webseiten auf
Über zwei Drittel der Webseiten, die im Internet Kredite oder Kreditkarten anbieten, informieren ihre Kunden nicht ausreichend über wichtige Kriterien. Oft fehlen etwa Angaben darüber, wie viel der Kredit insgesamt kostet, wie lange der Vertrag läuft oder zur effektiven Zinshöhe und -art. Das zeigt eine EU-weite Überprüfung von Verbraucherkredit-Webseiten.
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15.01.2012
'Europa Financial Group', 'Europa Capital Group', 'Europa Capital Markets' und 'Europa Trading Company' sind keine nach § 32 KWG zugelassenen Institute
Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht weist darauf hin, dass sie der "Europa Financial Group", der "Europa Capital Group", der "Europa Capital Markets" und der "Europa Trading Company" keine Erlaubnis zum Betreiben von Bank- oder Finanzdienstleistungsgeschäften erteilt hat. Unternehmen dieses Namens stehen nicht unter der Aufsicht der Bundesanstal.
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15.01.2012
Prospekt des Medienfonds VIP 4 unrichtig / Bank und Initiator haften
Das Oberlandesgericht München hat zugunsten zahlreicher Anleger festgestellt, dass der Prospekt des Medienfonds VIP 4 teilweise unrichtig, unvollständig und irreführend ist und sowohl die UniCreditbank als auch der Fondsinitiator für die erkannten Prospektfehler verantwortlich sind.
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15.01.2012
Massive Kaufempfehlung von Aktien der Paketeria AG in Spam-Faxen
Nach Informationen der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht werden derzeit die Aktien der Paketeria AG (ISIN: DE000A0STYL7) mittels Spam-Faxen massiv zum Kauf empfohlen. Die Kaufempfehlung erfolgt dabei unter Hinweis, dass die Aktie um 4.200 % steigen werde. Zudem wird damit geworben, dass die Postbank AG die Paketeria AG zu einem Preis von 89,50 € je Aktie übernehmen wolle. Diese Übernahme sei von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht genehmigt worden.
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15.01.2012
Keine Anrechnung von fiktiver griechischer Steuer auf Zinsen aus Griechenland
Nach dem Doppelbesteuerungsabkommen mit Griechenland werden bei Zinsen aus Griechenland, wenn diese aufgrund besonderer griechischer Rechtsvorschriften über die wirtschaftliche Entwicklung von der griechischen Steuer befreit sind, 10 % des Betrags dieser Zinsen auf die deutsche Steuer angerechnet. Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Düsseldorf hat der klagende Anleger in dem zu entscheidenden Streitfall den Nachweis, dass von Griechenland zur Förderung der wirtschaftlichen Entwicklung auf eine Besteuerung von Zinsen verzichtet worden ist, jedoch nicht geführt.
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08.01.2012
Bundeskabinett beschließt Aktienrechtsreform
Der beschlossene Gesetzentwurf entwickelt das Aktienrecht weiter. Aktiengesellschaften und insbesondere in Not geratenen Kreditinstituten wird eine Umwandlung von Fremd- in Eigenkapital wesentlich erleichtert, indem ihnen die Herausgabe von „umgekehrten Wandelschuldverschreibungen“ ermöglicht wird. Künftig können die Unternehmen auch Vorzugsaktien ohne zwingenden Nachzahlungsanspruch auf ausgefallene Dividenden ausgeben. Das vereinfacht Kreditinstituten die Erfüllung aufsichtsrechtlicher Eigenkapitalvorgaben. Die Beteiligungsstrukturen von nichtbörsennotierten Aktiengesellschaften werden erheblich transparenter. Die Ausgabe von Inhaberaktien wird dazu an besondere Voraussetzungen geknüpft.
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18.12.2011
Besserer Rechtsschutz für Kapitalanleger
Das Bundeskabinett hat einen Gesetzentwurf zur Reform des Kapitalanleger-Musterverfahrensgesetzes beschlossen. Der Entwurf stärkt das Vertrauen in den Finanzmarktstandort Deutschland durch mehr Transparenz und besseren Rechtsschutz für Anleger.
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18.12.2011
BaFin ordnet gegenüber Joe Seltmann Wellnessprodukte e. K. die Abwicklung des unerlaubt betriebenen Einlagengeschäfts an
Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat Joe Seltmann Wellnessprodukte e. K., 87509 Immenstadt, die unverzügliche Abwicklung des unerlaubt betriebenen Einlagengeschäfts aufgegeben.
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18.12.2011
Rechte der Inhaber von Genussscheine gestärkt
Das Oberlandesgericht Frankfurt am Main hat festgestellt, dass die beklagte Eurohypo AG Genussscheine der ehemaligen Rheinhyp während des Bestehens eines Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages unabhängig von ihrer tatsächlichen Ertragslage jährlich zu bedienen und bei Fälligkeit zum vollen Nennbetrag zurückzuzahlen hat. Grund hierfür war eine positive Gewinnprognose bei Abschluss des Unternehmensvertrages.
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18.12.2011
'International Forex Trading & Investment Service (I.F.T.I.)' ist kein nach § 32 KWG zugelassenes Institut
Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) weist darauf hin, dass sie dem "International Forex Trading & Investment Service (I.F.T.I.)" keine Erlaubnis gemäß § 32 Kreditwesengesetz (KWG) zum Betreiben von Bank- oder Finanzdienstleistungsgeschäften erteilt hat. Ein Unternehmen dieses Namens steht nicht unter der Aufsicht der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht.
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11.12.2011
Oberlandesgericht Stuttgart verhandelt über Anfechtung der Entlastung des Porsche-Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2008/ 2009
Das Oberlandesgericht Stuttgart verhandelt über die Anfechtung des Beschlusses der Hauptversammlung der Porsche Automobil Holding SE vom 29. Januar 2010, der dem Aufsichtsrat für das Geschäftsjahr 2008/2009 Entlastung erteilte.
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04.12.2011
Oberlandesgericht Frankfurt am Main bejaht Zuständigkeit deutscher Gerichte für Schadensersatzklagen gegen Ratingagentur
Nach Auffassung des Frankfurter Richter ergibt sich die örtliche - und damit auch die internationale - Zuständigkeit des Landgerichts Frankfurt am Main im vorliegenden Fall aus § 23 ZPO. Hiernach ist für Klagen wegen vermögensrechtlicher Ansprüche gegen (auch juristische) Personen, die im Inland keinen Wohn- bzw. Geschäftssitz haben, das Gericht zuständig, in dessen Bezirk sich Vermögen der Person befindet, wenn der Rechtsstreit hinreichenden Inlandsbezug aufweist.
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04.12.2011
Mehr Schutz für Anleger
Die Länder haben das Gesetz zur Novellierung des Finanzanlagevermittler- und Vermögensanlagenrechts gebilligt.
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04.12.2011
Massive Kaufempfehlung von Aktien der Blueweb Mobile Media in Spam-Faxen und -E-Mails
Nach Informationen der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht werden derzeit die Aktien der Blueweb Mobile Media Plc. (ISIN: IM00B407RH44) mittels Spam-Faxen und E-Mails massiv zum Kauf empfohlen. Die Kaufempfehlung erfolgt mit dem Hinweis, dass Blueweb Mobile Media Plc. ein möglicher Übernahmekandidat von Google, Facebook, Groupon oder Linkedin sei. Zudem wird damit geworben, dass der Markt für Werbung und Online-Marketing sich durch Blueweb Mobile Media Plc. radikal verändern werde.
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04.12.2011
'Glock & Partner' ist kein nach § 32 KWG zugelassenes Institut
Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) weist darauf hin, dass das Unternehmen Glock & Partner, vertreten durch Herrn Alexander (v.u.z.) Glock, keine Erlaubnis gemäß § 32 Kreditwesengesetz (KWG) zum Betreiben von Bank- oder Finanzdienstleistungsgeschäften besitzt. Das Unternehmen unterliegt daher nicht der Aufsicht der BaFin. Die Bundesanstalt hat jedoch Grund zu der Annahme, dass das Unternehmen Finanzdienstleistungen erbringt, die einer Erlaubnis nach § 32 KWG bedürfen.
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04.12.2011
BaFin untersagt UFA Universal Finance Analytics GmbH die unerlaubte Anlageberatung
Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat der Universal Finance Analytics GmbH, Düsseldorf, aufgegeben, die von ihr unerlaubt erbrachte Anlageberatung einzustellen. Die Universal Finance Analytics GmbH ist bis Mai 2011 im Geschäftsverkehr unter der Firmierung „Global Finanz Analyse GmbH“ aufgetreten.
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04.12.2011
BaFin gibt Herrn Andreas Heede die Abwicklung des Einlagengeschäfts auf
Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat Herrn Andreas Heede, Gauting, aufgegeben, das ohne Erlaubnis betriebene Einlagengeschäft durch vollständige Rückzahlung der angenommenen Gelder abzuwickeln.
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04.12.2011
'Acontis AG' und 'Pavlik Treuhand AG' sind keine nach § 32 KWG zugelassenen Institute
Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) weist darauf hin, dass sie Unternehmen, die unter der Bezeichnung "Acontis AG" und "Pavlik Treuhand AG" über das Internet (auch) an das Publikum in Deutschland mit Geldanlageangeboten herantreten, keine Erlaubnis für ihre Geschäftstätigkeit erteilt hat. Die Unternehmen unterliegen daher nicht der Aufsicht der Bundesanstalt.
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20.11.2011
Ehemaligen Aktionäre der Hypo Real Estate klagen
Das Landgericht München I verhandelt über die Anträge zahlreicher früherer Aktionäre der Hypo Real Estate, die im Zuge der Übernahme der Bank durch die Bundesrepublik Deutschland ihre Aktionärsstellung verloren haben.
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20.11.2011
Massive Kaufempfehlung von Aktien der BAS Logistics Plc. in Spam-Faxen
Nach Informationen der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht werden derzeit die Aktien der BAS Logistics Plc. (ISIN: GB00B3NJDQ12) mittels Spam-Faxen massiv zum Kauf empfohlen. Die Kaufempfehlung erfolgt dabei unter Hinweis auf eine unmittelbar bevorstehende "Kursexplosion", da die Logistik-Branche einen Boom wie noch nie erlebe.
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20.11.2011
Dubai 1000 Hotel-Fonds: Anleger erhalten Schadensersatz
Gründungsgesellschafter der "Dubai 1000-Hotel-Fonds Gesellschaft", die den Anlegern als künftige Vertragspartner entgegen getreten sind, haften auf Schadensersatz wegen Mängeln im Verkaufsprospekt. Das hat das Oberlandesgericht Hamm entschieden und damit die erstinstanzlichen Entscheidungen des Landgerichts Dortmund im Ergebnis bestätigt.
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13.11.2011
Kommunale Wasserwerke Leipzig (KWL): Korruptionsvorwürfe müssen neu verhandelt werden
Das Landgericht Leipzig hat den Angeklagten H., einen früheren Geschäftsführer der Kommunalen Wasserwerke Leipzig (KWL), wegen Bestechlichkeit in drei Fällen, Untreue, Bilanzfälschung in drei Fällen und Steuerhinterziehung in vier Fällen zu vier Jahren und elf Monaten Gesamtfreiheitsstrafe verurteilt. Die beiden Mitangeklagten B. und S. sind jeweils wegen Bestechung in drei Fällen zu Gesamtfreiheitsstrafen von drei Jahren und vier Monaten bzw. von drei Jahren und zehn Monaten verurteilt worden. Diese Entscheidung hat der Bundesgerichtshof in weitem Umfang aufgehoben.
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06.11.2011
Neues Gesetz schützt vor Falschberatung im Grauen Kapitalmarkt
Verbraucherinnen und Verbraucher werden künftig auch im Bereich des Grauen Kapitalmarkts besser vor Falschberatungen und Vermögensverlusten geschützt: Der Deutsche Bundestag hat das von der Bundesregierung vorgelegte Gesetz zur Novellierung des Finanzanlagenvermittler- und Vermögensanlagenrechts verabschiedet.
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06.11.2011
Bank darf nicht mit 'Ab'-Zinssatz werben
Vergeben Banken ihre Kredite je nach Bonität des Kunden zu unterschiedlichen Effektivzinssätzen, dürfen sie nicht nur mit dem günstigsten Zinssatz werben. Die Internet-Werbung für einen Sofortkredit "ab 3,59 Prozent" ist unzulässig, entschied das Landgericht Stuttgart nach einer Klage des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv) gegen die CreditPlus Bank. Außerdem darf das vom Gesetz geforderte repräsentative Beispiel für den Kredit nicht erst durch einen weiteren Klick erkennbar sein.
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06.11.2011
Aufklärungspflichten über besondere Risiken von Cobold-Anleihen
Erkundigt sich ein risikoaverser Anleger bei seiner Bank nach "normalen" Anleihen, so muss sie ihn über eventuelle besondere Risiken der Anleihen - beispielsweise Bonitätswetten auf bestimmte Unternehmen (Cobold-Anleihen) - aufklären. Dies hat das Oberlandesgericht München entschieden.
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06.11.2011
AWD muss Anlegern Schadensersatz zahlen
Empfiehlt ein Anlageberater Fondsanteile, muss er ungefragt auf an ihn fließende Rückvergütungen durch die Fondsgesellschaft hinweisen. Dies hat das Landgericht München I entschieden. Die Höhe der Vergütung spiele hierbei keine Rolle. Entscheidend sei allein, dass es sich um beratende und nicht lediglich vermittelnde Tätigkeit handelt.
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30.10.2011
Bundesnetzagentur geht gegen Fax-Spam vor
Die Bundesnetzagentur ist gegen als "Swiss Money Report" bekannte Spam-Faxe vorgegangen. Alle deutschen Netzbetreiber wurden aufgefordert, soweit es ihnen technisch möglich ist, eingehende Verbindungen sowie die Erreichbarkeit von insgesamt sechs auf den Faxen angegebenen ausländischen Rufnummern zu unterbinden.
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23.10.2011
'Aurum Investment Ltd.' ist kein nach § 32 KWG zugelassenes Institut
Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) weist darauf hin, dass sie der "Aurum Investment Ltd." keine Erlaubnis gemäß § 32 Kreditwesengesetz (KWG) zum Betreiben von Bank- oder Finanzdienstleistungsgeschäften erteilt hat. Ein Unternehmen dieses Namens steht nicht unter der Aufsicht der BaFin.
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23.10.2011
Anlegerschutz für Anleger von Investmentfonds wird ausgebaut – neue Schlichtungsstelle eingerichtet
Die Ombudsstelle für Investmentfonds beim Bundesverband für Investment und Asset Management (BVI) hat ihre Arbeit aufgenommen. Sie kann von Verbrauchern kostenlos eingeschaltet werden, wenn sie der Ansicht sind, dass eine Fondsgesellschaft gegen Vorschriften des Investmentgesetzes verstoßen hat. Darauf weist das Bundesministerium der Finanzen hin.
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23.10.2011
Bankberater haften auch bei Aushändigung eines Emissionsprospektes
Die vorherige Aushändigung eines Emissionsprospektes an einen Anleger ist nicht ausreichend, eine Mitschuld des Kunden zu begründen, wenn dieser im Gespräch vor Anteilszeichnung den Anlageberater darauf hinweist, den Prospekt aufgrund Zeitmangels nicht gelesen zu haben. Dies hat das Brandenburgisches Oberlandesgericht entschieden.
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09.10.2011
Bundesgerichtshof entscheidet über zwei Schadensersatzklagen von Lehman-Anlegern
Der Bundesgerichtshof hat in zwei Parallelverfahren erstmals über Schadensersatzklagen von Anlegern im Zusammenhang mit dem Erwerb von Zertifikaten der niederländischen Tochtergesellschaft der US-amerikanischen Investmentbank Lehman Brothers Holdings Inc. entschieden. Die Richter kamen zu dem Ergebnis, dass die beklagte Sparkasse in beiden Fällen ihre Pflicht zur anleger- und objektgerechten Beratung nicht verletzt hat.
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09.10.2011
Schadensersatzpflicht der Bank bei fehlendem Hinweis auf Einlagensicherung
Unterlässt die Bank einen Hinweis auf fehlende Einlagensicherung bei einer Geldanlage und kommt es dem Verbraucher auf eine möglichst sichere Anlageform an, so macht sie sich schadensersatzpflichtig. Dies hat das Landgericht Oldenburg entschieden.
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09.10.2011
Schadensersatzpflicht nach Empfehlung hochspekulativer Cobold-Anleihen
Die Empfehlung einer Cobold-Anleihe an einen Anleger, der keine spekulative Anlagestrategie verfolgt, stellt keine anlegergerechte Beratung dar und verpflichtet zum Schadensersatz. Dies hat das Landgericht Bremen entschieden.
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25.09.2011
Bundesgerichtshof bejaht Fälligkeit des Entschädigungsanspruchs nach dem Einlagensicherungs- und Anlegerentschädigungsgesetz in Sachen 'Phoenix'
Der Bundesgerichtshof hat in drei Parallelverfahren entschieden, dass die von den Kapitalanlegern im Zusammenhang mit der Insolvenz der Phoenix Kapitaldienst GmbH gegen die Entschädigungseinrichtung der Wertpapierhandelsunternehmen geltend gemachten Entschädigungsansprüche fällig sind.
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18.09.2011
Bundeslagebild Wirtschaftskriminalität 2010
Im Jahr 2010 wurden in der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) insgesamt 102.813 Fälle von Wirtschaftskriminalität registriert (2009: 101.340). Das bedeutet gegenüber dem Vorjahr einen Anstieg von 1,5 Prozent (1.473 Fälle).
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11.09.2011
Aufklärungspflichten bei Rückvergütungen durch Prospekt ausreichend
Eine Sparkasse kann im Rahmen eines Anlageberatungsvertrages ihre Aufklärungspflichten hinsichtlich erhaltener Rückvergütungen durch rechtzeitige Übergabe des Emissionsprospektes erfüllen. Dies hat das Oberlandesgericht Bamberg entschieden. Hierbei sei es ausreichend, wenn die Kosten der Eigenkapitalbeschaffung betragsmäßig eine absolute Obergrenze ausweisen. Weder sei eine prozentuale Angabe, noch der Empfänger der Provisionen - in diesem Fall die beratende Sparkasse selbst - notwendigerweise anzugeben.
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11.09.2011
Unzulängliche Prospekte verpflichten Berater zur weiteren Aufklärung
Anlageberater müssen ihre Kunden zusätzlich aufklären, wenn ein Verkaufsprospekt nicht hinreichend darüber Auskunft gibt, welche Vermittlungsprovision er aus dem Betrag erhält, den der Käufer bezahlt. Dies hat das Oberlandesgericht Stuttgart entschieden.
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11.09.2011
Hinweise auf Risiken einer Kapitalanlage müssen klar erkennbar sein
Bei einem ertragsorientierten Anleger ist die Beratung zur Beteiligung an einem Filmfonds als nicht anlagegerecht zu werten. Dies hat das Oberlandesgericht Naumberg entschieden. Der Hinweis auf einen möglichen Totalverlust der Kapitalanlage müsse klar ersichtlich sein. Vermittelt dieser Hinweis den Eindruck, das mit der Beteiligung lediglich ein sehr begrenztes Anlagerisiko eingegangen wird, sei dies irreführend.
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28.08.2011
BaFin untersagt der Direct Management GmbH die Annahme von Kundengeldern für 'Ascensus Direct'
Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat die Direct Management GmbH (Geschäftsführer: Shaun David Tausch), München, angewiesen, ab sofort keine Gelder mehr anzunehmen, die ihr Anleger aufgrund von Verträgen über Aktienkäufe mit dem Unternehmen „Ascensus Direct“ überweisen.
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28.08.2011
Hinweise zum Stand des Liquidationsverfahrens der VDV Leben International S.A.
Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) empfiehlt den Versicherungsnehmern des griechischen Lebensversicherers VDV Leben International S.A., sich fortwährend über den Stand des Liquidationsverfahrens zu informieren. Der griechische Garantiefonds PLIGF hat dazu auf seiner Homepage mehrere Pressemitteilungen veröffentlicht.
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28.08.2011
Hinweis der BaFin zu unbefugt erteilten Wertpapierorders
Nach Informationen der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) kommt es zu Wertpapiergeschäften, die nicht von den berechtigten Personen in Auftrag geben wurden. Dies betrifft insbesondere Geschäfte in illiquiden ausländischen Freiverkehrswerten.
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28.08.2011
Kein Schadensersatz bei Verkauf von Lehman-Zertifikaten
Eine Bank, die wachstumsorientierten Anlegern Zertifikate empfiehlt, berät anleger- und objektgerecht. Dies hat das Oberlandesgericht Frankfurt entschieden. Dies gelte insbesondere dann, wenn die Kunden in der Vergangenheit bereits Zertifikatkäufe bei dem empfehlenden Kreditinstitut getätigt haben.
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28.08.2011
Auch Dritte werden bei Anlageberatung geschützt
Ein Dritter wird ebenfalls durch den Beratungsvertrag geschützt, wenn der Kunde den Bankmitarbeiter darauf hingewiesen hat, dass die Anlageberatung auch Grundlage der Anlageentscheidung des Dritten ist. Dies hat das Oberlandesgericht München entschieden.
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21.08.2011
Verurteilung des ehemaligen Vorstandssprechers der IKB AG wegen Marktmanipulation rechtskräftig
Das Landgericht Düsseldorf hat den Angeklagten wegen vorsätzlicher Marktmanipulation zur Freiheitsstrafe von zehn Monaten verurteilt und deren Vollstreckung zur Bewährung ausgesetzt. Der Bundesgerichtshof hat diese Entscheidung bestätigt. Das Urteil ist damit rechtskräftig.
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31.07.2011
Zwangsvollstreckung aus Grundschuld-Unterwerfungserklärungen
Der Bundesgerichtshof hat entschieden, unter welchen Voraussetzungen der zuständige Notar einem anderen als dem ursprünglichen Grundschuldgläubiger die für eine Zwangsvollstreckung notwendige Vollstreckungsklausel zu erteilen hat.
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31.07.2011
Illegale Fax-Spam empfiehlt Aktienkäufe
Die Aktien verschiedener Gesellschaften werden derzeit nach Informationen der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) per Telefax massiv zum Kauf empfohlen. In den handschriftlich verfassten Schreiben, die sich an einen "Holger" richten und mit "Wolfgang" unterzeichnet sind, wird auf eine angeblich bevorstehende Übernahme der jeweiligen Gesellschaft hingewiesen und dem Empfänger des Telefaxes empfohlen, Aktien zu erwerben. Dabei werden Kursgewinne von 250 bis 300 Prozent in Aussicht gestellt.
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31.07.2011
Entscheidung des Landgerichts Itzehoe zu irreführender Werbung für Genusscheine und Genussrechte in Flyern und Prospekten
Das Landgericht Itzehoe hat entschieden, dass ein Unternehmen, das als „Genussrechte“ bezeichnete Kapitalanlageprodukte an private Anleger vertreibt, Werbeaussagen in seinem Flyer und seinem Kurzprospekt zu unterlassen hat, die die Sicherheit und Wertbeständigkeit der Genussrechte einseitig hervorheben, wenn nicht zugleich auf etwaige mit der Anlage einhergehende Risiken hingewiesen wird.
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31.07.2011
Auskünfte über Kick-Backs können auch noch nach Jahren verlangt werden
Die Verjährung eines Auskunftsanspruches aus einem Anlageberatungsvertrag richtet sich auch nach der Kenntnis der Umstände aufklärungspflichtiger Tatsachen. Auch vier Jahre nach Auftragsbeendigung kann das Auskunftsbegehren noch angemessen sein. Dies hat das Amtsgericht Heidelberg entschieden. Darauf weist der Verbraucherzentrale Bundesverband hin.
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24.07.2011
Keine Nichtigkeit von Hauptversammlungsbeschlüssen einer Aktiengesellschaft nach unzutreffenden Hinweisen zur Bevollmächtigung in der Einberufung
Der Bundesgerichtshof hat entschieden, dass unzutreffende Angaben zur Bevollmächtigung in der Einberufung zur Hauptversammlung einer Aktiengesellschaft nach der bis 31. August 2009 geltenden Fassung von § 121 Abs. 3 AktG nicht zur Nichtigkeit der in der Versammlung gefassten Beschlüsse führen.
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24.07.2011
Oberlandesgericht Frankfurt am Main erklärt Hauptversammlungsbeschlüsse der Deutschen Bank im Jahre 2009 teilweise für nichtig
Das Oberlandesgericht Frankfurt am Main hat die von Aktionären der Deutschen Bank erhobenen Anfechtungs- und Nichtigkeitsklagen gegen Beschlüsse der Hauptversammlung vom 26.5.2009 auch in zweiter Instanz teilweise für begründet erklärt. Die Aktionäre hatten neben Formfehlern bei der Durchführung der Hauptversammlung u.a. geltend gemacht, dass über die im Geschäftsjahr 2008 vollzogene Übernahme der Postbank AG kein hinreichender Bericht erstattet worden sei. Ferner hatten sie sich gegen die Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat gewandt.
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10.07.2011
Anlegerrechte für Investmentfonds-Sparer werden verbessert
Am 1. Juli 2011 treten wesentliche Verbesserungen der Anlegerrechte für deutsche Investmentfonds-Sparer in Kraft. Die Anlegerinformation wird umfassend ausgebaut: Ein zweiseitiges Informationsblatt wird eingeführt, Anleger werden bei Verschmelzungen besser aufgeklärt und bei Kostenerhöhungen rechtzeitig informiert, so dass intransparente Gebührenerhöhungen erschwert werden. Ferner werden Schlichtungsstellen für Verbraucher bei Beschwerden eingerichtet. Dies berichtet das Bundesministerium der Finanzen.
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10.07.2011
BaFin ordnet gegenüber der Comfort Investment Association Anlagegesellschaft b.R. die Abwicklung des unerlaubt betriebenen Einlagengeschäfts an
Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat der Comfort Investment Association Anlagegesellschaft b.R., Dachau, die unverzügliche Abwicklung des von ihr unerlaubt betriebenen Einlagengeschäfts aufgegeben.
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10.07.2011
BaFin untersagt der DFI Holding AG das unerlaubte Betreiben des Einlagengeschäfts und ordnet die Abwicklung an
Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat der DFI Holding AG, Darmstadt, das unerlaubte Betreiben des Einlagengeschäfts untersagt und die Abwicklung der unerlaubt betriebenen Geschäfte angeordnet.
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10.07.2011
Anlagevermittler müssen Wirtschaftlichkeitsberechnungen von Immobilienfonds überprüfen
Benutzt ein Anlagevermittler eine persönliche Modellberechnung für die potentiellen Anlagekunden, so ist er verpflichtet, diese zu prüfen und auf mögliche Fehler hinzuweisen. Dies hat der Bundesgerichtshof entschieden.
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10.07.2011
Keine Aufklärungspflicht bei Festpreisgeschäften - hier Verkauf von Zertifikaten
Bei einem Wertpapiereigengeschäft mit Festpreis muss die Bank ihre Kunden nicht über die Verkaufsmarge aufklären. Dies hat das Oberlandesgericht Karlsruhe entschieden.
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26.06.2011
BaFin ordnet gegenüber der Comfort Investment Association Anlagegesellschaft b.R. die Abwicklung des unerlaubt betriebenen Einlagengeschäfts an
Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat der Comfort Investment Association Anlagegesellschaft b.R., Dachau, die unverzügliche Abwicklung des von ihr unerlaubt betriebenen Einlagengeschäfts aufgegeben.
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26.06.2011
Bankhaus Gabriel KG ist kein nach § 32 KWG zugelassenes Institut
Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) weist darauf hin, dass sie der "Bankhaus Gabriel KG" (Bankhaus Gabriel), Frankfurt am Main, keine Erlaubnis gemäß § 32 Kreditwesengesetz (KWG) zum Betreiben von Bank- oder Finanzdienstleistungsgeschäften erteilt hat. Ein Unternehmen dieses Namens untersteht nicht der Aufsicht der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht und ist nicht berechtigt Bank- oder Finanzdienstleistungsgeschäfte im Sinne des KWG zu betreiben.
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26.06.2011
BaFin erneuert Verbraucherhinweis zu Umtauschangeboten
Nach Informationen der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) unterbreitet eine bereits seit 2008 tätige Gruppe von Personen über den elektronischen Bundesanzeiger wieder verstärkt Angebote zum Umtausch in Aktien von Gesellschaften, die von ihr beherrscht werden. Die angesprochenen Anleger sollen dazu gebracht werden, ihre Anteile gegen Aktien von Unternehmen zu tauschen, deren Werthaltigkeit fraglich ist. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht erneuert daher ihre Verbraucherhinweise von 2008 und 2009 und rät dazu, sowohl den Anbieter als auch die wirtschaftliche Substanz der angebotenen Anlagen vor Annahme eines Angebotes sehr genau zu prüfen.
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26.06.2011
Fristenhinweis ('Datum des Poststempels') bei Widerrufsbelehrungen unwirksam
Der Klammerzusatz einer Widerrufsbelehrung, zur Fristwahrung des Widerrufs bei einem Fondsbeitritt sei das "Datum des Poststempels" maßgeblich, macht diese unwirksam, da dies missverständlich und nicht klar formuliert ist. Dies hat das Oberlandesgericht München entschieden.
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26.06.2011
Keine Falschberatung bei der Empfehlung von Indexzertifikaten für konservative Anleger
Die Anlage in ein Indexzertifikat ist gegenüber einer einzelnen Aktie aufgrund der Streuung weniger risikoreich. Dies hat das Oberlandesgericht Hamburg entschieden. Empfiehlt eine Bank einem konservativem Anleger ein solches Zertifikat, handele sie anlegergerecht.
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26.06.2011
Auch bei Vermögensverwaltungsverträgen muss über Rückvergütungen aufgeklärt werden
Ein Verbraucher hat Anspruch auf Auskünfte aus einem Vermögensverwaltungsvertrag. Nach einer Entscheidung des Landgerichts Karlsruhe umfasst dies auch an die Bank gezahlte Rückvergütungen oder Provisionen. Die Verjährungsfrist beginne mit erstmaligem Auskunftsverlangen.
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12.06.2011
Klausel über die Zahlung einer monatlichen Gebühr für die Führung des Darlehenskontos durch die Bank ist unwirksam
Der Bundesgerichtshof hat entschieden, dass die Klausel über die Zahlung einer monatlichen Gebühr für die Führung des Darlehenskontos in Allgemeinen Geschäftsbedingungen einer Bank unwirksam ist.
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12.06.2011
Haftung der Kreditanstalt für Wiederaufbau und der Bundesrepublik Deutschland für den dritten Börsengang der Deutschen Telekom
Der Bundesgerichtshofs hat entschieden, dass die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) Aufwendungen der Deutschen Telekom AG (Telekom) ersetzen muss, die dieser nach dem sogenannten "dritten Börsengang" durch den Abschluss eines Vergleichs entstanden sind; die Telekom hatte sich mit Sammelklägern in den USA im Zusammenhang mit diesem Börsengang vergleichsweise geeinigt. Ob auch die Bundesrepublik Deutschland der Telekom zum Ersatz der Aufwendungen verpflichtet ist, muss noch geklärt werden.
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12.06.2011
BaFin ordnet gegenüber der CWI Immobilien AG die Abwicklung des unerlaubt betriebenen Einlagengeschäfts an
Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat der CWI Immobilien AG, Berlin, aufgegeben, das ohne Erlaubnis betriebene Einlagengeschäft durch vollständige Rückzahlung aller mit Rückzahlungsversprechen angenommenen Gelder abzuwickeln.
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12.06.2011
BaFin untersagt Herrn Horst J. Linkner das Betreiben des Einlagengeschäfts und ordnet die Abwicklung an
Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat Herrn Horst J. Linkner, 81479 München, das unerlaubte Betreiben des Einlagengeschäfts untersagt und die unverzügliche Abwicklung der unerlaubt betriebenen Geschäfte angeordnet.
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12.06.2011
BaFin untersagt der WIBEX Wirtschafts- und Unternehmensberatung, Treuhandgesellschaft mbH das Einlagengeschäft und ordnet die Abwicklung an
Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat der WIBEX Wirtschafts- und Unternehmensberatung, Treuhandgesellschaft mbH, Düsseldorf, das unerlaubte Betreiben des Einlagengeschäfts untersagt und die Abwicklung der unerlaubt betriebenen Geschäfte angeordnet.
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12.06.2011
BaFin untersagt Herrn Detlef Braun das Betreiben des Einlagengeschäfts und ordnet die Abwicklung an
Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat Herrn Detlef Braun, Pottenstein, das unerlaubte Betreiben des Einlagengeschäfts untersagt und die unverzügliche Abwicklung der unerlaubt betriebenen Geschäfte angeordnet. Die Rückzahlungen sind durch Überweisung auf ein Konto des jeweiligen Gläubigers vorzunehmen.
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12.06.2011
Aufwendungen im Zusammenhang mit der Errichtung eines Schiffsfonds sind nicht sofort abziehbar
Der Bundesfinanzhof hat entschieden, dass Konzeptions-, Gründungs-, Finanzierungs- und Platzierungskosten eines in der Rechtsform einer GmbH Co. KG geführten Schiffsfonds in voller Höhe als Anschaffungskosten des Schiffs (Tankschiff bzw. Containerschiff) zu behandeln sind.
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12.06.2011
Abschreibung von Windparks
Der Bundesfinanzhof hat entschieden, dass ein Windpark aus mehreren selbständigen Wirtschaftgütern besteht, die aber einheitlich abzuschreiben sind.
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29.05.2011
Neuer Verhandlungstermin im KapMuG-Verfahren gegen die Deutsche Telekom
In dem vor dem Oberlandesgericht verhandelten Verfahren nach dem Kapitalanleger-Musterverfahrensgesetz (KapMuG) gegen die Deutsche Telekom hat das Oberlandesgericht Frankfurt am Main den für den 18.5.2011 geplanten Verkündungstermin aufgehoben und Termin zur Fortsetzung der mündlichen Verhandlung bestimmt.
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29.05.2011
Erfolglose Verfassungsbeschwerden von ehemaligen T-Online-Aktionären gegen die gerichtlich festgesetzte Zuzahlung nach Verschmelzung auf die Deutsche Telekom AG
Das Bundesverfassungsgericht hat die Verfassungsbeschwerde nicht zur Entscheidung angenommen, da die Annahmevoraussetzungen nicht vorliegen, die Aktionäre insbesondere nicht in ihren Verfassungsrechten verletzt sind.
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29.05.2011
BaFin gibt Frau Sabine Balmer und Frau Melanie Balmer die Abwicklung des Einlagengeschäftes auf
Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat Frau Sabine Balmer und Frau Melanie Balmer, 63739 Aschaffenburg, aufgegeben, das ohne Erlaubnis betriebene Einlagengeschäft abzuwickeln.
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29.05.2011
Ausschüttungen im Rahmen eines als Schneeballsystem geführten Anlagemodells
Der Bundesgerichtshof hat entschieden, dass Ausschüttungen im Rahmen eines als Schneeballsystem geführten Anlagemodells in der Regel zunächst auf ausgewiesene Scheingewinne und erst danach auf die geleistete Einlage erfolgen.
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29.05.2011
Haftung des Anlagevermittlers bei unplausibler Anlagemöglichkeit
Die Klage eines Kapitalanlegers gegen seinen Anlagevermittler auf Schadenersatz in Höhe der Anlagesumme von über 100.000 € war vor dem Landgericht Coburg erfolgreich. Der Beklagte hatte eine Anlage bei einer ausländischen Gesellschaft vermittelt, die mit „bankinternen“ Geschäften enorme Renditen versprochen, jedoch weder Ausschüttungen noch eine Rückzahlung des Anlagekapitals geleistet hatte.
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22.05.2011
Finanzamt darf angekaufte Steuer-CD verwerten
Es bestehen keine ernstlichen Zweifel daran, dass die Finanzverwaltung angekaufte ausländische Bankdaten bei der Besteuerung verwenden darf. Dies entschied das Finanzgericht Köln. Die Kölner Richter stützen sich dabei insbesondere auf die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts vom 9. November 2010. Danach sind entsprechende Informationen im Steuerstrafverfahren verwertbar und können Ermittlungen der Steuerfahndung rechtfertigen. Mit dem vorliegenden Beschluss wird erstmals von einem Finanzgericht die Verwertung angekaufter ausländischer Bankdaten im Besteuerungsverfahren bestätigt.
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22.05.2011
Anfechtungsklage gegen Beschluss der Porsche-Hauptversammlung vom 29.01.2010 zurückgewiesen
Das Landgericht Stuttgart hat die Anfechtungsklage einer Aktionärin gegen einen Beschluss der Hauptversammlung der beklagten Porsche Automobil Holding SE vom 29.01.2010 abgewiesen.
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15.05.2011
Ex-BayernLB-Vorstand: Vermögen gesichert
Das Landgericht München I hat einen sogenannten Arrest über das gesamte Vermögen des früheren Risikovorstands der BayernLB verhängt. Das bedeutet: Der frühere Risikovorstand der BayernLB kann auf sein Vermögen (Bankguthaben, Immobilien etc.) weder zugreifen noch hierüber verfügen.
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15.05.2011
Bankklausel in einem Preis- und Leistungsverzeichnis, nach der bei Anschaffungsdarlehen eine Bearbeitungsgebühr von 2% aus dem Darlehensbetrag, mindestens jedoch 50,00 Euro von der Bank erhoben werden, ist gegenüber Verbrauchern unwirksam
Das Oberlandesgericht Karlsruhe hat entschieden, dass die beklagte Bank es zu unterlassen hat, für Bankgeschäfte mit privaten Kunden in ihrem Preis- und Leistungsverzeichnis und/oder einem Preisaushang eine Klausel zu verwenden, wonach für Anschaffungsdarlehen eine Bearbeitungsgebühr aus dem Darlehensbetrag in Höhe von 2 %, mindestens jedoch in Höhe von 50,00 Euro geschuldet wird.
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15.05.2011
Bundesfinanzhof verwehrt geschlossenen Fonds Umsatzsteuervorteil
Der Bundesfinanzhof hat entschieden, dass sog. Haftungsvergütungen, die geschlossene Fonds an ihre Gesellschafter zahlen, nicht umsatzsteuerfrei sind.
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08.05.2011
Ratenzahlungsklauseln in Versicherungsbedingungen - Landgericht Hamburg verlangt Angabe des effektiven Jahreszinssatzes für Ratenzuschläge
Das Landgericht Hamburg hat in einem Rechtsstreit der Hamburger Verbraucherzentrale und eines Hamburger Versicherungsunternehmens entschieden, dass bei Prämienratenzahlungsklauseln in Versicherungsbedingungen für den erhobenen Ratenzuschlag auch der effektive Jahreszinssatz ausgewiesen werden muss. Andernfalls kann das Versicherungsunternehmen den Ratenzuschlag nicht unter Berufung auf die Versicherungsbedingungen verlangen.
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08.05.2011
Versuchter Betrug durch angebliche Immobilienverkäufer: fünf Beschuldigte in Aachen festgenommen
Die Staatsanwaltschaft Koblenz führt aufgrund einer Strafanzeige eines Immobilienverkäufers aus Kaisersesch seit Ende März 2011 Ermittlungen gegen eine 39-Jährige weibliche Beschuldigte und vier männliche Beschuldigte im Alter von 26, 33 und 34 Jahren, die alle die serbische Staatsangehörigkeit besitzen und aus Vororten von Paris/Frankreich stammen, wegen des Verdachts des versuchten gewerbsmäßigen Bandenbetruges.
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01.05.2011
Börsencoach Markus Frick zu Bewährungsstrafe verurteilt
Das Landgericht Berlin hat den 38jährigen Börsencoach Markus Frick wegen verbotener Marktmanipulation in 36 Fällen zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und neun Monaten verurteilt, deren Vollstreckung für die Dauer von drei Jahren zur Bewährung ausgesetzt worden ist. Ferner hat das Gericht einen Betrag von mehr als 42,6 Mio. € für verfallen erklärt. Bezüglich sieben weiterer angeklagter Taten wurde der Angeklagte freigesprochen.
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01.05.2011
'Duetsche Anstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht' und 'Financial Services Regulatory Authority of Frankfurt' keine deutsche Aufsichtsbehörden
Seit einiger Zeit stellen sich eine "Duetsche Anstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (DAFin)" und eine „Financial Services Regulatory Authority of Frankfurt“ auf ihren Webseiten www.dafin.org bzw. www.fsraf.org als Finanzaufsichtsbehörde für Deutschland dar. Die BaFin weist darauf hin, dass in der Bundesrepublik Deutschland keine Aufsichtsbehörde mit der Bezeichnung „DAFin" oder „FSRAF“ existiert.
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01.05.2011
Bundeskabinett beschließt Gesetzentwurf zur Graumarktregulierung
Durch das geplante Gesetz soll der Anlegerschutz im Bereich des so genannten Grauen Kapitalmarkts verbessert werden. Anlegerinnen und Anleger haben in der Vergangenheit in diesem bislang nur unzureichend regulierten Teil des Kapitalmarkts viel Geld verloren. Ziel des Gesetzesvorhabens ist es, die Informationsbasis für oftmals weit reichende Investmententscheidungen zu verbessern. Die Verbesserungen resultieren dabei sowohl aus einer schärferen Produktregulierung, als auch aus erhöhten Anforderungen auf Seiten des Vertriebs. Erleichterungen für Anlegerinnen und Anleger im Bereich der Prospekthaftung runden den Gesetzentwurf ab.
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24.04.2011
Kein Anspruch des ausgeschlossenen Minderheitsaktionärs auf den festen Ausgleich nach Übertragung der Aktien auf den Hauptaktionär
Der Bundesgerichtshof hat in zwei Verfahren entschieden, dass ein gegen Gewährung einer angemessenen Barabfindung aus der Gesellschaft ausgeschlossener Minderheitsaktionär die einem außenstehenden Aktionär aufgrund eines Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags zustehende Ausgleichszahlung für ein zurückliegendes Geschäftsjahr nicht mehr verlangen kann, wenn alle Aktien der Minderheitsaktionäre im Zeitpunkt der ordentlichen Hauptversammlung für dieses Geschäftsjahr mit Eintragung des Übertragungsbeschlusses in das Handelsregister bereits auf den Hauptaktionär übergegangen sind.
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17.04.2011
Verhandlungstermine zu 'Lehman-Zertifikaten' aufgehoben
Der Bundesgerichtshof hat die Verhandlungstermine zum Erwerb von "Lehman-Zertifikaten" aufgehoben, weil die beklagte Sparkasse in beiden Fällen ihre Rechtsmittel zurückgenommen hat. Damit sind die Urteile des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main, mit denen die beklagte Sparkasse zum Schadensersatz verurteilt wurde, rechtskräftig. In beiden Urteilen hat das Oberlandesgericht Frankfurt am Main eine Beratungspflichtverletzung der beklagten Sparkasse insoweit verneint, als diese die jeweiligen Anleger nicht auf eine mögliche Insolvenz der Emittentin (Lehman Brothers Treasury Co. B.V.) oder Garantiegeberin (Lehman Brothers Holdings Inc.) hingewiesen hat, da angesichts der positiven Ratingnoten kein Zweifel an deren Zahlungsfähigkeit habe aufkommen müssen.
Einen Beratungsfehler der beklagten Sparkasse haben die Frankfurter Richter jedoch darin gesehen, dass sie in den jeweiligen Beratungsgesprächen ihren Kunden die Risikostruktur der konkret empfohlenen Zertifikate - "TwinWin-Zertifikat 8/2007" und "DAX-Kupon-Zertifikat 3/2008" - nicht umfassend dargestellt hat.
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17.04.2011
Bauer Global Finanz ist kein nach § 32 KWG zugelassenes Institut
Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) weist darauf hin, dass sie der "Bauer Global Finanz" keine Erlaubnis gemäß § 32 Kreditwesengesetz (KWG) zum Betreiben von Bank- oder Finanzdienstleistungsgeschäften erteilt hat. Ein Unternehmen dieses Namens steht nicht unter der Aufsicht der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht.
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17.04.2011
BaFin hat öffentliches Angebot von Namensaktien der Consido AG untersagt
Die Consido AG, Schaffhausen, Schweiz, darf keine Namensaktien zum Kauf anbieten. Bereits am 5. März 2010 hatte die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) das öffentliche Angebot von Namensaktien der Consido AG wegen Verstoßes gegen das Wertpapierprospektgesetz untersagt. Am 3. März 2011 ist die Untersagungsverfügung unanfechtbar geworden.
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17.04.2011
Nimm zwei - eine Finanzierungsberatung als vorsätzliche sittenwidrige Schädigung der Ratsuchenden
Als „grotesk“ bewertete das Oberlandesgericht Nürnberg den Vorschlag einer Finanzierungsberaterin, beim Kauf eines Hauses fehlendes Eigenkapital durch den Erwerb einer weiteren, voll finanzierten Immobilie – hier einer Eigentumswohnung – zu ersetzen. Wegen „vorsätzlicher sittenwidriger Schädigung“ muss die beklagte Liegenschaftsgesellschaft nun nicht nur diesen Wohnungskauf rückgängig machen, sondern auch den Käufern Schadensersatz leisten.
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17.04.2011
Bundesgerichtshof entscheidet über die Haftung von Treugebern einer Kommanditgesellschaft
Der Bundesgerichtshof hat entschieden, dass der Insolvenzverwalter eines insolventen Immobilienfonds in der Form einer Kommanditgesellschaft von Anlegern des Fonds aus abgetretenem Recht der Treuhandkommanditistin Rückzahlung von Ausschüttungen verlangen kann, soweit dadurch die Einlagen der Anleger zurückgewährt wurden.
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17.04.2011
BaFin gibt Dr. Stephan Andrenyi von Gyorok die Abwicklung des Einlagengeschäfts auf
Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat Herrn Dr. Stephan Andrenyi von Gyorok, München, aufgegeben, das ohne Erlaubnis betriebene Einlagengeschäft abzuwickeln. Die Rückzahlungen sind durch Überweisung auf ein Konto des jeweiligen Gläubigers vorzunehmen.
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17.04.2011
Doch keine Aufklärung mittels veralteten Prospektes bei einer Anlageberatung
Die Klage eines Anlegers gegen eine Finanzberatungsgesellschaft auf Schadenersatz hat das Landgericht Coburg abgewesen. Der Vortrag des Kunden, er sei fehlerhaft, nämlich ausschließlich durch veraltetes Prospektmaterial aufgeklärt worden, hat sich im Laufe des Prozesses nicht bewahrheitet.
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10.04.2011
Oberlandesgericht Frankfurt am Main verneint Schadensersatzanspruch der Corealcredit Bank gegen ehemalige Vorstandsmitglieder wegen angeblicher Pflichtverstöße durch Zinsgeschäfte
Das Oberlandesgericht Frankfurt am Main hat der Klage der Corealcredit Bank (Klägerin) auf Schadensersatz gegen ehemalige Vorstandsmitglieder (Beklagte) wegen angeblicher Pflichtverstöße durch Zinsgeschäfte auch in der Berufung eine Absage erteilt und damit das vorausgehende Urteil des Landgerichts bestätigt.
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03.04.2011
Bundesverfassungsgericht soll über das Selbsttitulierungsrecht einiger Banken entscheiden
Aufgrund eines vor dem Inkrafttreten des Grundgesetzes stammenden Gesetzes besteht für einige Banken und Sparkassen ein sogenanntes Selbsttitulierungsrecht. Sie brauchen keinen
gerichtlichen Titel, um in das Vermögen eines Schuldners zu vollstrecken. Das Oberlandesgericht Oldenburg hält dieses Selbsttitulierungsrecht für verfassungswidrig und legt die Frage nun zur Entscheidung dem Bundesverfassungsgericht vor.
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03.04.2011
Schadenersatz gegen Wirtschaftsprüfer wegen des Erwerbs von Inhaberteilschuldverschreibungen?
In zwei ähnlich gelagerten Fällen begehren die klagenden Anleger vor dem Oberlandesgericht Dresden derzeit von den beklagten Wirtschaftsprüfern Schadenersatz im Zusammenhang mit dem Erwerb von Inhaberteilschuldverschreibungen der seit dem 01.09.2006 insolventen Wohnungsbaugesellschaft Leipzig West AG.
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03.04.2011
Bundesgerichtshof entscheidet zu Beratungspflichten einer Bank bei Abschluss eines Zinssatz-Swap-Vertrages
Der Bundesgerichtshof hat entschieden, dass die beklagte Bank der Klägerin - einem mittelständischen Unternehmen - schadensersatzpflichtig ist, weil sie ihre Pflichten bei der Beratung über den Abschluss eines von ihr konstruierten Zinssatz-Swap-Vertrages (CMS Spread Ladder Swap-Vertrag) verletzt hat.
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03.04.2011
Riskantes Devisentauschgeschäft über 200.000 Euro – der beratende Anwalt haftet nicht für Falschgeld
In einem Zivilverfahren hat das Schleswig-Holsteinische Oberlandesgericht über die Folgen eines Devisentauschgeschäfts entschieden, bei dem angeblich in Italien 200.000 Euro in bar gegen englische Pfund mit einem Gegenwert von 338.000 Euro getauscht werden sollten. Der in Schleswig-Holstein wohnende Kläger, der als Finanzierungsberater tätig ist, will von seinem langjährigen Rechtsanwalt, dem er von dem angebotenen Tauschgeschäft erzählte, einen Schaden in Höhe von 200.000 Euro ersetzt verlangen. Das Oberlandesgericht hat entschieden, dass der beratende Anwalt nicht haftet.
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03.04.2011
Hinweis der BaFin zu unerwünschtem Fax-Spam
Bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) gehen derzeit vermehrt Hinweise über die unaufgeforderte Versendung von Börsenbriefen per Fax ein. Dieser Fax-Spam enthält aggressive Kaufempfehlungen und wird massenhaft und unselektiert an beliebige Telefonanschlüsse versendet. Die Versuche der Betroffenen, die Versendung der Werbefaxmitteilungen zu stoppen, scheitern häufig an einer fehlenden Absenderkennung oder weil Absender auf Adressen im Ausland verweisen. Auch ein Anruf bei den angegebenen Mehrwertdiensterufnummern, über die die Zusendungen angeblich abbestellt werden können, bleibt meist erfolglos und verursacht nur zusätzliche Kosten.
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03.04.2011
DFI Holding AG ist kein nach § 32 KWG lizenziertes Institut
Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) weist darauf hin, dass sie der "Diamond Finance Invest Holding AG" (DFI Holding AG), Darmstadt, keine Erlaubnis gemäß § 32 Kreditwesengesetz (KWG) zum Betreiben von Bank- oder Finanzdienstleistungsgeschäften erteilt hat. Ein Unternehmen dieses Namens untersteht nicht der Aufsicht der BaFin und ist nicht berechtigt Bank- oder Finanzdienstleistungsgeschäfte im Sinne des KWG zu betreiben.
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13.03.2011
Auszahlung einer Einlage neben Scheingewinnen an den Anleger in einem Schneeballsystem
Der Bundesgerichtshof hat entschieden, dass sich der anfechtende Insolvenzverwalter bei Auszahlung einer Einlage neben Scheingewinnen an den Anleger in einem Schneeballsystem nicht darauf berufen kann, dass die Einlage durch Verluste und Verwaltungsgebühren teilweise aufgebraucht sei.
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13.03.2011
Urteile zur Bankenhaftung bei arglistiger Täuschung des Immobilienkäufers durch einen Vermittler im Strukturvertrieb
Immobilien werden häufig als Kapitalanlage an geschäftsunerfahrene Käufer vermittelt. Werden im Vermittlungsgespräch oder im Anlageprospekt falsche Angaben über die zu zahlende Vermittlungsprovision gemacht, liegt eine arglistige Täuschung vor. Die finanzierende Bank hat dann keinen Anspruch auf Rückzahlung des zur Finanzierung gewährten Darlehens, wenn sie von der arglistigen Täuschung wusste oder diese hätte erkennen können. Das entschied das Oberlandesgericht Oldenburg in mehreren Verfahren.
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13.03.2011
Keine Ermittlungen wegen des Ankaufs der EnBW-Aktien
Die Staatsanwaltschaft Stuttgart hat den Anzeigen gegen Ministerpräsident Mappus und Finanzminister Stächele wegen des Verdachts der Untreue u.a. keine Folge gegeben.
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13.03.2011
Ausscheiden eines Gesellschafters eines geschlossenen Immobilienfonds
Die Erstellung der Abfindungsbilanz ist keine Fälligkeitsvoraussetzung für den Anspruch auf Zahlung eines Auseinandersetzungsguthabens oder eines Verlustausgleichs. Dies hat der Bundesgerichtshof entschieden.
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13.03.2011
Aufklärungspflicht eines Kreditinstituts über Provisionen
Das Oberlandesgericht Frankfurt hat entschieden, dass ein Kreditinstitut, das einen Kunden über eine Kommanditbeteiligung an einem Medienfonds berät, den Kunden über den Erhalt von Provisionen, die einen Interessenkonflikt bei der Anlageberatung begründen können, aufklären muss. Dies gilt auch dann, wenn die Provisionen einen Wert von 15 % des Anlagekapitals unterschreiten. Ein unvermeidbarer Rechtsirrtum der Bank über diese Aufklärungspflicht kommt nur in Betracht, wenn das Kreditinstitut darlegt, dass es die Rechtslage gründlich geprüft hat.
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06.03.2011
HSH Nordbank muss zugesagte Sonderzahlung an stille Gesellschafter in Millionenhöhe erbringen
Die HSH Nordbank muss an einen stillen Gesellschafter eine zugesagte Sonderzahlung in Höhe von 3.827.500 Euro für das Geschäftsjahr 2008 zahlen. Dies hat das Schleswig-Holsteinische Oberlandesgericht entschieden.
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06.03.2011
Oberlandesgericht Frankfurt am Main bestätigt Nichtigkeit von Entlastungsbeschlüssen von Vorstand und Aufsichtsrat der Fresenius SE durch die Hauptversammlung 2009
Das Oberlandesgericht hat die Berufung der Fresenius SE gegen ein Urteil des Landgerichts zurückgewiesen, mit dem die Entlastung ihres Vorstands und Aufsichtsrates durch die Hauptversammlung 2009 für nichtig erklärt worden war.
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06.03.2011
Freispruch für alle Angeklagten im 'Bankenverfahren' gegen Klaus-Rüdiger Landowsky u.a.
Das Landgericht Berlin hat im sog. Bankenverfahren fünf ehemalige Mitglieder der Geschäftsleitung und sieben ehemalige Mitglieder des Aufsichtsrates der Immobilen und Baumanagement der Bankgesellschaft Berlin GmbH (IBG) vom Vorwurf der Untreue zum Nachteil der IBG freigesprochen.
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06.03.2011
Auskunftspflicht eines Wohnungsverkäufers
Die Klage einer Wohnungskäuferin gegen den Verkäufer auf Auskünfte über Baumängel an der verkauften Eigentumswohnung wurde abgewiesen. Das landgericht Coburg teilte die Meinung des beklagten Verkäufers, dass ein Anspruch auf Auskunft über Baumängel nicht gegeben sei.
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06.03.2011
Oberlandesgericht Frankfurt am Main bestätigt Auskunftspflicht einer Bank über 'vergessenes' Sparbuch aus den 1950er Jahren
Das Oberlandesgericht hat eine Bank dazu verpflichtet, Auskunft über das Guthaben auf einem im Jahr 1959 eingerichteten "vergessenen" Sparbuch zu erteilen.
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27.02.2011
'Zwischenbilanz' im Porsche-Verfahren
Die Staatsanwaltschaft Stuttgart hat die Verfahren gegen Verantwortliche von Porsche und Maple Bank wegen Verdachts der handelsgestützten Marktmanipulation eingestellt, gegen Verantwortliche von Porsche wegen Verdachts der informationsgestützten Marktmanipulation aufrecht erhalten und auf den Verdacht der Untreue sowie des Kreditbetrugs erweitert.
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27.02.2011
'Rosenberg & Söhne GmbH' ist kein nach § 32 KWG zugelassenes Institut
Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) weist darauf hin, dass sie der "Rosenberg & Söhne GmbH" keine Erlaubnis gemäß § 32 Kreditwesengesetz (KWG) zum Betreiben von Bank- oder Finanzdienstleistungsgeschäften erteilt hat. Ein Unternehmen dieses Namens untersteht nicht der Aufsicht der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht.
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27.02.2011
BaFin-Prüfung: Keine Abstimmung zwischen Southeastern und ACS festgestellt
Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat nicht nachweisen können, dass die Southeastern Asset Management Incorporated (Southeastern, USA) und die in Spanien ansässige Actividades de Construcción y Servicios S.A. (ACS) beim Übernahmeangebot der ACS an die Aktionäre der Hochtief Aktiengesellschaft, Essen (Hochtief AG), als gemeinsam handelnde Person aufgetreten sind. Das hat eine Prüfung der Behörde ergeben, die sie am 25.01.2011 abgeschlossen hat.
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27.02.2011
Index-Zertifikate stellen keine riskantere Anlageform dar als vergleichbare Investmentfonds
Die Einteilung in Risikoklassen bei Anlageberatungsgesprächen unter Verwendung sogenannter Likert-Skalen, die eine abgestufte Beantwortung ermöglichen, ist nach der Entscheidung des Oberlandesgerichts Düsseldorf nicht zu beanstanden. Ein Index-Zertifikat weist durch die Streuung ein geringeres Risiko für den Anleger auf als der Erwerb einer einzelnen Aktie.
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27.02.2011
Widerruf aufgrund einer Haustürsituation auch bei Anschlussvertrag weiterhin möglich
Hat bei der Verlängerung eines Verbraucherkreditvertrages eine nachträgliche korrekte Widerrufsbelehrung für den Darlehensnehmer keinerlei Bezug zum Ursprungsvertrag, so kann sie die ursprüngliche fehlerhafte Widerrufsbelehrung nicht heilen. Dies hat der Bundesgerichtshof entschieden.
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27.02.2011
Widerrufsrecht beim telefonischen Verkauf von Zertifikaten
Betreibt eine Bank ihr Geschäft dergestalt, dass sie auch unter ausschließlicher Verwendung von Fernkommunikationsmitteln Finanzdienstleistungen anbieten könnte, so ist beim telefonischen Verkauf von Zertifikaten anzunehmen, dass ein Fernabsatzvertrag zustande gekommen sei. Dies hat das Landgericht Krefeld entschieden.
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27.02.2011
Bank haftet bei unverantwortlicher Kreditvergabe
Ist für die finanzierende Bank bereits vor Abschluss eines Kreditvertrages ersichtlich, dass beispielsweise aufgrund des Eintrittes in das Rentenalter und damit einhergehender Einkommenseinbußen der Kreditnehmer die Rückzahlung des Darlehens und somit die Erreichung des Vertragszweckes selbst unmöglich wird, so hat sie die Kunden hiervon zu unterrichten. Dies ist nach Auffassung des Landgerichts Berlin insbesondere dann der Fall, wenn schon zu Erwerbszeiten das Aufbringen der Raten den Kreditnehmer stark belastet.
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27.02.2011
Unrichtige Angaben 'ins Blaue hinein' begründen Schadensersatz
Stellt ein Vermittler unrichtige Behauptungen "ins Blaue hinein" auf, die nicht lediglich eine unverbindliche optimistische Zukunftsprognose darstellen und werden diese beispielsweise in einer prospektierten Miete genannt, so begründet dies arglistiges Handeln des Vermittlers. Dies hat das Oberlandesgericht München entschieden.
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13.02.2011
Bankklausel 'Kontoführungsgebühren für Darlehenskonten 12,00 Euro pro Jahr' gegenüber Verbrauchern unwirksam
Das Oberlandesgericht Karlsruhe hat entschieden, dass die beklagte Sparkasse die Verwendung der Klausel, wonach sie „Kontoführungsgebühren für Darlehenskonten“ von „12,00 Euro pro Jahr“ erhebt, gegenüber Verbrauchern unterlassen muss. Die Klausel benachteiligt den Verbraucher in unzulässiger Weise, weil ein Entgelt von ihm verlangt wird, obwohl die Tätigkeit (Entgegennahme von Zins- und Tilgungszahlungen, Zahlungsüberwachung) allein im Interesse der Sparkasse liegt.
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06.02.2011
Aufklärungspflicht der Banken bei Anlageberatungsvertrag
Das Oberlandesgericht Stuttgart hat entschieden, dass eine Bank bei einem Anlageberatungsvertrag verpflichtet ist, einen Anleger über die Höhe ihrer erhaltenen Provision aufzuklären. Ansonsten hat der Kunde Anspruch auf Schadensersatz wegen einer Vertragsverletzung.
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06.02.2011
Kapitalanlageberatung: Pflicht zur Offenlegung der von einer Fondsgesellschaft gezahlten Vergütung
Das Oberlandesgericht Stuttgart hat entschieden, dass eine Bank dem Kunden die Vergütung offen legen muss, die sie aufgrund der Vertriebsvereinbarung erwartet. Dies gilt unabhängig davon, ob die Vergütung aus gesondert erhobenen Ausgabeaufschlägen oder aus der Einlage des Anlegers bestritten wird. Auch ist es unerheblich, ob die Einlage über die Bank oder vom Anleger direkt an die Fondsgesellschaft geleistet wird.
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06.02.2011
Untersagung von Anteilserwerb an deutscher Bank bestätigt
Der Hessische Verwaltungsgerichtshofs hat die Berufung von zwei in Österreich bzw. in der Schweiz ansässigen Unternehmen und zweier Privatpersonen ukrainischer bzw. ukrainisch/israelischer Staatsangehörigkeit gegen ein Urteil des Verwaltungsgerichts Frankfurt am Main vom 21. Februar 2008 zurückgewiesen, mit dem das erstinstanzliche Gericht ihre Klage gegen einen Bescheid der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) vom 21. Februar 2006 abgewiesen hatte. In diesem Bescheid war vorgenannten Unternehmen und Personen untersagt worden war, Kapitalanteile an einer Bank in Bremen zu erwerben. Damit wurde die Untersagung der Beteiligung an der Bank auch in zweiter Instanz gerichtlich bestätigt.
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06.02.2011
Versicherungsmakler weigert sich, Auskunft über den Verbleib von Kundengeldern zu erteilen: Das Landgericht verhängt Zwangshaft!
Auch im Zivilprozess kann vom Gläubiger „schweres Geschütz“ aufgefahren werden, wenn der Schuldner einer Verpflichtung schuldhaft nicht nachkommt, die das Gericht gegen ihn ausgesprochen hatte. So hat das Landgericht Nürnberg-Fürth gegen den Geschäftsführer einer Versicherungsmakler-Gesellschaft Zwangshaft bis zu 6 Monaten angeordnet. Dieser hatte sich trotz einer rechtkräftigen Verurteilung standhaft geweigert, Auskunft darüber zu erteilen, wo und bei wem er 20.000.- Euro eingezahlt hat, die ihm von einem Kunden anvertraut worden waren. Er muss jetzt damit rechnen, im Auftrag dieses Kunden von einem Gerichtsvollzieher zur Erzwingung der Auskunft verhaftet und in die Justizvollzugsanstalt eingeliefert zu werden.
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23.01.2011
HRE - Squeeze out zulässig
Das Landgericht München I hat die Anfechtungsklagen von insgesamt 38 ehemaligen Aktionären der Hypo Real Estate Holding AG (HRE) gegen den Beschluss der außerordentlichen Hauptversammlung dieser Gesellschaft vom 5. Oktober 2009, mit dem die Aktien gegen eine Barabfindung in Höhe von € 1,30 auf den Bund als Hauptaktionär übertragen wurden, abgewiesen.
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23.01.2011
'Schrottimmobilien': Bundesgerichtshof setzt Rechtsprechung zur arglistigen Täuschung mittels sogenannter Objekt- und Finanzierungsvermittlungsaufträge fort
Der Bundesgerichtshof hatte erneut über Schadensersatzansprüche von Verbrauchern im Zusammenhang mit sogenannten "Schrottimmobilien" zu entscheiden. Bei den verhandelten 11 Sachen handelt es sich um Parallelverfahren, in denen die klagenden Anleger die Beklagten – unter anderem eine Bausparkasse – auf Rückabwicklung kreditfinanzierter Immobilienkäufe in Anspruch nehmen.
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23.01.2011
Vorlage des Bundesgerichtshofs an den Gerichtshof der Europäischen Union im Verfahren gegen Daimler AG wegen verspäteter Veröffentlichung von Insiderinformation
Der Bundesgerichtshof hat in einem Kapitalanleger-Musterverfahren gegen die Daimler AG wegen angeblich verspäteter Ad-hoc-Mitteilung über das vorzeitige Ausscheiden ihres damaligen Vorstandsvorsitzenden Prof. Schrempp dem Gerichtshof der Europäischen Union Fragen zur Auslegung der Richtlinie 2003/6/EG vom 28. Januar 2003 über Insider-Geschäfte und Marktmanipulation (Marktmissbrauchs-Richtlinie) und der zu deren Durchführung erlassenen Richtlinie 2003/124/EG vom 22. Dezember 2003 (Durchführungs-Richtlinie) zur Vorabentscheidung vorgelegt.
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23.01.2011
Bundesgerichtshof entwickelt Grundsätze zur Berechnung laufender Zinsen in Prämiensparverträgen bei unwirksamer Zinsänderungsklausel fort
Der Bundesgerichtshof hat entschieden, dass der Bank bei Unwirksamkeit der Zinsänderungsklausel in einem Prämiensparvertrag kein geschäftspolitisches Ermessen bei Festlegung des statt dessen geltenden laufenden Zinssatzes zusteht. Die entstandene Vertragslücke ist vielmehr im Wege einer ergänzenden Vertragsauslegung durch Heranziehung von Zinssätzen zu schließen, die der Zinsentwicklung des konkreten Prämiensparvertrags möglichst nahe kommen.
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09.01.2011
BaFin untersagt Herrn Peter Fitzek als Betreiber der 'NeuDeutschen Gesundheitskasse' (vormals: 'Der Gesundheitsfond') das Betreiben des Versicherungsgeschäfts und ordnet die Abwicklung an
Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat Herrn Peter Fitzek, Wittenberg, als Betreiber der so genannten NeuDeutschen Gesundheitskasse (vormals: 'Der Gesundheitsfond') das unerlaubte Betreiben des Versicherungsgeschäfts untersagt und die unverzügliche Abwicklung der unerlaubt betriebenen Geschäfte angeordnet.
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09.01.2011
Übernahmeangebot der ACS für Hochtief gestattet
Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat das Übernahmeangebot der in Spanien ansässigen ACS, Actividades de Construcción y Servicios S.A. (ACS) an die Aktionäre der Hochtief Aktiengesellschaft, Essen (Hochtief AG) gestattet. Die Angebotsunterlage entspreche den Anforderungen des Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetzes (WpÜG) in Verbindung mit der WpÜG-Angebotsverordnung, teilte die Behörde mit.
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09.01.2011
Bundesgerichtshof verneint Entschädigungsanspruch für Scheingewinne nach dem Einlagensicherungs- und Anlegerentschädigungsgesetz ('Phoenix')
Der Bundesgerichtshof hat entschieden, dass ein Kapitalanleger gegen die Entschädigungseinrichtung der Wertpapierhandelsunternehmen im Falle der Insolvenz eines Wertpapierhandelsunternehmens keinen Anspruch auf Zahlung von Scheingewinnen hat, die das Unternehmen in Kontoauszügen oder Saldenbestätigungen ausgewiesen hatte.
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09.01.2011
BaFin untersagt der sefa Kundenservice Deutschland GmbH das Einlagengeschäft
Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat der sefa Kundenservice Deutschland GmbH das Einlagengeschäft untersagt. Darüber hinaus hat die BaFin auch der sefa Privat- und Geschäftskunden GmbH ihre Geschäftstätigkeit untersagt, soweit diese in das unerlaubte Einlagengeschäft der sefa Kundenservice Deutschland GmbH einbezogen ist.
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19.12.2010
Entlastung des Vorstands und Aufsichtsrats der Commerzbank durch die Hauptversammlung 2009 wirksam
Das Oberlandesgericht Frankfurt am Main hat die von Aktionären der Commerzbank erhobenen Anfechtungs- und Nichtigkeitsklagen gegen Beschlüsse der Hauptversammlung vom 15./16.5.2009 zurückgewiesen und damit die vorausgehende gegenteilige Entscheidung des Landgerichts in erster Instanz abgeändert.
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19.12.2010
Klausel über Abschlussgebühren in Allgemeinen Geschäftsbedingungen einer Bausparkasse ist wirksam
Der Bundesgerichtshof hat entschieden, dass die Klausel über Abschlussgebühren in Allgemeinen Geschäftsbedingungen einer Bausparkasse wirksam ist.
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05.12.2010
BKA: Bundeslagebild Wirtschaftskriminalität 2009
Im Jahr 2009 wurden in der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) insgesamt 101.340 Fälle von Wirtschaftskriminalität registriert (2008: 84.550). Das bedeutet gegenüber dem Vorjahr einen Anstieg von 19,9 Prozent (16.790 Fälle).
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05.12.2010
Oberlandesgericht Stuttgart entscheidet über Anfechtung von Beschlüssen der Porsche-Hauptversammlung 2009
Das Oberlandesgericht Stuttgart hat die Berufung zweier Aktionäre der Porsche Automobil Holding SE zurück gewiesen. Diese hatten gegen die in der Hauptversammlung der Gesellschaft am 30. Januar 2009 gefassten Beschlüsse über die Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat für das Geschäftsjahr 2007/2008 sowie die Neuwahl von Aufsichtsratsmitgliedern und die Vergütung des Aufsichtsrats geklagt.
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05.12.2010
BaFin untersagt der Lance Futures die Anlagevermittlung und untersagt gleichzeitig der FFSA, an der Anbahnung der unerlaubten Geschäfte mitzuwirken.
Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat der Lance Futures mit Bescheid vom 9. November 2010 das unerlaubte Erbringen der Anlagevermittlung untersagt. Gleichzeitig hat sie der Frankfurt Financial Supervisory Authority untersagt, an der Anbahnung der unerlaubten Geschäfte der Lance Futures mitzuwirken.
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05.12.2010
Falsche Darstellung der Entwicklung eines Vorgängerfonds kann zur Prospekthaftung führen
Der Bundesgerichtshof hat entschieden, dass eine falsche Darstellung der Entwicklung eines Vorgängerfonds zur Prospekthaftung führen kann.
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21.11.2010
Umfang der Nachforschungspflichten eines Anlageberaters im Hinblick auf den im Emissionsprospekt eines Filmfonds angesprochenen Erlösversicherer
Der Bundesgerichtshof stellt fest, dass ein Anlageberater regelmäßig davon ausgehen darf, dass für die Öffentlichkeit bestimmte Informationen (Presseerklärungen) der zuständigen Aufsichtsbehörde auch in der vom Berater zur Kenntnis zu nehmenden einschlägigen Wirtschaftspresse ihren Niederschlag finden. Über deren Lektüre hinaus schuldet der Berater grundsätzlich keine Nachfrage bei der Aufsichtsbehörde.
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07.11.2010
Haftung einer Direktbank...
Schließt ein Kunde einen Depotvertrag mit einer Direktbank unter Ausschluss von Beratungsverpflichtungen, entscheidet er sich bewusst für die Vorteile dieses Geschäftsmodells (z.B. günstigere Konditionen) und gegen das klassische Angebot einer Filialbank (mit persönlichem Kontakt und Beratung), also für mehr Selbstverantwortung im Umgang mit Finanzprodukten. Dies hat das Amtsgericht München entschieden. Gibt eine solche Bank Empfehlungen ab, müssen diese transparent und richtig sein. Eine Verpflichtung zu einer umfassenden und vollständigen Anlageberatung ergibt sich daraus aber nicht.
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07.11.2010
EU-Kommission nimmt erneut Finanz-Ratings ins Visier
Um mehr Vertrauen und Stabilität an den Finanzmärkten zu schaffen, nimmt die Europäische Kommission erneut die Ratingagenturen und ihre Bewertungen ins Visier.
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07.11.2010
Oberlandesgericht Stuttgart verurteilt deutsche Großbank zur Zahlung von Schadensersatz an oberschwäbischen Abwasserzweckverband
Das Oberlandesgericht Stuttgart hat eine deutsche Großbank verurteilt, an einen ihrer Kunden, einen oberschwäbischen kommunalen Abwasserzweckverband, Schadensersatz in Höhe von 710.000 Euro zu zahlen. Das Oberlandesgericht hielt die Beratung der Bank für fehlerhaft und verneinte gleichzeitig ein Mitverschulden des Kunden.
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07.11.2010
Oberlandesgericht Frankfurt am Main erklärt Hauptversammlungsbeschlüsse der Deutschen Bank im Jahre 2007 überwiegend für wirksam
Die von Aktionären der Deutschen Bank erhobenen Anfechtungs- und Nichtigkeitsklagen gegen Beschlüsse der Hauptversammlung vom 24.5.2007 sind auch in zweiter Instanz überwiegend erfolglos geblieben. Die Aktionäre hatten neben Formfehlern bei der Einladung und der Durchführung der Hauptversammlung zahlreiche Informationsrechtsverletzungen durch unzureichende Beantwortung gestellter Fragen sowie die Feststellung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr 2006 angegriffen. Das in erster Instanz zuständige Landgericht Frankfurt am Main hat die Klage in vollem Umfang abgewiesen.
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07.11.2010
The Equity Research Partnership (TERP) ist kein nach § 32 KWG zugelassenes Institut
Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) weist darauf hin, dass sie der "TERP - The Equity Research Partnership" keine Erlaubnis gemäß § 32 Kreditwesengesetz (KWG) zum Betreiben von Bank- oder Finanzdienstleistungsgeschäften erteilt hat. Ein Unternehmen dieses Namens steht nicht unter der Aufsicht der BaFin.
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07.11.2010
BaFin untersagt der Garantie-Wert GmbH das Einlagengeschäft und ordnet die Abwicklung an
Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat der Garantie-Wert GmbH das unerlaubte Betreiben des Einlagengeschäfts untersagt und die Abwicklung der unerlaubt betriebenen Geschäfte angeordnet.
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07.11.2010
'sefa factoring Bank N.V., Niederlassung Köln' ist kein nach § 32 KWG zugelassenes Institut
Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) weist darauf hin, dass sie der "sefa factoring Bank N.V., Niederlassung Köln" keine Erlaubnis gemäß § 32 Kreditwesengesetz (KWG) zum Betreiben von Bank- oder Finanzdienstleistungsgeschäften erteilt hat. Ein Unternehmen dieses Namens untersteht nicht der Aufsicht der BaFin.
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07.11.2010
BaFin untersagt der Pecunia-Concept AG das unerlaubte Betreiben des Einlagengeschäfts und ordnet die Abwicklung an
Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat der Pecunia-Concept AG, vormals Pecunia-Finance-Concept AG, das unerlaubte Betreiben des Einlagengeschäfts untersagt und die Abwicklung der unerlaubt betriebenen Geschäfte angeordnet.
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07.11.2010
BaFin gibt Herrn Peter Leo die Abwicklung des Einlagengeschäftes auf
Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat Herrn Peter Leo, 73529 Schwäbisch Gmünd, aufgegeben, das ohne Erlaubnis betriebene Einlagengeschäft abzuwickeln.
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24.10.2010
Zur Abfindung in Aktien nach einer Eingliederung und einem Spruchverfahren
Der Bundesgerichtshof hatte in einem Fall zu entscheiden, in dem es um Abfindung in Aktien nach einer Eingliederung und einem Spruchverfahren ging.
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24.10.2010
Entscheidung des Oberlandesgerichts Stuttgart im Spruchverfahren gegen Daimler AG
Das Oberlandesgericht Stuttgart hat entschieden, dass die Wertrelation, die der Fusion der Daimler Benz AG mit der zwischenzeitlich in Daimler AG umbenannten vormaligen DaimlerChrysler AG im Jahr 1998 zugrunde gelegt worden war, angemessen war.
Die nach der so genannten "Ertragswertmethode" vorgenommene Bewertung in dem Gutachten der Gesellschaften, nach welchem die vereinbarte Verschmelzungsrelation als angemessen anzusehen ist, ist nach der Entscheidung des Oberlandesgerichts nicht zu beanstanden.
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24.09.2010
Zur Frage der Rückabwicklung einer Fondsanlage
Das Landgericht Coburg hat die Klage einer Anlegerin gegen die sie beratende Bank auf Rückabwicklung des Erwerbs einer Beteiligung an einem Fonds abgewiesen. Die Bank hatte die Anlegerin ausreichend und ohne Fehler beraten, so das Gericht.
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10.09.2010
BaFin stellt den Entschädigungsfall für die noa bank GmbH & Co. KG fest und stellt Insolvenzantrag
Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat am 25. August 2010 den Entschädigungsfall für die noa bank GmbH & Co. KG festgestellt, da das Institut nicht mehr in der Lage war, sämtliche Einlagen seiner Kunden zurückzuzahlen. Zuvor hatte die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht am 24. August 2010 beim Amtsgericht Düsseldorf bereits einen Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens über die noa bank GmbH & Co. KG gestellt.
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10.09.2010
Festgesetzte Zuzahlung an T-Online-Aktionäre wegen Verschmelzung auf Telekom bestätigt
Das Oberlandesgericht Frankfurt am Main hat bestätigt, dass den ehemaligen Aktionären der T-Online International AG (T-Online) im Hinblick auf die Verschmelzung auf die Deutsche Telekom AG (Telekom) eine Zuzahlung von 1,15 Euro pro Aktie zusteht. Es wies damit die Beschwerden gegen den vorausgegangenen Beschluss des Landgerichts Frankfurt am Main vom 13.3.2009 zurück, die sowohl die Telekom als auch einige der ehemaligen Aktionäre der T-Online eingelegt hatten.
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29.08.2010
VIP Medienfonds 3: Aufklärungspflichtige Rückvergütung
Der Anleger muss ersehen können, in welcher Höhe jedenfalls Teile des Aufgeldes (Agio) umsatzabhängig hinter dem Rücken des Anlegers an die beratende Bank zurückgefließen. Dies hat das Oberlandesgericht Frankfurt entschieden.
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29.08.2010
Schadensersatz für Opfer einer türkischen Holding
Das Oberlandesgericht Nürnberg hat dem Anteilseigner einer Holding-Gesellschaft mit Sitz in Istanbul, einem türkischen Staatsbürger aus Fürth, mehr als 13.000 Euro Schadensersatz zugesprochen. Das Gericht hat dabei festgestellt, dass das Geschäftsmodell der Holding auf eine sittenwidrige vorsätzliche Schädigung der Anleger ausgelegt ist. Auch verstieß das Handeln der Gesellschaft, die Anteile an ausländischen Vermögenswerten vertreibt, gegen die Bestimmungen des Auslandinvestmentgesetzes.
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15.08.2010
Barabfindung nach Squeeze-out der Minderheitsaktionäre zu gering?
Der Bundesgerichtshof hatte in einem Fall zu entscheiden, in dem Minderheitsaktionäre die ihnen im Rahmen des Squeeze-out angebotene Barabfindung als zu gering erachteten und beantragen die Barabfindung für die ausgeschiedenen Aktionäre wegen der zwangsweisen Übertragung ihrer Aktien an die Hauptaktionärin zu erhöhen.
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15.08.2010
Rückgewähransprüche des Insolvenzverwalters bei Ausschüttungen im Rahmen eines Schneeballsystems
Der aus der Anfechtung von Ausschüttungen im Rahmen eines Schneeballsystems resultierende Rückgewähranspruch des Insolvenzverwalters erstreckt sich nicht auf Auszahlungen, mit denen - etwa nach einer Kündigung der Mitgliedschaft in der Anlegergemeinschaft - vom Anleger erbrachte Einlagen zurückgewährt worden sind. Dies hat der Bundesgerichtshof entschieden.
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01.08.2010
Aufklärung über sog. Rückvergütungen (Kick-Backs) auch bei Lebensversicherungen
Eine Bank muss einen Anleger bei Vermittlung einer Lebensversicherung als Kapitalanlage innerhalb eines Beratungsvertrages entsprechend der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs zu sog. Rückvergütungen (Kick-Backs) über die aus den von der Versicherungsgesellschaft deklarierten Kosten gezahlten Vermittlungspovisionen aufklären. Dies hat das Landgericht Heidelberg entschieden.
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01.08.2010
Prognostizierte künftige Entwicklung der Mieten muss auf tatsächlichen Erfahrungswerten der Vergangenheit beruhen
Wird in dem Emissionsprospekt eines geschlossenen Immobilienfonds erklärt, die dort prognostizierte, für die Rentabilität des Fonds maßgebliche künftige Entwicklung der Mieten beruhe "auf Erfahrungswerten der Vergangenheit", obwohl den Prospektverantwortlichen keine Erkenntnisse darüber vorlagen, dass in der Vergangenheit bei vergleichbaren Objekten unter entsprechenden äußeren Umständen Mietzuwächse in der prognostizierten Höhe erzielt werden konnten, rechtfertigt das die Annahme eines zur Haftung wegen Verschuldens bei Vertragsschluss führenden Prospektfehlers. Dies hat der Bundesgerichtshof entschieden.
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25.07.2010
Widerruf eines Gesellschaftsbeitritts nach dem Haustürwiderrufsgesetz
Der Bundesgerichtshof hat eine Entscheidung auf Grundlage eines Urteils des Europäischen Gerichshofs getroffen, wonach von außerhalb von Geschäftsräumen geschlossenen Verträgen (Haustürgeschäfte-RL) grundsätzlich auf den Beitritt zu einer Personengesellschaft anwendbar ist, wenn der Zweck eines solchen Beitritts vorrangig nicht darin besteht, Mitglied dieser Gesellschaft zu werden, sondern Kapital anzulegen.
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18.07.2010
Höhe einer Barabfindung für Aktionäre kann auch geschätzt werden
Übernimmt ein Mehrheitsaktionär die Aktien von Minderheitsaktionären, so darf das angerufene Gericht die Höhe der zu zahlenden Abfindung je Aktie schätzen. Dies hat das Landgericht Hannover entschieden und ist hierin durch das Oberlandesgericht Celle bestätigt worden. Eine Schätzung sei dann zulässig, wenn sich alle Beteiligten bis auf einen einzelnen Minderheitsaktionär über die Höhe der Abfindungszahlung einig sind, so das Gericht.
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18.07.2010
Besserer Schutz vor Lockvogelangeboten
Seit dem 11. Juni 2010 werden Kreditnehmer besser als bisher vor unseriösen Lockvogelangeboten geschützt. Sie erhalten mehr Informationen und können so Kreditangebote besser miteinander vergleichen. Außerdem werden die Widerrufs- und Rückgaberechte bei Verbraucherverträgen vereinheitlicht. Dies teilt das Bundesministerium der Justiz mit.
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18.07.2010
BaFin untersagt der eBank 24 Corporation das Betreiben von Bankgeschäften sowie das Erbringen von Finanzdienstleistungen und Zahlungsdiensten und ordnet die Abwicklung an
Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat der eBank 24 Corporation, Mutsamudu, Anjouran, Komoren, am 19. Mai 2010 das Betreiben von Bankgeschäften, insbesondere des Einlagengeschäfts, sowie das Erbringen von Finanzdienstleistungen und Zahlungsdiensten untersagt. Ferner hat sie die unverzügliche Abwicklung des unerlaubt betriebenen Einlagengeschäfts angeordnet. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht hat zudem gegen den Vorstand und alleinigen Anteilseigner, Herrn Arthur Hartl, als Organ der eBank 24 Corporation mit Bescheid vom selben Tag eine entsprechende Untersagungsverfügung und Abwicklungsanordnung erlassen.
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18.07.2010
Aufklärung über Totalverlustrisiko einer Unternehmensbeteiligung (Medienfonds) im Prospekt ausreichend
Zur Aufklärung über das Totalverlustrisiko einer Unternehmensbeteiligung (Medienfonds) kann es genügen, dem Anleger rechtzeitig vor Vertragsabschluss einen Prospekt zu überlassen, wenn darin die nötigen Informationen wahrheitsgemäß und verständlich enthalten sind. Dies hat das Oberlandesgericht Stuttgart entschieden. Bei der Frage der Aufklärungspflicht eines Anlageberaters über die ihm in Folge der Vermittlung zustehenden Vergütungen sei zwischen normalen Vertriebsprovisionen (Innenprovisionen) und Rückvergütungen zu unterscheiden. Nur letztere seien auch unterhalb der vom BGH festgesetzten Schwelle (Innenprovision mehr als 15% der Beteiligungssumme) aufklärungspflichtig.
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18.07.2010
Unter bestimmten Umständen keine Aufklärung des Anlegers über KickBackZahlung notwendig
Der Anleger muss über die genaue Höhe (6 % der Nominaleinlage) der von der Fondsgesellschaft aus Ausgabeaufschlägen und Verwaltungskosten an die Bank gezahlten Rückvergütung dann nicht explizit aufgeklärt werden, wenn dieser aufgrund einer Vereinbarung mit der Bank einen Anteil der Rückvergütung (4 % des investierten Eigenkapitals) erhält, die Größenordnung der an die Bank fließenden KickBackZahlung also in etwa kennt und deshalb deren Umsatzinteresse einzuschätzen vermag. Dies hat das Oberlandesgericht Celle entschieden.
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18.07.2010
Scheinrenditen aus Schneeballsystem sind zu versteuern
Nach einem Urteil des Bundesfinanzhofs unterliegen Gutschriften aus Schneeballsystemen bereits dann der Einkommensteuer, wenn der Betreiber des Systems im Zeitpunkt der Gutschrift zur Auszahlung bereit und in der Lage gewesen wäre. Aus der Ablehnung eines sofortige Auszahlungswunsches und Verhandlungen über andere Zahlungsmodalitäten kann allerdings auf fehlende Zahlungsbereitschaft geschlossen werden. Damit hat der Bundesfinanzhof seine Rechtsprechung zum Zufluss von sog. "(Schein-)Renditen" aus betrügerischen Schneeballsystemen einerseits bestätigt, andererseits aber auch eingegrenzt.
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11.07.2010
Revision der Staatsanwaltschaft im Strafverfahren gegen Alexander Falk u. a. teilweise erfolgreich
Das Landgericht Hamburg hat den ehemaligen Verwaltungsratsvorsitzenden des Schweizer Unternehmens Distefora Holding AG Alexander Falk nach einer über drei Jahre dauernden Hauptverhandlung wegen versuchten Betruges in Tateinheit mit unrichtiger Darstellung gemäß des Aktiengesetzes und mit Beihilfe zur unrichtigen Darstellung der Verhältnisse einer Kapitalgesellschaft im Jahresabschluss gemäß des Handelsgesetzbuches zu einer Freiheitsstrafe von vier Jahren verurteilt. Daneben hat es vier Mitangeklagte, die ebenfalls in diesem Unternehmen oder in Tochtergesellschaften beschäftigt waren, wegen Beteiligung an diesen Taten, zwei der Mitangeklagten zudem wegen Steuerhinterziehung, verurteilt. Es hat insoweit eine Gesamtfreiheitsstrafe von zwei Jahren und sechs Monaten sowie zwei zur Bewährung ausgesetzte Gesamtfreiheitsstrafen von je zwei Jahren und eine Freiheitsstrafe von acht Monaten verhängt, die es ebenfalls zur Bewährung ausgesetzt hat.
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02.07.2010
Klageabweisung gegen HUGO BOSS AG bestätigt
Der Bundesgerichtshof hatte im Fall von klagenden Aktionären zu entscheiden, die sich gegen die im Mai 2008 auf der Hauptversammlung der beklagten HUGO BOSS AG gefassten Beschlüsse über die Verwendung des Bilanzgewinns, über die Entlastung des Aufsichtsrats und gegen den festgestellten Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2007 wenden.
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02.07.2010
Bestätigung der Nichtigkeit der Hauptversammlungsbeschlüsse der Deutschen Bank im Jahr 2008 wegen fehlerhafter Einladung
Das Oberlandesgericht Frankfurt am Main hat die Berufung der Deutschen Bank AG gegen ein Urteil des Landgerichts Frankfurt am Main zurückgewiesen, in dem festgestellt wurde, dass die auf der Hauptversammlung am 29.5.2008 gefassten Beschlüsse nichtig sind.
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17.06.2010
BaFin veröffentlicht Rundschreiben MaComp
Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat ein Rundschreiben veröffentlicht, in dem sie ihre bisherigen Auslegungen zu den Wohlverhaltenspflichten des Wertpapierhandelsgesetzes (WpHG) zusammenfasst und durch neue Regelungen ergänzt.
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17.06.2010
Reisekosten eines Unternehmers für die Teilnahme an offiziellen Reisen von Regierungsmitgliedern und am World Economic Forum können abziehbar sein
Nimmt ein Unternehmer an offiziellen Delegationsreisen von Regierungsmitgliedern und am World Economic Forum teil, so können die dafür anfallenden Reisekosten als Betriebsausgaben abziehbar sein. Dies hat der Bundesfinanzhof entschieden.
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04.06.2010
Anfechtungsklagen gegen Beschlüsse der Porsche-Hauptversammlung zurückgewiesen
Das Landgericht Stuttgart hat die Anfechtungsklage der Aktionärinnen Protagon Capital GmbH und Verbraucherzentrale für Kapitalanleger e.V. (Vzfk) gegen Beschlüsse der Hauptversammlung der beklagten Porsche Automobil Holding SE vom 30.01.2009 abgewiesen.
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04.06.2010
Schadensersatzklage gegen eine Bank wegen Anlageberatung
Das Oberlandesgericht Koblenz verhandelt derzeit in einem Fall, in dem eine Anlegerin ein Kreditinstitut auf Schadensersatz in Höhe von rund 158.000 Euro in Anspruch nimmt.
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04.06.2010
Verurteilung von zwei Gründungsgesellschafterinnen eines geschlossenen Immobilienfonds zum Schadensersatz
Das Landgericht München I hat zwei der Gründungsgesellschafterinnen eines geschlossenen Immobilienfonds mit Fondsobjekten in Bayern und Berlin in insgesamt vier Fällen zum Schadensersatz verurteilt.
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28.05.2010
Strafbefreiende Selbstanzeige nur bei Rückkehr zur Steuerehrlichkeit
Das Landgericht München II hatte den Angeklagten wegen Steuerhinterziehung und Betruges in mehreren Fällen zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von sieben Jahren verurteilt. Der Bundesgerichtshof hat diese Entscheidung bestätigt.
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21.05.2010
BaFin untersagt ungedeckte Leerverkäufe und ungedeckte CDS auf Staatsanleihen der Eurozone
Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat ungedeckte Leerverkäufe von Schuldtiteln von Staaten der Eurozone, die an einer inländischen Börse zum Handel im regulierten Markt zugelassen sind, vorübergehend untersagt.
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21.05.2010
Hinweis der BaFin zu unbefugt erteilten Wertpapierorders
Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) weist darauf hin,dass es in jüngster Zeit zu Wertpapiergeschäften gekommen ist, die nicht von den berechtigten Personen in Auftrag geben wurden. Dies betrifft insbesondere Geschäfte in illiquiden ausländischen Freiverkehrswerten.
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21.05.2010
Kein Schadensersatz für Lehman-Zertifikate
Das Oberlandesgericht Dresden hat die Schadensersatzklage eines Anlegers abgewiesen, der Anfang 2007 Zertifikate von Lehman-Brothers erworben hatte, die später infolge der Insolvenz der damals viertgrößten US-Investmentbank wertlos geworden waren.
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21.05.2010
Schadensersatzhaftung einer Bank bei Vertrieb von Medienfonds wegen fehlender Aufklärung über Rückvergütungen ('Kickback')
Das Oberlandesgericht Karlsruhe hat in acht Fällen entschieden, dass eine beratende Bank, die selbst Medienfonds vertreibt, dem Anleger auf Schadensersatz haftet, weil sie ihn nicht über ihr zufließende Rückvergütungen aufgeklärt hat und der Fonds im Prospekt unzutreffend als "Garantiefonds" bezeichnet worden ist.
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16.05.2010
Bundesgerichtshof hebt die Verurteilung des ehemaligen Vorstandsvorsitzenden der MobilCom AG auf
Das Landgericht Kiel hat den Angeklagten Schmid wegen Bankrotts in drei Fällen zur Gesamtfreiheitsstrafe von einem Jahr und neun Monaten verurteilt, deren Vollstreckung zur Bewährung ausgesetzt und ausgesprochen, dass wegen eines Verstoßes gegen das Gebot zügiger Verfahrenserledigung fünf Monate der Strafe als verbüßt gelten. Der Bundesgerichtshof hat dieses Urteil aufgehoben.
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09.05.2010
Erste Gerichtsverhandlung in englischer Sprache in OLG-Bezirk Köln
In der Kalenderwoche 19 wird im Oberlandesgerichts-Bezirk Köln im Landgericht Bonn das erste Mal eine Gerichtsverhandlung in englischer Sprache geführt werden. Dies teilt das Landgericht Bonn mit.
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09.05.2010
Das Kleingedruckte und die Beweislast
Das Landgericht hatte im vergangenen Jahr rund 250 Verfahren zu entscheiden, in denen Schadensersatzansprüche gegen die beratenden Banken oder Sparkassen geltend gemacht wurden. Allerdings: Die mediale Darstellung spiegelt die realistischen Chancen auf Durchsetzung der Ansprüche nicht immer zutreffend wieder. In keinem der Fälle, die das Gericht im Zusammenhang mit der Lehman-Pleite bislang zu entscheiden hatte, konnten die Anleger ihrer Bank oder Sparkasse eine Pflichtverletzung nachweisen. Ein solcher Nachweis aber ist Voraussetzung für einen Schadensersatzanspruch. Denn: Grundsätzlich trägt der Kunde die Darlegungs- und Beweislast, dass eine Bank gegen ihre Aufklärungs- und/oder Beratungspflicht verstoßen hat.
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09.05.2010
BaFin untersagt der 4Future-Capital GmbH das unerlaubte Betreiben des Einlagengeschäfts
Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat der 4Future-Capital GmbH das unerlaubte Betreiben des Einlagengeschäfts untersagt. Ferner hat sie die unverzügliche Abwicklung der unerlaubt betriebenen Geschäfte angeordnet. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht hat außerdem Herrn Rechtsanwalt Marco Rath am 26. Januar 2010 die weitere Tätigkeit als Treuhänder, mit der er in die unerlaubte Geschäftstätigkeit der 4Future-Capital GmbH einbezogen ist, untersagt.
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09.05.2010
Bundesverwaltungsgericht bestätigt Untersagungsverfügung gegen die K1 Invest GbR und verweist Rechtsstreit mit der K2 Invest GbR an den Hessischen Verwaltungsgerichtshof zurück
Das Bundesverwaltungsgericht hat ein Urteil des Hessischen Verwaltungsgerichtshofs aufgehoben. Damit hat das Bundesverwaltungsgericht die Untersagungsverfügung der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht gegen die K1 Invest GbR letztinstanzlich bestätigt. Zugleich hat das Gericht den Rechtsstreit in der Sache der K2 Invest GbR zur anderweitigen Verhandlung und Entscheidung an den Hessischen Verwaltungsgerichtshof zurückgewiesen.
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30.04.2010
Lehman-Zertifikate und Bankenhaftung
In den ähnlich gelagerten Schadensersatzprozessen zweier Anleger gegen die Hamburger Sparkasse wegen des Erwerbs von Lehman-Zertifikaten hat das Hanseatische Oberlandesgericht im Berufungsverfahren die Urteile des Landgerichts Hamburg abgeändert und die Klagen abgewiesen.
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25.04.2010
Zur Zinsberechnung in Prämiensparverträgen bei unwirksamer Zinsänderungsklausel
Der Bundesgerichtshof hat entschieden, dass Sparern bei Unwirksamkeit der Zinsänderungsklausel in einem Prämiensparvertrag kein einseitiges Leistungsbestimmungsrecht zur Zinsanpassung zusteht, sondern die Lücke im Wege einer objektivierten, von den Besonderheiten des Einzelfalls losgelösten ergänzenden Vertragsauslegung zu schließen ist.
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25.04.2010
Keine Prozesskostenhilfe für sog. 'räuberischen Aktionär'
Das Landgericht Hannover hat sich mit der Frage befasst, ob für einen sog. "räuberischen Aktionär" Prozesskostenhilfe zu bewilligen ist.
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25.04.2010
Verstoß gegen Europarecht bei Übernahme der HRE durch den Bund ?
Das Landgericht München I hat sich mit der Frage beschäftigt, ob der Bund bei der Übernahme der Hypo Real Estate (HRE) gegen Europarecht verstoßen hat.
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25.04.2010
Auskunftspflichten des Anlagevermittlers
Bei einer Kapitalanlage in einem Immoblienfonds kommt der Anlagevermittler seinen Auskunftspflichten dann nach, wenn er rechtzeitig vor Beitritt dem Anleger den Emmissionsprospekt überlässt, aus dem sich alle notwendigen Angaben ergeben und die Risiken umfassend sowie wertneutral beschrieben werden. Dies hat das Oberlandesgericht Frankfurt entschieden.
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25.04.2010
Landgericht München I weist Klage gegen eine Anlagevermittlerin ab
Das Landgericht München I hat die Klage zweier Anleger gegen ein bundesweit tätiges Finanzdienstleistungsunternehmen abgewiesen.
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11.04.2010
Bislang keine Anhaltspunkte für massive Spekulation gegen griechische Anleihen
Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat - entgegen anders lautender Berichterstattung - bislang keine Anhaltspunkte dafür gefunden, dass in jüngster Zeit verstärkt Kreditderivate, sogenannte Credit Default Swaps (CDS), zur Spekulation gegen griechische Staatsanleihen genutzt worden sind.
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11.04.2010
BaFin führt Transparenzsystem für Netto-Leerverkaufspositionen ein
Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat eine Allgemeinverfügung erlassen, wonach Marktteilnehmer der BaFin Netto-Leerverkaufspositionen in ausgewählten Finanztiteln ab einer Schwelle von 0,2 % mitteilen und ab 0,5 % veröffentlichen müssen.
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11.04.2010
Blumental Bank ist kein zugelassenes Kreditinstitut
Der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) liegen Erkenntnisse vor, wonach ein als „Blumental Bank“ agierendes Unternehmen - Geschäftsführer ist ein Herr Otto Blumental - schriftlich potenzielle Interessenten in Deutschland kontaktiert.
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11.04.2010
Von Banken kann Vorlage von Kontoauszügen eines Kunden erst nach vorherigem Auskunftsersuchen verlangt werden
Der Bundesfinanzhof (BFH) hat entschieden, dass ein Finanzamt (FA) im Besteuerungsverfahren eines Bankkunden von der Bank im Regelfall erst dann die Vorlage von Kontoauszügen verlangen darf, wenn die Bank eine zuvor geforderte Auskunft über das Konto nicht erteilt hat, die Auskunft unzureichend ist oder Bedenken gegen ihre Richtigkeit bestehen.
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11.04.2010
Zur Zulässigkeit einer Zwangsvollstreckung aus einer Unterwerfungserklärung für den Zessionar einer Sicherungsgrundschuld
Der Bundesgerichtshof hatte über die Wirksamkeit einer formularmäßigen Unterwerfung unter die sofortige Zwangsvollstreckung in einer notariellen Grundschuldbestellungsurkunde zu entscheiden.
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26.03.2010
Zur Anwendbarkeit des Kreditwesengesetzes und des Auslandinvestmentgesetzes auf den Kauf von Aktien einer Gesellschaft türkischen Rechts
Der Bundesgerichtshof hat das Schadensersatzverlangen eines Erwerbers türkischer Aktien zurückgewiesen.
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26.03.2010
Zur Prospekthaftung bei geschlossenen Immobilienfonds der GEHAG in Berlin
Der Bundesgerichtshof hatte in einem Fall zu entscheiden, ob einer Anlegerin wegen Prospektmängeln u. a. Ersatz ihrer Einlage und Freistellung von der quotalen Haftung für das von der Fonds-Gründungsgesellschaft aufgenommene Bankdarlehen zusteht.
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26.03.2010
Zur Verfassungsmäßigkeit der rückwirkenden Neuregelung verdeckter Sacheinlagen durch das MoMiG
Der Bundesgerichtshof hält die rückwirkende Anwendung der 2008 reformierten Regeln über die verdeckte Sacheinlage nicht für verfassungswidrig.
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26.03.2010
Geplanter Gesetzentwurf zur Stärkung des Anlegerschutzes und Verbesserung der Funktionsfähigkeit des Kapitalmarktes
Vor dem Hintergrund, dass Vertrauen in die Integrität und Funktionsfähigkeit der Finanzmärkte große Bedeutung zukommt, wird das Bundesministerium der Finanzen (BMF) einen Gesetzentwurf zur Stärkung des Anlegerschutzes und Verbesserung der Funktionsfähigkeit des Kapitalmarktes erstellen. Ziel ist es, die bestehenden Vorschriften zu ergänzen, um den Privatanlegern bessere Informationen zu ermöglichen und Aufsicht, Unternehmen und professionellen Marktteilnehmern ein zutreffendes Bild über das Marktgeschehen zu vermitteln. Weiterhin sollen Risiken aus spekulativen Geschäften verringert werden.
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26.03.2010
Entgelt eines Kapitalanlegers für die Auswahl zwischen Gewinnstrategien des Verwalters ist nicht als Werbungskosten abziehbar
Der Bundesfinanzhof hat entschieden, dass Entgelte an Vermögensverwalter, die Kapitalanleger neben den im Übrigen zu zahlenden Verwaltungsgebühren für die Auswahl zwischen mehreren Gewinnstrategien des Verwalters zu zahlen haben, zu den Anschaffungskosten der erworbenen Kapitalanlagen gehören und deshalb nicht den sofort abziehbaren Werbungskosten bei den Einkünften aus Kapitalvermögen zuzurechnen sind.
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12.03.2010
Ausländische Brokerfirma haftet wegen Beteiligung an dem sittenwidrigen Geschäftsmodell eines inländischen Terminoptionsvermittlers
Der Bundesgerichtshof hat den von einer deutschen Anlegerin gegen eine Brokerfirma mit Sitz im US-Bundesstaat New Jersey geltend gemachten Schadensersatzanspruch wegen Verlusten aus Optionsgeschäften an US-amerikanischen Börsen bejaht.
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12.03.2010
Rücknahme der Rechtsbeschwerde nach der Entscheidung des Bundesgerichtshofs zur Bestellung eines Sonderprüfers bei der IKB
Der Bundesgerichtshof hat einen Eilantrag der IKB Deutsche Industriebank AG (IKB) als unzulässig verworfen, mit dem die IKB das Tätigwerden eines vom Landgericht Düsseldorf im Verfahren bestellten Sonderprüfers einstweilen verhindern wollte.
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12.03.2010
Bank zu Schadensersatz wegen Zinsswap-Verträgen verurteilt
Das Oberlandesgericht Stuttgart hat ein deutsches Kreditinstitut verurteilt, an einen Bankkunden Schadensersatz in Höhe von über 1,5 Millionen Euro zu zahlen.
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12.03.2010
BaFin veröffentlicht Rundschreiben zur Werbung
Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat ein Rundschreiben zur Werbung von Wertpapierdienstleistungsunternehmen veröffentlicht. Sie konkretisiert damit die durch das Finanzmarktrichtlinie-Umsetzungsgesetz neu gefassten Vorschriften des Wertpapierhandelsgesetzes.
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27.02.2010
Britische Muttergesellschaft der insolventen Vatas Holding GmbH haftet für Forderung der Norddeutschen Landesbank gegen Vatas
Die britische Muttergesellschaft Sapinda International Ltd. der insolventen Vatas Holding GmbH muss für eine Forderung der Norddeutschen Landesbank gegen die Vatas aus Aktiengeschäften einstehen. Dies hat das Landgericht Berlin entschieden und Sapinda zur Zahlung in Höhe von 1 Mio. EUR verurteilt.
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27.02.2010
Oberlandesgericht untersagt Schätzgebühren in Darlehnsverträgen mit Privatkunden
Das Oberlandesgericht Düsseldorf hat auf eine Klage der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen e. V. entschieden, dass eine Volksbank bei der Vergabe von Krediten an Privatkunden in ihren Allgemeinen Geschäftsbedingungen keine Schätz- oder Besichtigungsgebühr erheben darf.
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27.02.2010
Kreditinstitute sind nicht verpflichtet, ihre Preis- und Leistungsverzeichnisse Verbraucherschutzverbänden zur Verfügung zu stellen
Der Bundesgerichtshof hat entschieden, dass Kreditinstitute nicht verpflichtet sind, ihre Preis- und Leistungsverzeichnisse Verbraucherschutzverbänden zur Verfügung zu stellen.
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27.02.2010
Oberlandesgericht Frankfurt am Main bestätigt Schadensersatzanspruch eines 'Lehman-Geschädigten'
Das Oberlandesgericht Frankfurt am Main hat den Schadensersatzanspruch eines Anlegers gegen eine Sparkasse bestätigt, die ihm im August 2007 am Telefon den Erwerb von sog. "Lehman-Zertifikaten" im Wert von 7.000,- € empfohlen hatte. Das Oberlandesgericht bestätigte damit die vorausgegangene Entscheidung des Landgerichts und wies die Berufung der Sparkasse zurück. Die beklagte Sparkasse müsse sich - jedenfalls in diesem speziellen Fall - eine Verletzung ihrer Aufklärungspflicht vorwerfen lassen.
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27.02.2010
Kein Hauptverfahren vor dem Landgericht Berlin wegen des Vorwurfs unrichtiger Bilanzangaben im 'Bankgesellschaftskomplex'
Die Art und Weise der Verbuchung von Mietgarantiegebühren in den Jahresabschlüssen der Immobilien- und Baumanagement der Bankgesellschaft Berlin GmbH (IBG) für die Jahre 1998 und 1999 wird aus Rechtsgründen nicht zu einem strafrechtlichen Hauptverfahren vor dem Landgericht Berlin führen. Das Kammergericht hat die Entscheidung des Landgerichts vom 31. März 2008 bestätigt, das Hauptverfahren gegen Geschäftsführer und Aufsichtsratsmitglieder der IBG, den Abschlussprüfer sowie dessen Gehilfen nicht zu eröffnen.
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27.02.2010
Urteil zur Haftung einer Bank wegen behaupteter Falschberatung
Das Landgericht Oldenburg hatte über eine Schadensersatzklage eines Kunden gegen ein regionales Kreditinstitut zu entscheiden. Das Landgericht hat die auf Zahlung von Schadensersatz in Höhe von ca. 15.600,- EUR gerichtete Klage abgewiesen.
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27.02.2010
Mit Selbstverpflichtungserklärung des Finanzsektors erfolgt weiterer Schritt zur nationalen Umsetzung der G20-Standards
Im Rahmen einer Erklärung haben sich acht große deutsche Banken und die drei größten deutschen Versicherungsunternehmen dazu verpflichtet, ihre Vergütungssysteme am nachhaltigen Geschäftserfolg auszurichten. Die Selbstverpflichtungserklärungen folgen damit - im Vorgriff auf erweiterte aufsichtsrechtliche Pflichten - den auf G20-Ebene vereinbarten Prinzipien für nachhaltige Vergütungssysteme und darauf aufbauenden konkreten Vorgaben des Financial Stability Boards (FSB).
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27.02.2010
Aufklärungspflicht einer Bank zu Rückvergütungen
Eine Bank ist verpflichtet, Kunden über Rückvergütungen (kickback Zahlungen), die ihr durch den Verkauf einer Fondsbeteiligung zufließen, aufzuklären. Dies hat das Oberlandesgericht Celle entschieden.
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14.02.2010
Verspekuliert: Rückwirkende Einbeziehung von Gebäuden in Spekulationsgewinn
Das Finanzgericht Münster hält die für Grundstücksveräußerungen nach dem 31. Dezember 1998 geltende Änderung des § 23 Abs. 1 Nr. 1 Satz 2 EStG durch das Steuerbereinigungsgesetz vom 22. Dezember 1999 für verfassungswidrig. Es hat daher das finanzgerichtliche Verfahren in einem Beschluss vom 17. August 2009 ausgesetzt und die Frage der Verfassungswidrigkeit der die Rückwirkung vorsehenden Anwendungsregelung dem Bundesverfassungsgericht vorgelegt.
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14.02.2010
Zertifikat UBS Stars Express: Hohe Verluste für Haspa-Kunden
Anleger des UBS Stars Express Zertifikats müssen mit einem fast vollständigen Verlust ihres Geldes rechnen. Das Zertifikat wurde jetzt vorzeitig und für die Anleger völlig überraschend gekündigt, teilt die Verbraucherzentrale Hamburg mit.
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14.02.2010
Musterfeststellungsanträge im Verfahren gegen Hypo Real Estate
Ein Anleger fordert von der Hypo Real Estate Schadensersatz in einer Höhe von über 320 Millionen Euro. Hierzu hat das Landgericht München I die mit den Parteien erarbeiteten Musterfeststellungsanträge in das Register des Elektronischen Bundesanzeigers (gerichtlicher Teil) eingestellt, in dem sie für jeden einsehbar sind.
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14.02.2010
Lehman-Zertifikate, Berufungsverhandlungen vor dem Hanseatischen Oberlandesgericht
In den Schadensersatzprozessen zweier Anleger gegen die Hamburger Sparkasse wegen des Erwerbs von Lehman-Zertifikaten verhandelt derzeit das Hanseatische Oberlandesgericht über die Berufungen der beklagten Sparkasse gegen die landgerichtlichen Urteile.
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14.02.2010
BaFin: Keine Anhaltspunkte für Marktmanipulation in Anleihen
Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat keine Manipulationen der Jahrsschlusskurse 2008 von Unternehmensanleihen an der Frankfurter Wertpapierbörse feststellen können. Das teilte die Behörde, die den Vorgang seit April geprüft hat, am Montag mit.
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14.02.2010
BaFin erneuert Hinweis zu Umtauschangeboten an Inhaber von Aktien, Zertifikaten und Fondsanteilen
Nach Informationen der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht unterbreitet eine Gruppe von Personen über den elektronischen Bundesanzeiger wieder verstärkt Angebote zum Umtausch in Aktien von Gesellschaften, die von ihr beherrscht werden. Die Angebote richten sich vielfach an von der Finanzkrise verunsicherte Inhaber von Aktien, Zertifikaten und Fondsanteilen. Die Adressaten sollen dazu gebracht werden, ihre Anteile gegen Anteile von Unternehmen zu tauschen, deren Werthaltigkeit zumindest zweifelhaft ist.
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14.02.2010
Verjährung von Prospekthaftungsansprüchen
Der Bundesgerichtshof hat entschieden, dass Prospekthaftungsansprüche im engeren Sinn wegen fehlerhafter Angaben in Prospekten, die seit dem Inkrafttreten des Vierten Finanzmarktförderungsgesetzes am 1. Juli 2002 veröffentlicht wurden, in einem Jahr seit dem Zeitpunkt, in dem der Gesellschafter von dem Prospektfehler Kenntnis erlangt verjähren. Sie verjähren spätestens drei Jahre nach dem Abschluss des Gesellschafts- oder Beitrittsvertrages.
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14.02.2010
Kein Halbabzugsverbot bei fehlenden Beteiligungseinkünften
Der Abzug von Erwerbsaufwand (z.B. Betriebsvermögensminderungen, Anschaffungskosten oder Veräußerungskosten) im Zusammenhang mit Einkünften aus privaten Kapitalbeteiligungen ist jedenfalls dann nicht durch das Abzugsverbot begrenzt, wenn der Steuerpflichtige keinerlei durch seine Beteiligung vermittelte Einnahmen erzielt hat. Das entschied der Bundesfinanzhof.
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05.02.2010
Bundesgerichthof bestätigt Verurteilung wegen Geldwäsche in der Variante des 'Sich-Verschaffens'
Der Bundesgerichtshof hat auf die Revisionen der unter anderem wegen Anstiftung zur Untreue in zwei Fällen jeweils in Tateinheit mit Geldwäsche verurteilt Angeklagten, mit denen sie die Verletzung materiellen und - mit Ausnahme eines Angeklagten - auch formellen Rechts beanstandet hatten, den Schuldspruch der Geldwäsche teilweise und den der Anstiftung zur Untreue bzw. der Untreue vollumfänglich bestätigt.
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30.01.2010
Schadensersatz bei Immobilienfonds
Das Landgericht München I hat die Rechtsnachfolgerin einer Genossenschaftsbank, die die Beteiligung vieler Anleger an einem Immobilienfonds finanzierte, dazu verurteilt, an die klagenden Anleger, die ihre Beteiligung über die Rechtsvorgängerin der Bank finanziert hatte, sämtliche seit 1997 gezahlten Zins- und Tilgungsraten zurückzuzahlen und diese darüber hinaus von den Restverbindlichkeiten aus dem Finanzierungsdarlehen freizustellen. Dieses wird mittlerweile von einer dritten Bank geführt.
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30.01.2010
Der Europäische Gerichtshof legt die Richtlinie über Insider-Geschäfte aus
Die Richtlinie des Europäischen Parlaments und des Rates über Insider-Geschäfte und Marktmanipulation soll diese mit dem Ziel bekämpfen, die Integrität der Finanzmärkte zu schützen und das Vertrauen der Anleger zu stärken. Zu dieser Richtlinie äußerte sich der Gerichtshof in einem Verfahren.
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30.01.2010
Durchsuchungen wegen Verdachts der schweren Untreue mit Schadenssumme in Millionenhöhe
Wegen des Verdachts der Untreue in einem besonders schweren Fall durchsuchten Vertreter der Staatsanwaltschaft Stuttgart und rund 240 Einsatzkräfte des LKA, der Landespolizei und der Bereitschaftspolizei die Hauptverwaltung eines großen Kreditinstituts in Stuttgart sowie zehn Privatwohnungen. Die Staatsanwaltschaft Stuttgart wirft sieben amtierenden und ehemaligen Vorstandsmitgliedern des Kreditinstituts vor, das Vermögen der Bank pflichtwidrig durch Geschäfte mit US-Hypothekenanleihen gefährdet oder geschädigt zu haben.
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23.01.2010
Verurteilung wegen gemeinschaftlichen Betrugs von Anlegern
Das Landgericht Nürnberg-Fürth hat den Angeklagten Sch. (42 Jahre) wegen Betrugs in 1889 tateinheitlichen Fällen zu einer Freiheitsstrafe von 5 Jahren und 3 Monaten, den Angeklagte D. (52 Jahre) wegen Betrugs in 1056 tateinheitlichen Fällen unter Einbeziehung eines anderen rechtskräftigen Urteils zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von 4 Jahren und 6 Monaten und den Angeklagten M. (45 Jahre) wegen Betrugs in 1898 tateinheitlichen Fällen zu einer Freiheitsstrafe von 3 Jahren und 3 Monaten verurteilt. Dem Urteil ist eine tatsächliche Verständigung zwischen den Verfahrensbeteiligten vorausgegangen.
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16.01.2010
Bundesgerichtshof entscheidet zur Pflicht des Anlageberaters, die Wirtschaftspresse im Hinblick auf für die von ihm vertriebenen Anlageprodukte relevante Pressemitteilungen zeitnah durchzusehen.
Ein Anlageberater, der sich in Bezug auf eine bestimmte Anlageentscheidung als kompetent geriert, hat sich aktuelle Informationen über das Anlageobjekt zu verschaffen, das er empfehlen will. Dazu gehört auch die Auswertung vorhandener Veröffentlichungen in der Wirtschaftspresse, so der Bundesgerichtshof. Bei einer privaten Anleihe müsse der Anlageinteressent danach über zeitnahe und gehäufte negative Berichte in der Börsenzeitung, der Financial Times Deutschland, dem Handelsblatt und der Frankfurter Allgemeinen Zeitung unterrichtet werden.
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23.12.2009
Bankberatung nach wie vor mangelhaft
Der kürzlich veröffentlichte Test der Stiftung Warentest zur Qualität der Anlageberatung ist ein weiterer Beleg für den dringenden Handlungsbedarf zur Festlegung klarer Spielregeln für die Anlageberatung. Dies teilt der Verbraucherzentrale Bundesverband mit.
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23.12.2009
Ein Verbraucherdarlehensvertrag und eine für diesen abgeschlossene Restschuldversicherung können verbundene Geschäfte bilden
Der Bundesgerichtshof hat entschieden, dass ein Darlehens- und ein Restschuldversicherungsvertrag verbundene Geschäfte bilden können. Diese Frage war bislang in der Rechtsprechung der Instanzgerichte und der rechtswissenschaftlichen Literatur unterschiedlich beurteilt worden.
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23.12.2009
`Falscher Zöllner` - Haftbefehl gegen einen 34 Jahre alten kroatischen Staatsangehörigen aus dem Raum Offenbach
Die Staatsanwaltschaft und die Kriminalinspektion Trier ermitteln seit dem Frühsommer gegen eine Gruppe unbekannter Personen wegen des Verdachts des gewerbs- und bandenmäßigen Betruges, der gewerbs- und bandenmäßigen Urkundenfälschung und der Amtsanmaßung.
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23.12.2009
IKB Deutsche Industriebank AG: Sonderprüfer soll mögliche Pflichtverletzungen von Vorstand und Aufsichtsrat prüfen
Das Oberlandesgericht Düsseldorf hat entschieden, dass das Landgericht Düsseldorf zu Recht einen Sonderprüfer für die IKB Deutsche Industriebank AG (IKB) bestellt hat. Der Sonderprüfer soll mögliche Pflichtverletzungen in Zusammenhang mit der Krise der Bank im Sommer 2007 aufklären.
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23.12.2009
Kreditinstitut zur Gutschrift nach Ausführung eines gefälschten Überweisungsauftrags verurteilt
Das Oberlandesgericht Koblenz hat ein Kreditinstitut dazu verurteilt, dem Girokonto einer Kundin einen Betrag von 40.000 € gutzuschreiben, der aufgrund eines gefälschten Überweisungsauftrags abgebucht worden war.
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13.12.2009
BaFin untersagt der Yesilada Bank Ltd., Nord-Zypern, sämtliche Bankgeschäfte, Finanzdienstleistungen und Zahlungsdienste in Deutschland
Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat der Yesilada Bank Ltd. mit Sitz in Nord-Zypern das Betreiben sämtlicher Bank- und Finanzdienstleistungsgeschäfte sowie Zahlungsdienste in Deutschland untersagt.
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13.12.2009
Keine Anrechnung der empfangenen Eigenheimzulage
Verlangt der Erwerber einer Immobilie großen Schadensersatz, so muss er sich die im Zusammenhang mit dem Erwerb empfangene Eigenheimzulage nicht im Wege der Vorteilsausgleichung anrechnen lassen. Dies hat der Bundesgerichtshof entschieden.
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13.12.2009
Keine Verpflichtung zur abstrakten Erläuterung von Rechtsvorschriften im Anlageprospekt
Wird im Anlageprospekt einer Publikums-KG darauf hingewiesen, dass nach § 172 Abs. 4 HGB die Kommanditistenhaftung wieder aufleben kann, besteht - dem Bundesgerichtshof zufolge - zu einer abstrakten Erläuterung dieser Rechtsvorschrift keine Verpflichtung.
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13.12.2009
Optimistische Erwartung der Entwicklung einer Kapitalanlage als Grundlage für eine Anlageempfehlung zulässig
Auch eine optimistische Erwartung der Entwicklung einer Kapitalanlage darf einer Anlageempfehlung zugrunde gelegt werden, wenn die diese Erwartung stützenden Tatsachen sorgfältig ermittelt sind und die darauf gestützte Prognose der künftigen Entwicklung aus damaliger Sicht vertretbar ist. Dies hat der Bundesgerichtshof entschieden. Darüber hinausgehende Risikoabschläge, die der einer Prognose innewohnenden Unsicherheit Rechnung tragen sollen, seien für eine angemessene Darstellung des Risikos der Anlage nicht erforderlich.
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22.11.2009
Einstweiliger Rechtschutz gegen zwei im Bereich der Windenergie tätige Gesellschaften betreffend die Herbeiführung von Gesellschafterbeschlüssen
Das Landgericht Itzehoe verhandelt derzeit zwei einstweilige Verfügungsverfahren, in denen ein Kommanditist gegen zwei Kommanditgesellschaften (KG) den Erlass von einstweiligen Verfügungen beantragt, mit denen der jeweiligen Gesellschaft u.a. untersagt werden soll, bei Meidung eines Ordnungsgeldes – ersatzweise Ordnungshaft – Gesellschafterbeschlüsse unter Verzicht auf die ordentliche Gesellschafterversammlung für das Geschäftsjahr 2008 im schriftlichen Verfahren herbeizuführen.
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22.11.2009
Oberlandesgericht untersagt Schätzgebühren in Darlehnsverträgen mit Privatkunden
Das Oberlandesgericht Düsseldorf hat auf eine Klage der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen e. V. entschieden, dass eine Volksbank bei der Vergabe von Krediten an Privatkunden in ihren Allgemeinen Geschäftsbedingungen keine Schätz- oder Besichtigungsgebühr erheben darf.
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22.11.2009
Aktionäre greifen Kapitalerhöhung der Hypo Real Estate Holding AG an
Mehrere Aktionäre der Hypo Real Estate Holding AG haben gegen den auf der außerordentlichen Hauptversammlung der Gesellschaft am 2. Juni 2009 gefassten Beschluss zu Tagesordnungspunkt 1 (Beschlussfassung über die Erhöhung des Grundkapitals) Anfechtungsklage vor dem Landgericht München I erhoben.
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22.11.2009
Lukrative Handelsgeschäfte ohne Risiko
Das Oberlandesgericht Dresden beschäftigt eine ungewöhnliche Geldanlageform, die für den Anleger eine hohe Rendite einbringt, obwohl sie scheinbar kein Risiko birgt.
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08.11.2009
Abtretung von Darlehensforderungen durch eine Sparkasse wirksam
Der Bundesgerichtshof hatte über die Wirksamkeit der Abtretung einer Darlehensforderung durch eine als Anstalt des öffentlichen Rechts organisierte Sparkasse zu entscheiden.
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08.11.2009
Rückabwicklung einer Fondsbeteiligung (hier: Medienfonds), Schadensminderungspflicht des Anlegers
Den Anleger trifft unter dem Gesichtspunkt der Schadensminderung keine Verpflichtung, den Emissionsprospekt nach Zeichnung der Kapitalanlage auf Widersprüche zu den Angaben des Anlageberaters zu untersuchen und seine auf den Fondsbeitritt gerichtete Willenserklärung innerhalb der Widerrufsfrist zu widerrufen. Dies hat das Oberlandesgericht Celle entschieden. Er dürfe vielmehr darauf vertrauen, vom dem Berater zutreffend informiert worden zu sein.
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08.11.2009
Keine Aufklärungspflicht über die eigene Gewinnmarge und über einen negativen Marktwert des Anlageprodukts
Das Oberlandesgericht Celle stellt fest, dass eine Bank im Rahmen der Anlageberatung nicht verpflichtet ist, den Kunden über ihre eigene Gewinnmarge und über einen negativen Marktwert des Anlageprodukts aufzuklären.
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08.11.2009
Pflicht, Kunden über Rückvergütungen (kickback Zahlungen) aufzuklären
Ein Wertpapierhandelsunternehmen ist verpflichtet, Kunden über Rückvergütungen (kickback Zahlungen), die dem Unternehmen durch den Verkauf einer Fondsbeteiligung zufließen, aufzuklären. Dies hat das Oberlandesgericht Celle entschieden. Dies soll auch beim Vertrieb konzerneigener Anlageprodukte gelten.
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08.11.2009
Rechtsprechung des Bundesgerichtshof zur Aufklärungspflichten einer Bank nicht übertragbar
Die Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs, wonach eine Bank im Rahmen eines Anlageberatungsvertrages über Rückvergütungen aufklären muss, ist nicht auf Verträgen mit „allgemeinen“ Anlageberatern übertragbar. Dies hat das Oberlandesgericht Celle entschieden.
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25.10.2009
BaFin untersagt 'Verein Zukunft neu' das Einlagengeschäft und ordnet die Abwicklung an
Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat dem Verein zur Förderung des persönlichen Lebensstandards und Wohlbefinden der Mitglieder („Verein Zukunft neu“), Wien/Österreich, das weitere Betreiben des Einlagengeschäfts in Deutschland untersagt. Ferner hat sie die unverzügliche Abwicklung der unerlaubt betriebenen Geschäfte angeordnet.
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25.10.2009
BaFin untersagt Herrn Zoltan Dinnjes das Einlagengeschäft und ordnet die Abwicklung an
Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat Herrn Zoltan Dinnjes, Birkenfeld, das weitere Betreiben des Einlagengeschäfts untersagt. Ferner hat sie die unverzügliche Abwicklung der unerlaubt betriebenen Geschäfte angeordnet.
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25.10.2009
Griechische Versicherungsaufsicht entzieht Aspis Pronoia A.E.G.A. die Erlaubnis wegen Insolvenz
Die griechische Versicherungsaufsicht P.I.S.C. hat der BaFin mitgeteilt, dass sie mit Beschluss vom 21. September 2009 dem Versicherer Aspis Pronoia A.E.G.A. (ASPIS PRONIA GENERAL INSURANCE COMPANY) die Erlaubnis zum Geschäftsbetrieb entzogen hat, da das Insolvenzverfahren eröffnet worden ist.
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25.10.2009
Hinweis der BaFin zum Kauf 'gebrauchter Lebensversicherungen'
Nach Erkenntnissen der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) sind am Markt verstärkt Unternehmen tätig, die Verbrauchern zum Zweck der Geldanlage anbieten, ihnen ihre Vermögensanlagen, insbesondere ihre Lebens- oder private Rentenversicherung („gebrauchte Lebensversicherung“), abzukaufen.
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25.10.2009
Verkauf und (Wieder-)Ankauf gleichartiger Wertpapiere am selben Tag zu unterschiedlichen Preisen grundsätzlich kein Gestaltungsmissbrauch
Werden Wertpapiere, die innerhalb der Jahresfrist des Einkommensteuergesetzes (EStG) mit Verlust veräußert werden, am selben Tage in gleicher Art und Anzahl, aber zu unterschiedlichem Kurs wieder gekauft, so liegt hierin kein Gestaltungsmissbrauch im Sinne der Abgabenordnung.
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04.10.2009
Die rechtzeitige Einreichung eines Güteantrages hemmt die Verjährung eines Schadensersatzanspruchs wegen fehlerhafter Anlageberatung
Dies hat der Bundesgerichtshof entschieden.
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20.09.2009
BaFin bestellt Abwickler für unerlaubte Einlagengeschäfte des Herrn Wolfgang Frenzel
Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat Herrn Rechtsanwalt Dr. Georg Bernsau mit der Abwicklung der unerlaubt betriebenen Einlagengeschäfte des Herrn Wolfgang Frenzel, Düsseldorf, betraut.
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06.09.2009
Emittent von Optionsscheinen kann Allgemeine Emissionsbedingungen nicht nach Belieben ändern
Klauseln in Allgemeinen Emissionsbedingungen, nach denen der Emittent von Optionsscheinen die Bedingungen ändern kann, soweit ihm dies angemessen und erforderlich erscheint, um dem wirtschaftlichen Zweck der Bedingungen gerecht zu werden, falls die Änderung dazu dienen soll, einen offensichtlichen Irrtum zu berichtigen, sind unwirksam. Dies hat der Bundesgerichtshof entschieden.
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06.09.2009
Widerrufsbelehrung darf beim Darlehensnehmer kein Missverständnis dahin wecken, der Verbraucher bleibe bei einem wirksamem Widerruf des finanzierten Geschäfts an den Darlehensvertrag gebunden
Sind Verbraucherdarlehensvertrag und finanziertes Geschäft verbundene Verträge, darf die dem Verbraucher erteilte Widerrufsbelehrung einem unbefangenen rechtsunkundigen Leser nicht den unzutreffenden Eindruck vermitteln, mit einem Widerruf könne er sich ausschließlich von den Bindungen des finanzierten Geschäfts lösen, nicht aber von den Bindungen des Darlehensvertrags. Dies hat der Bundesgerichtshof festgestellt.
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30.08.2009
HVB: Zwei Hauptversammlungsbeschlüsse nichtig
Im Streit um die Wirksamkeit zweier Beschlüsse der Hauptversammlung der HVB vom November 2008 hat das Landgericht München I sein Urteil verkündet: Die Beschlüsse wurden für nichtig erklärt.
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23.08.2009
BaFin und Bundesbank weisen Vorwürfe bzgl. der Täuschung der HRE-Aktionäre zurück
Der Präsident der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), Jochen Sanio, und der Präsident der Deutschen Bundesbank, Professor Axel Weber, haben die Vorwürfe der Bundestagsabgeordneten Axel Troost und Volker Wissing mit Verwunderung zur Kenntnis genommen. Die Behauptung des Bundestagsabgeordneten Troost, die Aktionäre der Hypo Real Estate (HRE) und die Öffentlichkeit seien getäuscht worden, und das auf Anweisung der Herren Sanio und Weber, entbehre jeder Grundlage und sei rechtlich unhaltbar.
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23.08.2009
Lehman Brothers: Insolvenzverfahren setzt Fristen für betroffene Verbraucher
Das zuständige New Yorker Insolvenzgericht hat nun die Fristen bekanntgegeben, innerhalb derer die Inhaber von Lehman-Zertifikaten ihre Forderungen in den USA anmelden müssen. Darauf weist der Verbraucherzentrale Bundesverband hin.
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23.08.2009
Schadensersatzklage gegen die Hypo Real Estate Holding AG
Vor dem Landgericht München I wird über eine weitere Schadensersatzklage gegen die Hypo Real Estate Holding AG verhandelt. Der Kläger fordert von der Hypo Real Estate über 200 Millionen Euro Schadensersatz. Er hat sich von verschiedenen Kapitalanlagefonds, die Aktien der Hypo Real Estate erworben hatten, Ansprüche gegen die Hypo Real Estate abtreten lassen.
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23.08.2009
BaFin untersagt Frau Christl Bludau das unerlaubt betriebene Einlagengeschäft und ordnet die Abwicklung an
Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat Frau Christl Bludau, Illerrieden, das weitere Betreiben des Einlagengeschäfts untersagt. Ferner hat sie die unverzügliche Abwicklung der unerlaubt betriebenen Geschäfte angeordnet.
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23.08.2009
Klage auf Rückabwicklung eines Zinsswap-Geschäfts in der 2. Instanz gescheitert
Das Oberlandesgericht Frankfurt am Main hat die Klage eines mittelständischen Unternehmens abgewiesen, mit der dieses die Rückabwicklung eines sog. "Zinsswap-Geschäftes" verlangt hatte. Das Oberlandesgericht änderte damit die vorausgegangene anderslautende Entscheidung des Landgerichts Frankfurt am Main ab.
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26.07.2009
Schadenersatzklagen von mehreren Anlegern gegen Hypo Real Estate Holding AG
Derzeit wird vor dem Landgericht München I über Schadenersatzklagen von mehreren Anlegern verhandelt, die Aktien der Hypo Real Estate Holding AG erworben haben. Die Anleger behaupten, dass die Ad-hoc-Mitteilung der Hypo Real Estate Holding AG vom 15. Januar 2008 verspätet kommuniziert worden sei.
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26.07.2009
BaFin weist Herrn Rainer Bardtke an, nachvollziehbare Berechnungen seiner Auskehrungsverpflichtungen vorzulegen
Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat Herrn Rainer Bardtke mit Verfügung vom 2. Juli 2009 zur Abwicklung des von ihm unerlaubt betriebenen Finanzkommissionsgeschäfts angewiesen, ihr Unterlagen vorzulegen, aus denen sich seine noch bestehenden Auskehrungsverpflichtungen nachvollziehbar ergeben.
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26.07.2009
BaFin untersagt Herrn Andreas Thomas das Einlagengeschäft und ordnet die Abwicklung an
Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat Herrn Andreas Thomas, Eisenberg, am 12. Mai 2009 aufgegeben, das von ihm unerlaubt betriebene Einlagengeschäft einzustellen und abzuwickeln.
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26.07.2009
Bundesgerichtshof entscheidet über Informationspflichten der Bank zum Umfang der Einlagensicherung von Kundengeldern
Der Bundesgerichtshof hat über Schadensersatzansprüche entschieden, die von zwei Anlegern gegenüber einer Bank wegen angeblicher Schlechterfüllung der Informations- und Beratungspflichten über Umfang und Höhe der Sicherung ihrer Spareinlagen im Falle der Insolvenz der Bank geltend gemacht wurden. Der Bundesgerichtshof hat entschieden, dass eine Bank bei Zustandekommen eines Beratungsvertrages einem Kunden, der ein besonderes Interesse an der Nominalsicherheit einer Geldanlage offenbart hat, keine Einlage bei ihr selbst empfehlen darf, wenn bei ihr nur die gesetzliche Mindestdeckung nach dem Einlagensicherungs- und Anlegerentschädigungsgesetz besteht.
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26.07.2009
Staatsanwaltschaft Stuttgart und Landeskriminalamt Baden-Württemberg ermitteln wegen mutmaßlich betrügerischer Anlagemodelle mit Aktien der Firmen 'NicStic AG', 'BelAir International Corp.', 'Metropolitan Worldwide Inc.' und 'James Denverson Corp.'
Im Auftrag der Staatsanwaltschaft Stuttgart haben gestern Ermittler des Landeskriminalamts Baden-Württemberg (LKA) und anderer Polizeibehörden 46 Geschäftsräume und Wohnungen von 26 Beschuldigten sowie anderen Beteiligten in Baden-Württemberg, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland, in der Schweiz und in Liechtenstein wegen des Verdachts des schweren gewerbsmäßigen Bandenbetruges durchsucht.
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12.07.2009
Bundesrat stimmt Stärkung der Anlegerrechte zu
Das Gesetz zur Stärkung der Rechte der Anleger, insbesondere zur verbesserten Durchsetzung von Ansprüchen im Fall einer Falschberatung bei Wertpapiergeschäften und zur Neufassung des Schuldverschreibungsrechts kann jetzt nach Verkündung in Kraft treten. Der Antrag Bayerns auf Anrufung des Vermittlungsausschusses wurde abgelehnt.
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12.07.2009
Lehman-Zertifikate - Zweites Urteil des Landgerichts Hamburg
Das Landgericht Hamburg hat die Hamburger Sparkasse erneut zum Schadensersatz an eine Kleinanlegerin verurteilt. Die beklagte Sparkasse muss nach dem Urteil an die klagende Anlegerin Schadensersatz zahlen und die der Anlegerin verkauften Lehman Brothers-Zertifikate zurücknehmen. Das Urteil wird im Wesentlichen damit begründet, dass die Bank die Pflicht verletzt habe, die Anlegerin bei der Anlageberatung über die Handelsspanne aufzuklären, die die Sparkasse realisieren würde, wenn die Anlegerin diese Zertifikate kauft. Damit war es der Kundin nicht möglich zu beurteilen, ob die Bank sie allein kundenorientiert oder auch mit Blick auf das eigene Umsatzinteresse beraten würde.
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12.07.2009
Rechtsmissbräuchliche Ausnutzung einer Vertragsklausel beim Bonus-Sparen
Erhöht ein Anleger die monatliche Sparrate auf einen Betrag, der das ursprüngliche Sparziel des auf 20 Jahre angelegten Vertrags weit übersteigt und hätte die beklagte Bank auf jede der zehn für wenige Monate angelegten Raten einen ähnlich hohen Bonus zu zahlen wie auf das gesamte restliche Guthaben, so ist die Vertragsdurchführung der Bank deshalb unzumutbar, weil der Anleger den Irrtum des Vertragsgestalters in besonderem Maße ausgenutzt hat. Dies hat das Oberlandesgericht Karlsruhe entschieden.
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12.07.2009
Ein Rechtsstreit wegen fehlerhafter Beratung beim Vertrieb eines Filmfonds kann nicht nach § 7 KapMuG ausgesetzt werden
Der Bundesgerichtshof hat entschieden, dass Rechtsstreitigkeiten, in denen kein zulässiger Musterfeststellungsantrag nach Kapitalanleger-Musterverfahrensgesetz (KapMuG) gestellt werden kann, nicht ausgesetzt werden dürfen.
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05.07.2009
Hauptversammlungsbeschlüsse der Deutschen Bank im Jahre 2004 überwiegend wirksam
Die von Aktionären der Deutschen Bank erhobene Klage, mit der die Nichtigkeit mehrerer auf der Hauptversammlung der Deutschen Bank am 2.6.2004 gefasster Beschlüsse festgestellt werden sollte, ist auch in zweiter Instanz überwiegend erfolglos geblieben. Angegriffen waren insbesondere Beschlüsse zur Entlastung des Vorstands und des Aufsichtsrats, zur Bestellung eines Abschlussprüfers sowie die Feststellung des Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2003. Nach der Entscheidung des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main wird nur der Beschluss zur Entlastung des Vorstands für nichtig erklärt, alle anderen Anträge hatten keinen Erfolg.
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28.06.2009
Lehman-Prozess in Hamburg - Landgericht verurteilt HASPA zum Schadensersatz
Das Landgericht Hamburg hat der ersten Schadensersatzklage eines geschädigten Anlegers (Klägers) gegen die Hamburger Sparkasse (Beklagte) wegen des Erwerbs von Lehman Brothers-Zertifikaten stattgegeben. Die Hamburger Sparkasse habe ihre Beratungspflicht verletzt. Diese Pflichtverletzung sei ursächlich für die Anlageentscheidung des pensionierten Lehrers und damit für seinen späteren Schaden in Höhe von rund € 10.000,- gewesen.
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28.06.2009
BaFin hebt Moratorium gegenüber der Kaupthing Bank hf., Niederlassung Deutschland, auf
Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat ihr Moratorium gegenüber der Kaupthing Bank hf., Niederlassung Deutschland aufgehoben. Das seit dem 9. Oktober 2008 bestehende Moratorium hatte dazu gedient, die verbliebenen Vermögenswerte der Bank zu sichern. Die BaFin hält diese Maßnahme nun nicht mehr für erforderlich. Der isländische Wirtschaftsminister habe im Namen der gesamten isländischen Regierung in einem Schreiben an die BaFin verbindlich klargestellt, dass die Auszahlung der deutschen Einleger im Einklang mit dem isländischen Recht und den EU-rechtlichen Anforderungen erfolge.
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28.06.2009
Keine Verpflichtung der BaFin zu Auskünften über die Hypo Real Estate Holding AG
Verwaltungsgericht Frankfurt am Main hat die Klage einer Anwaltskanzlei auf Verpflichtung der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) zu Auskünften über die Hypo Real Estate Holding AG abgewiesen.
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28.06.2009
Bußgeldverfahren gegen Daimler AG (vormals DaimlerChrysler AG) rechtskräftig abgeschlossen
Das bei dem Amtsgericht Frankfurt am Main anhängige Bußgeldverfahren gegen die Daimler AG ist rechtskräftig abgeschlossen.
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21.06.2009
Zur Wirksamkeit von Nachschusspflichten gegenüber einem Gesellschafter
Der Beschluss, der den Gesellschaftern einer Personengesellschaft Nachschusspflichten auferlegt, ist den Gesellschaftern gegenüber unwirksam, die dieser Vermehrung ihrer Beitragspflichten nicht, auch nicht antizipiert, zugestimmt haben. Dies hat der Bundesgerichtshof entschieden. Diese Unwirksamkeit könne der Gesellschafter auch dann als Einwendung gegenüber der auf einen solchen Beschluss gestützten Zahlungsklage der Gesellschaft geltend machen, wenn nach dem Gesellschaftsvertrag Beschlussmängelstreitigkeiten binnen einer bestimmten Frist eingeleitet werden müssen und diese Frist abgelaufen ist.
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21.06.2009
Bafin ist berechtigt Rechtsanwalt zur Auskunft zu verpflichten
Das Verwaltungsgericht Frankfurt am Main hat entscchieden, dass ein Unternehmen, bei dem Tatsachen die Annahme rechtfertigten, dass es Bankgeschäfte oder Finanzdienstleistungen ohne die erforderliche Erlaubnis betreibe, sowie in die Abwicklung solcher Geschäfte einbezogene oder einbezogen gewesene andere Unternehmen auf Verlangen der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) Auskünfte über die Geschäftsangelegenheiten zu erteilen und Unterlagen vorzulegen hat. Unternehmen könne auch ein Rechtsanwalt sein, sofern Tatsachen die Annahme rechtfertigen, dass er dauerhaft Bankgeschäfte tätige oder Finanzdienstleistungen erbringe.
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14.06.2009
Kaupthing Bank will Einlagen zurückzahlen
Nach Monaten des Bangens und der Unsicherheit hat die isländische Kaupthing Bank nun angekündigt, die gesamten Einlagen ihrer deutschen Kunden zurückzuzahlen. Dies berichtet die Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger e.V.(SdK).
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14.06.2009
Zum Deutlichkeitsgebot einer Widerrufsbelehrung
Kann eine einem Verbraucher erteilte Widerrufsbelehrung von einem unbefangenen rechtsunkundigen Leser dahin verstanden werden, dass die Widerrufsfrist unabhängig von der Vertragserklärung des Verbrauchers bereits durch den bloßen Zugang des von einer Widerrufsbelehrung begleiteten Vertragsangebots des Vertragspartners in Gang gesetzt wird, entspricht die Belehrung nicht den gesetzlichen Vorgaben. Dies hat der Bundesgerichtshof entschieden.
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07.06.2009
Telekom AG verliert 112 Millionen Euro - Klage in 2. Instanz
Das Oberlandesgericht Köln hat eine Klage der Deutschen Telekom AG gegen die Bundesrepublik Deutschland und die Kreditanstalt für Wiederaufbau auf Zahlung von 112.585.552,79 Euro in 2. Instanz abgewiesen. Das vorangegangene Urteil des Landgerichts Bonn, das die Klage noch dem Grunde nach für gerechtfertigt gehalten hatte, wurde entsprechend abgeändert.
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31.05.2009
Kulanzleistungen für Lehman-Anleger
Von der Lehman-Pleite betroffenen Anlegern der Citibank ebnet die Verbraucherzentrale NRW jetzt einen transparenten Weg zu Entschädigungszahlungen: In einem mit der Citibank abgestimmten Punktesystem können Betroffene Kulanzleistungen zwischen 30 und 80 Prozent des ursprünglichen Kaufwerts ihrer Zertifikate erhalten. Im Durchschnitt dürfte eine Entschädigung in Höhe von 50 Prozent des Kaufwertes der Lehman-Zertifikate erreicht werden.
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31.05.2009
Untersagungsverfügung der BaFin gegen die Fidium Finanz AG, St. Gallen, Schweiz, ist bestandskräftig
Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hatte der Fidium Finanz AG das Betreiben des Kreditgeschäfts untersagt. Die Fidium Finanz AG hatte sich grenzüberschreitend zur Gewährung von Gelddarlehen zielgerichtet an in der Bundesrepublik Deutschland ansässige Personen gewendet.
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31.05.2009
BaFin untersagt Herrn Wolfgang Frenzel sowie der Daytraders Investments UG (haftungsbeschränkt) das unerlaubte Betreiben des Einlagengeschäfts und der Finanzportfolioverwaltung und ordnet die Abwicklung an
Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat Herrn Wolfgang Frenzel, Düsseldorf, und der Daytraders Investments UG (haftungsbeschränkt) als Rechtsnachfolgerin der „Daytraders Investmentclub Frenzel und Tadina GbR“, beide Düsseldorf, aufgegeben, das unerlaubt betriebene Einlagengeschäft einzustellen und abzuwickeln.
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31.05.2009
BaFin gibt der VBG Vermögensbeteiligungs-Vertriebsgesellschaft GmbH die Abwicklung des Einlagengeschäfts auf
Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat der VBG Vermögensbeteiligungs-Vertriebsgesellschaft GmbH, Nürnberg, aufgegeben, das von ihr unerlaubt betriebene Einlagengeschäft abzuwickeln.
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17.05.2009
Übernahme von Hypo Real Estate durch SoFFin genehmigt
Die Europäische Kommission hat die geplante Übernahme des deutschen Kreditinstituts Hypo Real Estate AG (HRE) durch den deutschen Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung nach der EU-Fusionskontrollverordnung geprüft und genehmigt. Dies ist das erste Mal in der aktuellen Finanzkrise, dass die Verstaatlichung einer Bank bei der Kommission gemäß EU-Fusionskontrollverordnung angemeldet worden ist. Nach Auffassung der Kommission wird der wirksame Wettbewerb weder im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) noch in einem wesentlichen Teil desselben durch diese Übernahme erheblich beeinträchtigt.
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17.05.2009
Bundesgerichtshof entscheidet über Darlegungs- und Beweislast für vorsätzliches Verschweigen von Rückvergütungen
Der Bundesgerichtshof hat erneut über Rechtsfragen im Zusammenhang mit verdeckt geflossenen Rückvergütungen an eine Bank aus Ausgabeaufschlägen, die von den Kunden an eine Kapitalanlagegesellschaft zu zahlen waren, entschieden.
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17.05.2009
Vorschlag der EU-Kommission zum Anlegerschutz
Die Europäische Kommission hat ihr Vorhaben zur Verbesserung des Schutzes von Privatanlegern vorgestellt. Danach sollen Vertriebsregeln für Finanzdienstleister und Informationspflichten für Geldanlagen, die an Privatanleger gerichtet sind, harmonisiert werden. Ziel ist es, bei Anlageprodukten wie etwa Investmentfonds, Zertifikate, fondsgebundenen Versicherungen und anderen Verbraucheranlageprodukten für Privatanleger eine erhöhte Transparenz zu schaffen und die Vergleichbarkeit der Produkte zu verbessern.
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17.05.2009
Umfang der Schadensersatzansprüche beim Kauf einer mangelhaften Eigentumswohnung
Erwirbt jemand eine mangelhafte Eigentumswohnung, so kann er, nach erfolgloser Nachbesserung, Schadensersatzansprüche –gegen Rückgabe der Wohnung- bezüglich seiner Finanzierungskosten geltend machen. Dies hat der Bundesgerichtshof entschieden. Ansprüche bezüglich eines Mietausfalles (wegen des Mangels) könne er jedoch nicht geltend machen, da er durch die (wenn auch geminderte) Miete einen Nutzen aus der Wohnung gezogen habe und dieser somit auf die Schadenshöhe anzurechnen sei.
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17.05.2009
Sammelauskunftsersuchen an eine Bank wegen der Ausgabe von Bonusaktien der Telekom in den Jahren 2000 und 2002 sind unzulässig
Der Bundesfinanzhof hat ein an eine Bank gerichtetes Sammelauskunftsersuchen der Steuerfahndung für unzulässig erklärt.
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17.05.2009
Beratungspflichten des Verkäufers bei einem Beitritt zum Mietpool.
Der Verkäufer muss aufgrund eines zustande gekommenen Beratungsvertrages bei einem Beitritt zum Mietpool nicht nur das Risiko erhöhter Instandsetzungskosten, sondern auch das Vermietungsrisiko fremder Wohnungen ansprechen und durch Abschläge bei den Einnahmen oder Zuschläge bei den Belastungen angemessen berücksichtigen. Dies hat das Oberlandesgericht Celle entschieden. Der Verkäufer genüge seiner Beratungspflicht nicht, wenn er zwar die Systematik des Mietpoolvertrages erläutere und darauf hinweise, im Fall von Leerständen mindere sich der Ertrag der Mietpoolmitglieder, er aber nicht darauf hinweise, dass in dem Mietertrag ein Mietausfallrisiko nicht einkalkuliert ist.
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17.05.2009
Grob fahrlässiges Handeln eines Anlegers bei Vorlage eines Prospekts und abweichenden Angaben des Vermittlers
Der Anleger ist gehalten, einen ihm ausgehändigten Prospekt zur Kenntnis zu nehmen. Dies hat das Oberlandesgericht Celle entschieden. Nimmt der Anleger vom Vermittler einen zum Zweck der Aufklärung ausgehändigten Prospekt zur Kenntnis und verharmlost der Vermittler in einem Beratungsgespräch die dort beschriebenen Risiken, hafte der Vermittler für die unrichtige Beschreibung der Chancen und Risiken der Anlage auf Schadensersatz.
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10.05.2009
Zur Aufklärungspflicht des Verkäufers bei Asbest
Der Bundesgerichtshof hat entschieden, dass Baustoffe, die bei der Errichtung eines Wohnhauses gebräuchlich waren, später aber als gesundheitsschädlich erkannt worden sind, einen offenbarungspflichtigen Sachmangel begründen können. Das sei jedenfalls dann anzunehmen, wenn Baumaterialien Stoffe enthalten, die schon in geringen Dosen karzinogen wirken, und die ernsthafte Gefahr besteht, dass diese Stoffe bei üblicher Nutzung, Umgestaltung oder Renovierung des Kaufobjekts austreten.
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10.05.2009
Finanzierungskosten von Beiträgen für eine zur Sicherung eines Anschaffungsdarlehens abgetretenen Lebensversicherung können Werbungskosten sein
Der Bundesfinanzhofs hat den Werbungskostenabzug von Zinsen für ein Darlehen zur Finanzierung der Beiträge für eine Kapitallebensversicherung zugelassen, wenn die Versicherung als Bestandteil eines einheitlichen Gesamtkonzepts zur Finanzierung der Anschaffungskosten von Mietgrundstücken dient, für deren Erwerb Darlehen aufgenommen worden sind.
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10.05.2009
Commerzbank darf DAX als Bezugswert für Wertpapiere verwenden
Der Bundesgerichtshof hat über die Verwendung des Aktienindex DAX als Bezugswert für Optionsscheine entschieden.
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03.05.2009
Oberlandesgericht Stuttgart entscheidet im Kapitalanlegermusterverfahren zu Gunsten der Daimler AG
Das Oberlandesgericht Stuttgart hat verschiedene Feststellungen zu der Frage getroffen, ob die Daimler AG, die damals unter DaimlerChrysler AG firmierte, im Jahr 2005 rechtzeitig öffentlich bekannt gegeben hat, dass der damalige Vorstandsvorsitzende Prof. Jürgen Schrempp zum Jahresende 2005 aus dem Amt scheiden und durch den Vorstandskollegen Dr. Zetsche ersetzt werden wird. Die Stuttgarter Richter stellen fest, dass eine Insiderinformation schon am Spätnachmittag des Tages vor der Aufsichtsratssitzung vorlag. Das Gericht hat aber weiter festgestellt, dass die Voraussetzungen für einen Aufschub der Veröffentlichung dieser Insiderinformation bis zum Morgen des folgenden Tags im Wesentlichen vorlagen. Falls diese Feststellungen in einem sog. Musterverfahren nach dem Kapitalanlegermusterverfahrensgesetz rechtskräftig werden, sind sie bindend für eine Reihe von Schadensersatzprozessen verschiedener Anleger gegen die Daimler AG.
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03.05.2009
Bundesgerichtshof erklärt Nr. 17 Abs. 2 Satz 1 der AGB-Sparkassen für unwirksam
Der Bundesgerichtshof hat entschieden, dass folgende Klausel, die Nr. 17 Abs. 2 Satz 1 AGB-Sparkassen nachgebildet ist, im Bankverkehr mit Privatkunden (Verbrauchern) nicht verwendet werden darf, weil sie diese unangemessen benachteiligt und deswegen unwirksam ist: Nr. 17 – Entgelte, Kosten und Auslagen
(…)
(2) Festsetzung und Ausweis der Entgelte
Soweit nichts anderes vereinbart ist, werden die Entgelte im Privat- und Geschäftskundenbereich von der Sparkasse unter Berücksichtigung der Marktlage (z.B. Veränderung des allgemeinen Zinsniveaus) und des Aufwandes nach gemäß § 315 des Bürgerlichen Gesetzbuches nachprüfbarem billigen Ermessen festgelegt und geändert. (…)
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03.05.2009
Haftung von Bankmitarbeiter wegen Beihilfe zur Steuerhinterziehung
Das Finanzgericht Düsseldorf hat die Aussetzung der Vollziehung eines Haftungsbescheides abgelehnt, mit dem ein Bankmitarbeiter wegen Beihilfe zur Steuerhinterziehung von Bankkunden in Haftung genommen worden war.
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19.04.2009
Keine AGB-Kontrolle im Klauselerinnerungsverfahren
Der Bundesgerichtshof hatte die infolge zunehmender Veräußerungen von Kreditforderungen an Finanzinvestoren auftretende Frage zu entscheiden, ob sich der Eigentümer eines mit einer Grundschuld belasteten Grundstücks, der sich der sofortigen Zwangsvollstreckung in sein gesamtes Vermögen unterworfen hat, im Verfahren der Klauselerinnerung darauf berufen kann, die Unterwerfungserklärung sei unwirksam.
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19.04.2009
KapMuG-Verfahren gegen die Deutsche Telekom: Zeugenvernehmung in den USA
In dem vor dem Oberlandesgericht Frankfurt am Main verhandelten Verfahren nach dem Kapitalanleger-Musterverfahrensgesetz (KapMuG) gegen die Deutsche Telekom wird das Gericht zur Zeugenvernehmung in die USA reisen.
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19.04.2009
Pflichten eines spezialisierten Anlagevermittlers zur Plausibilitätsprüfung eines Prospekts
Der Bundesgerichtshof hat zur Pflicht eines auf den Vertrieb von Beteiligungen an Windkraftanlagen spezialisierten Anlagevermittlers den Emmissionsprospekt auf Plausibilität zu überprüfen entschieden.
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19.04.2009
Geschlossener Immobilienfonds: Unrichtige Darstellung der Lage des Grundstücks oder des Bodenwerts im Prospekt
Wegen der Auswirkungen auf die Vermietbarkeit und die Höhe des Mietzinses ist die unrichtige Darstellung der Lage des Grundstücks oder des Bodenwerts im Prospekt für die Entscheidung, einem geschlossenen Immobilienfonds beizutreten, für den Anleger von Bedeutung. Dies stellt der Bundesgerichtshof fest.
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05.04.2009
Zur Aufklärungspflicht des Verkäufers bei Asbest
Der Bundesgerichtshof hat entschieden, dass Baustoffe, die bei der Errichtung eines Wohnhauses gebräuchlich waren, später aber als gesundheitsschädlich erkannt worden sind, einen offenbarungspflichtigen Sachmangel begründen können. Insbesondere liege eine erhebliche Einschränkung der Nutzbarkeit eines Wohngebäudes vor, wenn übliche Umgestaltungs- Renovierungs- und Umbaumaßnahmen nicht ohne gravierende Gesundheitsgefahren vorgenommen werden könnten.
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05.04.2009
Kirch–Pleite vor Gericht - Urteil im Rechtsstreit mit der Deutschen Bank -
Das Landgericht München I hat die Klage der Kirch Group Litigation Pool GmbH abgewiesen.
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05.04.2009
Verfassungsbeschwerde gegen Finanzmarktstabilisierungsgesetz wurde nicht zur Entscheidung angenommen
Der Grundsatz der Subsidiarität der Verfassungsbeschwerde erfordert, dass der Beschwerdeführer zunächst den in Betracht kommenden fachgerichtlichen Rechtsschutz sucht. Darauf weist das Bundesverfassungsgericht hin. Abgesehen davon, dass im vorliegenden Fall noch offen ist, ob die Kapitalerhöhung ohne vorherige Beschlussfassung der Hauptversammlung durchgeführt wird, bestehe die Möglichkeit einer zulässigen Klage zu den Fachgerichten, in deren Rahmen es zu einer inzidenten Kontrolle der angegriffenen Vorschriften kommen kann.
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29.03.2009
Klage gegen Deutschland wegen Auslandsdividendenzahlungen
Die EU-Kommission verklagt Deutschland vor dem Europäischen Gerichtshof wegen seiner Besteuerung von Dividendenzahlungen an Unternehmen im Ausland. In Deutschland werden Dividendenzahlungen an ausländische Unternehmen höher besteuert als solche an inländische Unternehmen. Nach Auffassung der Kommission steht die höhere Besteuerung von Dividendenzahlungen ins Ausland im Widerspruch zum EG-Vertrag und zum EWR-Abkommen, da sie den freien Kapitalverkehr und die Niederlassungsfreiheit einschränkt.
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29.03.2009
BaFin untersagt der Payment Solutions Inc. das unerlaubt betriebene Einlagengeschäft und E-Geld-Geschäft und ordnet die Abwicklung an
Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat der Payment Solutions Inc., Panama City, Panama, das weitere Betreiben des Einlagengeschäfts und des E-Geld-Geschäfts untersagt. Ferner hat sie die unverzügliche Abwicklung der unerlaubt betriebenen Geschäfte angeordnet.
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29.03.2009
Geltendmachung einer fehlerhaften Anlageberatung gegenüber Berater
Der Bundesgerichtshof setzt sich mit der Frage auseinander, ob der durch eine Falschberatung Geschädigte gegen den Schädiger einen Ersatzanspruch auf Erstattung des Kaufpreises Zug-um-Zug gegen Übereignung des von einem Dritten erworbenen Kaufgegenstandes durchsetzen kann.
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29.03.2009
BaFin gibt Herrn Gerd Seefried die Abwicklung des Einlagengeschäfts auf
Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat Herrn Gerd Seefried, Wemding, aufgegeben, das von ihm unerlaubt betriebene Einlagengeschäft abzuwickeln.
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29.03.2009
Bankgeheimnis steht nicht generell Kontrollmitteilungen anlässlich einer Bankprüfung im Wege
Der Bundesfinanzhof hat entschieden, dass Kontrollmitteilungen anlässlich einer Bankenprüfung mit Bezug auf legitimationsgeprüfte Guthabenkonten oder Depots dann zulässig sind und gleichwohl den Kernbestand des Bankgeheimnisses wahren, wenn sich ein unter Berücksichtigung des gesetzlichen Schutzes des sog. Bankgeheimnisses zu bestimmender hinreichender Anlass für die "Nachprüfung der steuerlichen Verhältnisse" anhand der konkreten Ermittlungen im Einzelfall und der in vergleichbaren Prüfsituationen gewonnenen verallgemeinerungsfähigen Erkenntnisse nachvollziehbar ergibt.
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22.03.2009
Mehr Geld für frühere T-Online-Aktionäre
Das Landgericht Frankfurt am Main hat über die Anträge zahlreicher ehemaliger Aktionäre des Internetunternehmens T-Online entschieden, mit denen diese gegenüber der Konzernmutter, der Deutschen Telekom AG, auf die T-Online nach einem entsprechenden Hauptversammlungsbeschluss vom 29.4.2005 verschmolzen wurde, einen Anspruch auf bare Zuzahlung geltend gemacht haben. Die Frankfurter Richter haben für die Verschmelzung auf die Konzernmutter (Telekom AG) eine bare Zuzahlung in Höhe von 1,15 € jede Aktie der außenstehenden Aktionäre festgesetzt.
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15.03.2009
Abschlussgebühr der Bausparkasse Schwäbisch Hall zulässig
Was die Bausparkasse Schwäbisch Hall ihren Kunden in Rechnung stellt, hält das Landgericht Heilbronn für rechtlich zulässig: die Abschlussgebühren bei Bausparverträgen. Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen, die den Musterprozess angestrengt hat, will Rechtsmittel gegen diese Entscheidung einlegen und das Oberlandesgericht Stuttgart anrufen.
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15.03.2009
BaFin untersagt der WM Transfer Ltd. das unerlaubt betriebene E-Geld-Geschäft und ordnet die Abwicklung an
Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat der WM Transfer Ltd., Belize City, Belize, das weitere Betreiben des E-Geld-Geschäfts untersagt. Ferner hat sie die unverzügliche Abwicklung der unter der Bezeichnung „WebMoney“ betriebenen Geschäfte der WM Transfer Ltd. angeordnet.
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15.03.2009
BaFin untersagt der Catering Trade Marketing Ltd. sowie Herrn Uwe Misterek das unerlaubte Betreiben des Einlagengeschäfts und ordnet die Abwicklung an
Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat der Catering Trade Marketing Ltd. (CTM Ltd.) sowie Herrn Uwe Misterek, Leipzig, das Einlagengeschäft untersagt und die Abwicklung der unerlaubt betriebenen Bankgeschäfte angeordnet.
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01.03.2009
Kabinett beschließt neue Regeln zur Stärkung des Anlegerschutzes
Das Bundeskabinett hat einen Gesetzentwurf beschlossen, mit dem die Rechte von Anlegern gestärkt werden. So soll die Durchsetzbarkeit von Ansprüchen im Fall einer Falschberatung bei Wertpapiergeschäften verbessert werden. Daneben wird das Schuldverschreibungsgesetz neu gefasst.
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01.03.2009
Bundesgerichtshof kippt Insolvenzplan für Phoenix
Die Vorschriften über die Feststellung der Forderungen der Insolvenzgläubiger können in einem Insolvenzplan nicht abbedungen werden. Dies hat der Bundesgerichtshof entschieden und damit den Entschädigungsplan für 30.000 Anleger verworfen.
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01.03.2009
Bank muss auch beim Vertrieb von Medienfonds über Rückvergütungen aufklären
Der Bundesgerichtshof nimmt zur Aufklärungspflicht einer beratenden Bank über erhaltene Rückvergütungen bei dem Vertrieb von Medienfonds Stellung.
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22.02.2009
Beschlüsse über die Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat der Deutschen Bank AG für das Geschäftsjahr 2002 für nichtig erklärt
Im Vordergrund des Rechtsstreits steht die formelle Frage, ob die in der Hauptversammlung gefassten Beschlüsse mangels ordnungsgemäßer Protokollierung nichtig sind. Der Bundesgerichtshof hat entschieden, dass ein notarielles Hauptversammlungsprotokoll den Charakter eines Berichts des Notars über seine Wahrnehmungen hat und von ihm nicht in der Hauptversammlung fertig gestellt werden muss, sondern auch noch danach im Einzelnen ausgearbeitet und unterzeichnet werden kann. Urkunde im Sinne des Gesetzes sei erst die von dem Notar autorisierte, unterzeichnete und in den Verkehr gegebene Endfassung.
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15.02.2009
Bundestag berät Regierungsentwurf zur Stärkung des Verbraucherschutzes
Die geplante Neuregelung dient zugleich der Umsetzung europäischer Richtlinien - der Verbraucherkreditrechtlinie und des zivilrechtlichen Teils der Zahlungsdiensterichtlinie.
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15.02.2009
Entschädigung der Lehman-Einleger angelaufen
Der Einlagensicherungsfonds hat mit der Entschädigung der Einleger der Lehman Brothers Bankhaus Aktiengesellschaft, Frankfurt am Main, begonnen.
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08.02.2009
Oberlandesgericht konkretisiert Voraussetzungen für die Fehlerfeststellung durch die BaFin im Enforcement-Verfahren nach dem Bilanzkontrollgesetz
Das Oberlandesgericht Frankfurt am Main hat die Beschwerden einer Aktiengesellschaft (AG) zurückgewiesen, mit denen sie sich gegen eine Fehlerfeststellung und Veröffentlichungsanordnung im so genannten "Enforcement-Verfahren" gewandt hat.
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01.02.2009
Insolvenzantrag von Qimonda AG und Qimonda GmbH und Co OHG
Am 23.1.2009 wurde durch die Firmen Qimonda AG und Qimonda GmbH und Co OHG Insolvenzantrag beim AG München gestellt. Dies teilt das Amtsgericht München mit.
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01.02.2009
Garantie für deutsche Banken genehmigt
Die EU-Kommission hat eine 6,7 Milliarden Euro Garantie des Finanzmarktstabilisierungsfonds für die Sicherungseinrichtungsgesellschaft deutscher Banken (SdB) nach den EU-Beihilfevorschriften genehmigt. SdB ist ein Finanzinstitut des deutschen privaten Bankensektors. Die Maßnahme soll den deutschen Einlagensicherungsfonds unterstützen und künftig eingehende Zahlungen aus den Insolvenzmassen der Lehman Brothers Gesellschaften vorfinanzieren. Die EU-Kommission ist zu dem Ergebnis gekommen, dass die Maßnahme mit den Leitlinien der Kommission für Beihilfen zur Bewältigung der aktuellen Bankenkrise im Einklang steht.
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01.02.2009
BaFin ordnet gegenüber den Herren Marc Skawran und Peter Körner die unverzügliche Abwicklung der unter dem Namen 'Future World Business Limited' betriebenen Einlagengeschäfte an
Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat Herrn Marc Skawran, Ludwigshafen, das weitere Betreiben des Einlagengeschäfts untersagt. Ferner hat sie die unverzügliche Abwicklung der von ihm unter dem Namen „Future World Business Limited“ betriebenen Geschäfte angeordnet. Die Aufsichtsbehörde hat auch gegenüber Herrn Peter Körner, Steinau, die unverzügliche Abwicklung der von ihm unter dem Namen „Future World Business Limited“ betriebenen Geschäfte angeordnet.
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01.02.2009
Schadensersatzpflicht des Kleinaktionärs für missbräuchliche Anfechtungsklage
Ein Aktionär kann sich schadensersatzpflichtig machen, wenn er eine unberechtigte Anfechtungsklage gegen Hauptversammlungsbeschlüsse der Aktiengesellschaft (AG) erhebt. Das entschied das Oberlandesgericht Frankfurt am Main.
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01.02.2009
Schadensersatzklagen gegen Deutsche Bausparkasse Badenia AG - Oberlandesgericht Karlsruhe urteilt in zwei Fällen
Das Oberlandesgericht Karlsruhe hat über Schadensersatzklagen von Anlegern gegen die Bausparkasse Badenia in einem Fall zu Gunsten der Anleger und im anderen zu Gunsten der beklagten Bausparkasse entschieden. Der am 30.12.2008 entschiedene Fall betraf ein von der Badenia finanziertes Anlageobjekt, bei dem sämtliche nicht umlagefähigen Verwaltungskosten einschließlich der Instandhaltungsrücklage aus dem einzurichtenden Mietpool getragen werden sollten. In dem anderen Fall wurde dem Gericht ein abweichender Sachverhalt zur Entscheidung vorgelegt, der nicht dem seinerzeit praktizierten Finanzierungsmodell der Badenia entsprach.
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25.01.2009
Verkauf der STRABAG-Hochbausparte an die Ed. Züblin AG war nicht rechtswidrig
Nach einem Urteil des Oberlandesgerichts Köln war der Verkauf der Hoch- und Ingenieurbausparte der Kölner STRABAG AG an die Ed. Züblin AG im Februar 2006 nicht rechtswidrig. Die Kölner Richter wiesen die Klageanträge der Verbraucherzentrale für Kapitalanleger e.V. (im folgenden: VzfK) zurück, die sich - als Aktionär der STRABAG AG - gegen den Verkauf der Hochbausparte und weitere Umstrukturierungsmaßnahmen bzw. die entsprechenden Beschlüsse von Vorstand und Aufsichtsrat gewandt hatte, weil sie darin eine unzulässige Eingliederung in die österreichische STRABAG SE mit Sitz in Villach sah.
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18.01.2009
Verhandlungstermin am 15. Januar 2009 im KapMuG-Verfahren gegen die Deutsche Telekom
In dem vor dem Oberlandesgericht verhandelten Verfahren nach dem Kapitalanleger-Musterverfahrensgesetz (KapMuG) gegen die Deutsche Telekom hat nach mehrmonatiger Sitzungspause am 15.1.2009 planmäßig ein weiterer Verhandlungstermin stattgefunden.
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18.01.2009
Lehman Brothers Bankhaus Aktiengesellschaft: Stand des Entschädigungsverfahrens
Der Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken e.V. hat auch im Namen der Entschädigungseinrichtung deutscher Banken GmbH die Einlegerdaten im Bankhaus gesichert. Inzwischen wurde Kontakt mit den Einlegern aufgenommen. Sie wurden über den weiteren Gang des Verfahrens informiert. Nach dem jetzigen Planungsstand rechnet der Einlagensicherungsfonds damit, die Einleger Ende Januar 2009 zu entschädigen.
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18.01.2009
Hinweis der BaFin zum vermehrten Auftauchen von Umtauschangeboten an Inhaber von Aktien, Zertifikaten und Fondsanteilen
Nach Informationen der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) unterbreitet eine Gruppe von Personen über den elektronischen Bundesanzeiger verstärkt Angebote zum Umtausch in Aktien von durch sie beherrschte Gesellschaften. Die angebotenen Aktien werden in der Regel nicht börslich gehandelt. Adressaten dieser Angebote sind von der Finanzkrise verunsicherte Inhaber von Aktien, Zertifikaten und Fondsanteilen größerer Institute.
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18.01.2009
Landesbank Berlin informiert Kreditkartenkunden
Die Landesbank Berlin hat von der Frankfurter Polizei die Genehmigung erhalten, die vom Datendiebstahl betroffenen Kreditkartenkunden zu informieren. Eine Kuriersendung war auf dem Weg nach Berlin entwendet worden.
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18.01.2009
Internationale Durchsuchungsmaßnahmen wegen Verdachts des gewerbsmäßigen Betruges und der Kursmanipulation
Im Rahmen eines Ermittlungsverfahrens der Staatsanwaltschaft Lübeck und des Bundeskriminalamtes wegen des Verdachts des Betruges und des Verstoßes gegen das Wertpapierhandelsgesetz (Kursmanipulation) wurden umfassende, international koordinierte Durchsuchungsmaßnahmen durchgeführt
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18.01.2009
Erklärung der Landesbank Berlin zum Datendiebstahl
Die Landesbank Berlin ist darüber informiert worden, dass offensichtlich eine Datensendung per Kurier auf dem Weg von einem externen Verarbeitungsunternehmen zur Landesbank entwendet wurde. Gegenstand des Diebstahls sind Daten, die kundenbezogene Angaben im Zusammenhang mit Kreditkartenabrechnungen beinhalten.
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18.01.2009
Musterfeststellungsverfahren bei Pflichtverletzung aus einem Anlageberatungs- oder Auskunftsvertrag?
Der Bundesgerichtshof stellt fest, dass Schadensersatzansprüche gegen einen Anlageberater oder Anlagevermittler wegen Verletzung der Pflichten aus einem Anlageberatungs- oder Auskunftsvertrag nicht Gegenstand eines Musterfeststellungsverfahrens sein können.
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11.01.2009
Allianz übernimmt Commerzbank-Tocher
Die EU-Kommission hat die geplante Übernahme der Commerzbank-Tochter Cominvest durch die Allianz nach der EU-Fusionskontrollverordnung genehmigt. Nach Prüfung des Vorhabens hat die EU-Kommission beschlossen, dass die Übernahme den wirksamen Wettbewerb im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) oder in einem wesentlichen Teil desselben nicht erheblich behindern wird.
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21.12.2008
Kaupthing-Geschädigte: Antragsfrist endet am 30.12.2008
Der Verbraucherzentrale Bundesverband erinnert alle Kaupthing-Geschädigten, bis zum 30.12.2008 ihre Anträge auf Teilnahme am Entschädigungsverfahren in Island einzureichen. Auch die Postlaufzeiten nach Island seien zu berücksichtigen. Wer keinen Antrag stellt, verliere den Anspruch auf eine Entschädigung über das Einlagensicherungssystem.
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21.12.2008
Internationale Durchsuchungsmaßnahmen wegen Verdachts des gewerbsmäßigen Betruges und der Kursmanipulation
Im Rahmen eines Ermittlungsverfahrens der Staatsanwaltschaft Lübeck und des Bundeskriminalamtes wegen des Verdachts des Betruges und des Verstoßes gegen das Wertpapierhandelsgesetz (Kursmanipulation) wurden umfassende, international koordinierte Durchsuchungsmaßnahmen durchgeführt.
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21.12.2008
Urteil gegen Geschäftsführer der Film- und Entertainment VIP 3 Medienfonds GmbH & Co. KG rechtskräftig
Mit Urteil vom 13. November 2007 hat das Landgericht München I die Geschäftsführer der Film- und Entertainment VIP 3 Medienfonds GmbH & Co. KG wegen Steuerhinterziehung in zwei Fällen zu Gesamtfreiheitsstrafen von sechs bzw. zwei Jahren verurteilt. Die Vollstreckung der Gesamtfreiheitsstrafe von zwei Jahren wurde zur Bewährung ausgesetzt. Das Urteil des Landgerichts ist nunmehr rechtskräftig.
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21.12.2008
Lehman-Opfer: Auswertung belegt Bankenhaftung
Verbraucher, denen Lehman-Zertifikate verkauft wurden, haben in fast allen Fällen einen Schadenersatzanspruch gegen ihre Bank oder Sparkasse. Das ergab eine Auswertung der Verbraucherzentrale Hamburg von knapp 400 Fällen von Lehman-Opfern.
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21.12.2008
Umsatzsteuer beim Vertrieb von Finanzdienstleistungen und Versicherungen
Der Bundesfinanzhof hat zu den Umsatzsteuerbefreiungen beim Vertrieb von Finanzdienstleistungen und von Versicherungen Stellung genommen und sich dabei wesentlichen Grundsätzen eines Schreibens des Bundesministeriums der Finanzen (BMF) vom 6. Oktober 2008 nicht angeschlossen.
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21.12.2008
Zur Haftung einer Bank für Beratungsfehler, die auf Prospektberechnungen Dritter beruhen
Berät die Bank den Anleger anhand des von dritter Seite erstellten Prospekts, in welchem die enthaltenen Berechnungen nicht den kalkulatorischen Grundlagen des Prospekts entsprechen, und erscheint aufgrunddessen das Risiko für den Anleger kleiner als es tatsächlich ist, liegt hierin ein zum Schadensersatz führender Beratungsfehler. Dies hat das Oberlandesgericht Oldenburg entschieden. Die unrichtige Beschreibung eines Risikos werde nicht dadurch ausgeglichen, dass an anderer Stelle des Prospekts auf die Möglichkeit eines Totalverlustes durch den Eintritt unvorhergesehener Risiken hingewiesen wird.
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21.12.2008
Traumrenditen gibt´s nicht ohne Risiko
Preist ein Finanzberater seinem Kunden gleichwohl eine Geldanlage als "absolut sichere Kapitalanlage mit einer Traumrendite von mehr als 100% pro Jahr" an, so haftet er für den Schaden des Anlegers. Das zeigt eine Entscheidung des Landgerichts Coburg, mit der ein Anlagevermittler verurteilt wurde, seinem Kunden Schadensersatz in Höhe von rund 17.200 € zu leisten. Der klagende Anleger hatte nämlich auf die Angaben seines Finanzberaters vertraut und dadurch einen erheblichen Zinsverlust erlitten.
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07.12.2008
Verwaltungsgericht Frankfurt am Main verneint den Schutz des Fernmeldegeheimnisses am Arbeitsplatz, wenn der Mitarbeiter die Mail nach Kenntnisnahme selbst abspeichert oder archiviert
Sobald Mail-Empfänger oder Mail-Versender als Arbeitnehmer ihre E-Mails aus dem eigentlichen Übertragungsvorgang herauslösten und sie selbst platzierten, speicherten oder in anderer Weise verarbeiteten, steht ihnen dafür ein unbefristeter Schutz durch das Fernmeldegeheimnis nicht zur Seite. Dies hat das Verwaltungsgericht Frankfurt entschieden.
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07.12.2008
Klage gegen ein deutsches Kreditinstitut wegen vorgetragener Falschberatung beim Erwerb eines Zertifikats einer Investmentbank abgewiesen.
Das Landgericht Frankfurt am Main hat über die Klage eines Ehepaares entschieden, mit dem dieses sich gegen ein deutsches Bankinstitut gewandt hat, das ihnen im Dezember 2006 den Erwerb eines von einer mittlerweile in Insolvenz befindlichen Investmentbank emittierten Zertifikats empfohlen hatte.
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07.12.2008
Verurteilungen im Strafverfahren wegen Betrugs zu Lasten des FC Energie Cottbus rechtskräftig
Das Landgericht Cottbus hat einen Finanzberater wegen Betrugs zu Lasten des Fußballvereins FC Energie Cottbus e.V. zu einer zur Bewährung ausgesetzten Freiheitsstrafe verurteilt; gegen einen Rechtsanwalt und einen Medienberater hat es wegen Beihilfe zum Betrug Geldstrafen verhängt. Der Bundesgerichtshof hat das Urteil des Landgerichts bestätigt.
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07.12.2008
BaFin stellt Insolvenzantrag für Lehman Brothers Bankhaus AG
Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat beim Amtsgericht Frankfurt am Main einen Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens über die Lehman Brothers Bankhaus AG gestellt.
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07.12.2008
Oberlandesgericht Celle weist Strafsache gegen hannoverschen Notar wegen Betruges an das Landgericht Hannover zurück
Das Oberlandesgerichts Celle hat auf das Rechtsmittel des angeklagten Notars M. aus Hannover das Urteil des Landgerichts Hannover vom 12. März 2008 aufgehoben. Die Sache wurde zur neuen Verhandlung und Entscheidung an das Landgericht Hannover zurückverwiesen.
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07.12.2008
Einstweilige Rechtsschutzverfahren über Anerkennung von Verlusten aus Filmfonds zur weiteren Aufklärung an Finanzgericht zurückverwiesen
Der Bundesfinanzhof hat zwei Verfahren über die Anerkennung der Verluste von Filmfonds an das Finanzgericht zurückverwiesen, weil er eine weitere Aufklärung des Sachverhalts für nötig hielt.
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07.12.2008
Zur Pflicht der Bank zur Überprüfung einer von ihr empfohlenen Kapitalanlage
Eine Bank ist aus dem Beratungsvertrag verpflichtet eine von ihr empfohlene Kapitalanlage mit dem bankenüblichen Sachverstand zu prüfen und nicht lediglich eine Plausibilitätsprüfung vorzunehmen. Dies hat der Bundesgerichtshof entschieden.
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07.12.2008
Vertragserkärung in Privatwohnung muss nicht zu sog. Haustürsituation führen
Die Feststellung allein, dass ein Verbraucher eine Vertragserklärung in seiner Privatwohnung abgegeben hat, rechtfertigt noch nicht die Annahme, er habe sich in einer für die Bejahung einer Haustürsituation erforderlichen typischen Überrumpelungssituation befunden und sei deshalb zum Widerruf der Erklärung berechtigt. Dies hat der Bundesgerichtshof entschieden.
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07.12.2008
Berichterstattung über Strafverfahren lässt Verjährung beginnen
Erfahren Anleger in den Medien, dass die Staatsanwaltschaft Anklage gegen Vorstandsmitglieder des Unternehmens erhoben hat, an dem sie Anteile halten, beginnt die Verjährungsfrist für Schadensersatzansprüche zu laufen. Dies hat der Bundesgerichtshof klargestellt.
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24.11.2008
Strenge Regeln für Ratingagenturen
Die EU-Kommission hat einen Gesetzesvorschlag zu Ratingagenturen vorgelegt. Er ist Teil eines umfassenden Maßnahmenpakets gegen die Finanzkrise und ergänzt Vorschläge zu Solvabilität II, Eigenkapital, Einlagensicherung und Rechnungslegung. Ziel ist es, erstklassige Ratings zu gewährleisten, die nicht durch die im Ratinggeschäft unvermeidlichen Interessenkonflikte beeinflusst werden.
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24.11.2008
BaFin gibt Herrn Bernd Chowanietz die Abwicklung des Einlagengeschäfts auf
Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat Herrn Bernd Chowanietz, Olching, aufgegeben, das von ihm unerlaubt betriebene Einlagengeschäft abzuwickeln.
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24.11.2008
Zufluss von '(Schein-)Renditen' bei Schneeballsystem
Der Bundesfinanzhof hat seine Rechtsprechung zum Zufluss von "(Schein-)Renditen" aus betrügerischen Schneeballsystemen bestätigt.
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24.11.2008
Über Leerstand ist aufzuklären
Dass der Verkäufer von Wohnungs- oder Teileigentum eine Mietgarantie übernimmt, lässt seine Verpflichtung nicht entfallen, den Käufer darüber aufzuklären, dass das zur Vermögensbildung bestimmte Kaufobjekt leer steht und nicht vermietet ist. Dies hat der Bundesgerichtshof entschieden.
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09.11.2008
Bundeskabinett stärkt Verbraucherschutz
Das Bundeskabinett hat den Entwurf eines Gesetzes zur Umsetzung der Verbraucherkreditrichtlinie, des zivilrechtlichen Teils der Zahlungsdiensterichtlinie sowie zur Neuordnung der Vorschriften über das Widerrufs- und Rückgaberecht beschlossen. Mit diesem Gesetz werden die genannten Richtlinien in nationales Recht umgesetzt.
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09.11.2008
Isländische Kaupthing-Edge-Bank: Einlagensicherungsfall
Die Isländische Finanzaufsicht hat am 30. Oktober 2008 die formelle Feststellung getroffen, dass die Kaupthing-Bank seit dem 9. Oktober 2008 ihre Kunden nicht mehr bedient hat. Diese Erklärung ist die Voraussetzung für den Einlagensicherungsfall. Darauf weist die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen hin.
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09.11.2008
Staatsanwaltschaft Mainz erhebt Anklage gegen ehemaligen Ortsbürgermeister von Grolsheim
Die Staatsanwaltschaft Mainz hat Anklage gegen ehemaligen Ortsbürgermeister von Grolsheim erhoben. Sie wirft ihm vor, in 91 Fällen Geld veruntreut und in einem Fall eine Urkundenfälschung begangen zu haben. Der Gesamtschaden soll mehr als 640.000 € betragen.
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09.11.2008
BaFin stellt Entschädigungsfall für Lehman Brothers Bankhaus AG fest
Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat für die Lehman Brothers Bankhaus AG, Frankfurt, den Entschädigungsfall festgestellt. Damit liegen die gesetzlichen Voraussetzungen dafür vor, dass die Entschädigungseinrichtung deutscher Banken GmbH (EdB) die Einleger der Bank entschädigen kann.
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09.11.2008
Verdacht der Untreue – Durchsuchung der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW)
Die Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main und das Bundeskriminalamt Wiesbaden (BKA) durchsuchten die Geschäftsräume der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) in Frankfurt am Main.
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09.11.2008
Haftung einer Bank für fehlerhafte Anlageberatung
Mit einem Urteil zur Verletzung von Beratungspflichtungen durch die beratende Bank hat das Oberlandesgericht Oldenburg die Rechte von Anlegern eines Medienfonds gestärkt. Der klagende Anleger beabsichtigte, zwecks Vermögensaufbau zur Altersvorsorge Geld anzulegen. Die beratende Bank empfahl ihm anhand eines Prospektes die Beteiligung an einem Medienfonds. Da die Risiken im Prospekt aber unrichtig dargestellt waren, verurteilte das Oberlandesgericht die beklagte Bank zum Schadensersatz gegen Rückabtretung der Rechte aus der Geldanlage.
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09.11.2008
Kreditfinanzierte Kapitalanlage: Zurechnung der Haustürsituation
War die Bank des Anlegers in den Vertrieb der Kapitalanlage nicht eingebunden, sondern als Hausbank des Verbrauchers auf dessen Wunsch um die Finanzierung gebeten worden, ist die von dem Vermittler einer kreditfinanzierten Kapitalanlage geschaffene Haustürsituation der finanzierenden Bank nicht zuzurechnen, da der Vermittler nicht im Namen und für Rechnung der Bank gehandelt hat. Dies hat der Bundesgerichtshof entschieden.
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02.11.2008
Squeeze-out der Minderheitsaktionäre bei der Hypovereinsbank (HVB)
Das Oberlandesgericht München hat die Beschwerden der Minderheitsaktionäre der Hypovereinsbank (HVB) gegen die vorgezogene Eintragung des Beschlusses ihrer Hauptversammlung in das Handelsregister, alle noch außen stehenden Aktien der HVB auf die Hauptaktionärin Unicredit zu übertragen, zurückgewiesen.
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26.10.2008
Lehman-Zertifikate - Wurden Sie falsch beraten?
Von Beratern, die oftmals nur wenig von dem wissen, was sie ihren Kunden vermitteln, wird oftmals behauptet, dass Zertifikate ähnlich zu sehen seien wie Fondsbeteiligungen oder Aktien. Dies ist nicht richtig, so Rechtsanwalt Dr. Jochen Leibold. Aufklärungsbedürftig sei ferner die Tatsache, dass ein Zertifikat lediglich einen Zahlungsanspruch gegenüber der Bank begründet, so dass ein nicht unerhebliches Insolvenzrisiko besteht. Genau dieses habe sich nun im Rahmen der Lehman-Insolvenz realisiert.
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26.10.2008
Schadensersatzhaftung einer Bank bei unzulänglicher Prüfung einer gefälschten Scheckbestätigung
Das Oberlandesgericht Karlsruhe stellt fest, dass bei Verdachtsmomenten eine Bank prüfen muss, wie ein ordnungsgemäßer Scheck einer niederländischen Bank bezeichnet ist und welche Bestandteile er aufweisen muss.
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26.10.2008
Spareinlagen bis 100.000 Euro schützen
Die EU-Kommission hat Änderungsvorschläge für die EU-Einlagensicherung vorgelegt. Ziel der neuen Vorschriften ist es, den Schutz der Einleger zu verbessern und ihr Vertrauen in das finanzielle Sicherheitsnetz zu erhalten. Die Mindestdeckungssumme für Spareinlagen soll innerhalb eines Jahres von 20.000 auf 100.000 Euro angehoben und in der Zwischenzeit zunächst auf 50.000 Euro aufgestockt werden. Den Mitgliedstaaten ist es freigestellt, eine höhere Deckungssumme festzulegen. Zudem wird die Entschädigungsfrist bei Bankenpleiten von derzeit drei Monaten auf drei Tage verkürzt.
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26.10.2008
BaFin untersagt der FISS-Management AG das Einlagengeschäft und ordnet die Abwicklung an
Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat der FISS-Management AG in Markkleeberg untersagt, das Einlagengeschäft zu betreiben. Ferner hat die BaFin die unverzügliche Abwicklung dieser Geschäfte angeordnet. Entsprechende Anordnungen sind gegenüber dem Vorstand der FISS-Management AG, Herrn Steffen Schlegel, ergangen.
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26.10.2008
Berücksichtigung von Steuervorteilen im Rahmen der Vorteilsausgleichung
Verlangt der Erwerber einer Immobilie großen Schadensersatz, so muss er sich die Steuervorteile, die er durch die Absetzung für Abnutzung erzielt hat, grundsätzlich nicht im Wege der Vorteilsausgleichung anrechnen lassen. Dies hat der Bundesgerichtshof entschieden.
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26.10.2008
Securenta AG: Gläubigerausschuss mehrheitlich gewählt
Im Insolvenzverfahren über das Vermögen der SECURENTA AG teilt das Amtsgericht Göttingen mit, dass die Rechtsanwälte Daniel Müller und Ralf Böhm aus Jena sowie Arvid Mielken aus Hannover in den Gläubigerausschuss gewählt wurden.
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20.10.2008
Werbung mit 'gehört damit zu den Testsiegern' auch mit zweitbestem Ergebnis zulässig
Die Werbeformulierung – "gehört damit zu den Testsiegern" lässt hinreichend deutlich erkennen, dass bei differenzierter Betrachtung der einzelnen Testergebnisse in der Rangfolge das werbende Unternehmen allenfalls einen zweiten Platz erreicht haben kann. Dies hat das Oberlandesgericht Köln entschieden.
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19.10.2008
Berücksichtigung eines Disagios als sofort abzugsfähige Finanzierungskosten
Erstattet der Erwerber einer Eigentumswohnung dem Veräußerer ein Disagio, können je nach Gestaltung der vertraglichen Geschäftsbeziehungen beim Erwerber Anschaffungskosten des Gebäudes oder - als eigene Finanzierungskosten - sofort abzugsfähige Werbungskosten vorliegen, so das Finanzgericht Düsseldorf.
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12.10.2008
Zahl der Phishing-Opfer erreicht Höhepunkt
Deutlich mehr Internetnutzer sind im 2007 Opfer von Passwort-Betrügern geworden. Die Zahl der Phishing-Fälle beim Online-Banking ist erneut stark gestiegen – um 25 Prozent. Das geht aus einer Hochrechnung des Verbandes BITKOM hervor, die sich auf die neuesten Daten der Landeskriminalämter stützt. Bundesweit hoben Kriminelle in mehr als 4.100 Fällen rund 19 Millionen Euro von Konten der Geschädigten ab. Die Schadenssumme liegt um ein Viertel höher als 2006.
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12.10.2008
BaFin ordnet Moratorium gegenüber der Kaupthing Bank hf., Niederlassung Deutschland, an
Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat gegenüber der Kaupthing Bank hf., Niederlassung Deutschland, ein Veräußerungs- und Zahlungsverbot erlassen. Außerdem hat die BaFin der Niederlassung untersagt, Zahlungen entgegenzunehmen, die nicht zur Tilgung von Schulden ihr gegenüber bestimmt sind („Moratorium“).
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12.10.2008
Kapitalanlagebetrug - Staatsanwaltschaft und LKA vollstrecken Durchsuchungsbeschlüsse in Hamburg, Jesteburg und der Schweiz
Beamte des Landeskriminalamtes Hamburg (Fachkommissariat Organisierte Wirtschaftskriminalität) haben in Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft Hamburg vier Durchsuchungsbeschlüsse wegen des Verdachts der gemeinschaftlichen und gewerbsmäßigen Untreue in Zusammenhang mit Kapitalanlagen vollstreckt.
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12.10.2008
Klare Regeln für Hedge Fonds und Private Equity
Mit großer Mehrheit hat das Europäische Parlament gesetzliche Regelungen für Hedge Fonds und Private Equity eingefordert. Diese sollen u. a. Vorschriften zu Transparenz, finanzieller Stabilität, Eigenkapital, zur EU-Beaufsichtigung von Rating-Agenturen sowie Maßnahmen gegen Überschuldung und gegen Interessenkonflikte enthalten.
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12.10.2008
Pflicht zur Vorlage von Kontoauszügen durch Datenschutz begrenzt
Die Pflicht zur Vorlage von Kontoauszügen betrifft nur die Ausgabenseite (Sollstellung) der Kontenbewegungen. Dies stellt das Bundessozialgericht fest. Die Regelungen des Sozialdatenschutzes räumten dem Grundsicherungsempfänger die Möglichkeit ein, auf der Ausgabenseite die Empfänger von Zahlungen zu schwärzen oder unkenntlich zu machen, wenn diese Zahlungen besondere personenbezogene Daten betreffen (etwa Beiträge für Gewerkschaften, politische Parteien, Religionsgemeinschaften etc).
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12.10.2008
Sonderumlage im Entschädigungsfall „Phoenix“ vorerst gestoppt
Die Entschädigungseinrichtung der Wertpapierhandelsunternehmen (EdW) darf Finanzdienstleistungsunternehmen vorerst nicht zu Sonderbeiträgen zur Finanzierung der Entschädigung von Anlegern wegen der sog. Phoenix-Pleite heranziehen. Dies hat das Verwaltungsgericht Berlin in etwa 50 gleichgelagerten Beschlüssen entschieden.
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12.10.2008
IKB: Anfechtungsklagen gegen den Kapitalerhöhungsbeschluss durch Vergleich beendet
Nachdem zwei der insgesamt zehn Anfechtungsklagen, die Minderheitsaktionäre gegen den Kapitalerhöhungsbeschluss der ordentlichen Hauptversammlung vom 27. März 2008 anhängig gemacht haben, bereits Mitte des Monats Juli 2008 durch Vergleich erledigt worden sind, sind die verbleibenden acht Anfechtungsklagen ebenfalls durch gerichtliche Protokollierung eines weiteren Vergleichs endgültig beendet worden. Dies teilt die IKB Deutsche Industriebank AG mit.
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12.10.2008
Inhaltskontrolle einer Zinsvereinbarung
Die Unwirksamkeit einer unbestimmten Zinsänderungsklausel bei auf eine längere Laufzeit angelegten Sparverträgen führt nicht dazu, dass der im Vertrag genannte Anfangszinssatz von der Bank für die gesamte Laufzeit geschuldet wird. Dies hat der Bundesgerichtshof entschieden.
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05.10.2008
Berücksichtigung von Treuhandverhältnissen und Darlehen im Ausbildungsförderungsrecht
Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig hat entschieden, dass Verbindlichkeiten aus Treuhandabreden und Darlehen bei der Bewilligung von Ausbildungsförderung grundsätzlich anerkennungsfähig sind. Sie seien aber nur dann vermögensmindernd zu berücksichtigen, wenn sie zivilrechtlich wirksam zustande gekommen sind und dies auch nachgewiesen ist. An den Nachweis sei ein strenger Maßstab anzulegen.
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28.09.2008
Haftung des Architekten für unrichtige Bautenstandsberichte
Der Bundesgerichtshof hat entschieden, dass den Erwerbern einer noch zu errichtenden Eigentumswohnung Schadensersatzansprüche gegen den vom Veräußerer mit der Bauleitung beauftragten Architekten zustehen können, wenn dieser unrichtige Bautenstandsberichte erstellt hat, die vereinbarungsgemäß Grundlage für die ratenweise Zahlung des Erwerbspreises sein sollen.
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28.09.2008
Fortgang des KapMuG-Verfahrens gegen die Deutsche Telekom (Ersuchen des Oberlandesgerichts an das U.S. Department of Justice)
In dem Verfahren nach dem Kapitalanleger-Musterverfahrensgesetz (KapMuG) gegen die Deutsche Telekom hat das Oberlandesgericht Frankfurt am Main nunmehr ein förmliches Ersuchen an die zuständigen US-Behörden gerichtet, um eine Vernehmung der Zeugen Stanton, Stapelton, Mosa und Friedmann im Generalkonsulat der Bundesrepublik in San Francisco durchführen zu können.
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28.09.2008
BaFin untersagt Leerverkäufe – elf Finanztitel betroffen
Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat am Freitag Leerverkäufe (Transaktionen, die zu einer Short Position führen) von Aktien folgender Unternehmen der Finanzbranche vorübergehend untersagt:
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28.09.2008
Oberlandesgericht Karlsruhe bejaht Erfolgsaussichten einer Schadensersatzklage gegen die Deutsche Bausparkasse Badenia
Der Antragsteller begehrt Prozesskostenhilfe für eine Schadensersatzklage gegen die Deutsche Bausparkasse Badenia, die ihm das Landgericht Karlsruhe nicht gewährt hat. Im Beschwerdeverfahren hat das Oberlandesgerichts Karlsruhe festgestellt, dass von einer hinreichenden Erfolgsaussicht der Klage auszugehen ist.
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28.09.2008
BaFin ordnet Moratorium über die Lehman Brothers Bankhaus AG an
Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat gegenüber der Lehman Brothers Bankhaus AG ein Veräußerungs- und Zahlungsverbot erlassen. Außerdem hat die BaFin der Bank untersagt, Zahlungen entgegenzunehmen, die nicht zur Tilgung von Schulden ihr gegenüber bestimmt sind („Moratorium“).
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28.09.2008
Schadensersatzhaftung eines Aufsichtsratsvorsitzenden bei systematischem Betrug einer Aktiengesellschaft
Das Oberlandesgerichts Karlsruhe hat einen Wirtschaftsprüfer verurteilt, an 71 klagende Anleger Schadensersatz in Höhe von insgesamt ca. 3.000.000 € zu zahlen. Nach Auffassung der Richter war der beklagte Wirtschaftsprüfer in seiner Eigenschaft als Aufsichtsratsvorsitzender einer Aktiengesellschaft mitverantwortlich für eine betrügerische Anlagevermittlung.
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28.09.2008
Entscheidung in dem Ordnungswidrigkeitenverfahren gegen die Daimler AG
In dem Ordnungswidrigkeitenverfahren gegen die Daimler AG (vorm. Daimler Chrysler AG) als Betroffene wegen Verstoßes gegen das Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) alte Fassung (a.F.) hat das Amtsgericht Frankfurt am Main die Daimler AG freigesprochen. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat am 15.5.2007 gegen die Daimler AG einen Bußgeldbescheid über 200.000,00 € erlassen mit dem Vorwurf, es leichtfertig unterlassen zu haben, das Ausscheiden des Vorstandsvorsitzenden der Gesellschaft zum 31.12.2005 unverzüglich zu veröffentlichen.
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28.09.2008
BaFin stoppt Lastschrifteinzug von 'Versicherungsprämien' auf Konten des BDAR e.V. und des UBA e.V.
Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hatte dem Bund der Auslandsresidenten e.V. (BDAR e.V.) und Herrn Michael Rohr in seiner Eigenschaft als Vorstandsvorsitzender des BDAR e.V. untersagt, unerlaubt das Versicherungsgeschäft durch den Abschluss von Verträgen über Kranken-, Unfall- und Haftpflichtversicherungen zu betreiben. Dennoch haben beide sowie die Unterstützungskasse des Bundes der Auslandsresidenten e.V. (UBA e.V.) in 2008 über Kreditinstitute "Versicherungsprämien" mit dem Lastschriftverfahren eingezogen.
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28.09.2008
Die defizitäre Entwicklung eines Mietpools stellt nicht generell einen Beratungsfehler des Verkäufers dar
Die nach Vertragsschluss einsetzende defizitäre Entwicklung eines Mietpools lässt dem Bundesgerichtshof zufolge allein nicht den Schluss auf einen Beratungsfehler des Verkäufers zu.
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28.09.2008
Kapitalmusterverfahren vor dem Oberlandesgericht Frankfurt am Main gegen die CorealCredit Bank AG
Das Landgericht Frankfurt am Main hat dem Oberlandesgericht mehrere Schadensersatzklagen gegen die CorealCredit Bank AG zur Herbeiführung eines Musterentscheids nach dem Kapitalanleger-Musterverfahrensgesetz (KapMuG) vorgelegt.
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28.09.2008
BaFin untersagt dem Konsumgüter Direktvertrieb e.V. das Einlagengeschäft und ordnet die Abwicklung an
Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat dem Konsumgüter Direktvertrieb e.V., Dornstetten, untersagt, das Einlagengeschäft zu betreiben. Ferner hat die BaFin die unverzügliche Abwicklung dieser Geschäfte angeordnet.
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28.09.2008
Arglistige Täuschung des Vermittlers ist zwingende Voraussetzung der Haftung der Bank
Eine Haftung der Bank setzt zwingend eine arglistige Täuschung durch den Vermittler voraus. Dies stellt der Bundesgerichtshof klar. Für die Arglist trage der Darlehensnehmer die Beweislast. Das Gleiche gelte für den aus der arglistigen Täuschung abgeleiteten Anspruch aus vorsätzlichem Verschulden bei Vertragsschluss.
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07.09.2008
Keine Verletzung von Meldepflichten bei Übernahmeverfahren Continental AG festgestellt
Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat nicht feststellen können, dass Schaeffler durch ein Swap-Geschäft mit Merrill Lynch International (London) gegen Meldepflichten des Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetzes (WpÜG) oder des Wertpapierhandelsgesetzes (WpHG) verstoßen hat.
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31.08.2008
SECURENTA AG: Neuer Termin für Gläubigerversammlung
Das Amtsgericht Göttingen hat die nächste Gläubigerversammlung im Verfahren über das Vermögen der SECURENTA AG auf Dienstag, den 14.10.2008, 9:00 Uhr, anberaumt.
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31.08.2008
Kabinett beschließt Gesetzentwurf zur Änderung des BDSG
Das Bundeskabinett hat den Entwurf eines Gesetzes zur Änderung des Bundesdatenschutzgesetzes (BDSG) beschlossen. Mit dem Gesetzentwurf sollen die Regelungen des Bundesdatenschutzgesetzes über die Tätigkeit von Auskunfteien der gestiegenen und noch steigenden Bedeutung von Auskunfteien im modernen Geschäftsverkehr angepasst werden. Insbesondere sollen die von den Auskunfteien und ihren Geschäftspartnern praktizierten Verfahren transparenter und damit die mit Hilfe dieser Verfahren getroffenen Entscheidungen für die Verbraucher nachvollziehbarer werden.
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31.08.2008
Über defizitäre Entwicklungen eines Mietpools muss ein Verkäufer nicht aufklären
Ein Verkäufer, der den Beitritt zu einem Mietpool empfhielt, muss den Käufer nicht über die generelle Möglichkeit einer defizitären Entwicklung des Mietpools aufklären. Dies hat der Bundesgerichtshof entschieden.
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31.08.2008
Haustürsituationen werden einer kreditgewährenden Bank nur bei einem entsprechenden Näheverhältnis zum Vermittler zugerechnet
Vermittelt ein Dritter einem Anleger in einer Haustürsituation eine Kapitalanlage, dann handelt der Dritte nicht im Namen und für Rechnung der die Kapitalanlge finanzierenden Bank, wenn er keine Empfehlung zu Verhandlungen mit gerade dieser Bank ausgesprochen hat, sondern die Auswahl auf der selbstbestimmten Weisung des Anlegers beruht. Dies hat der Bundesgerichtshof entschieden.
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31.08.2008
Organschaftliche Vertreter haften für die Unrichtigkeit ihrer Angaben gegenüber Anlageinteressenten
Informieren organschaftliche Vertreter einer kapitalsuchenden Gesellschaft Anlageinteressenten persönlich über die für eine Anlageentscheidung wesentlichen Umstände, dann haften sie in Folge dessen für die Unrichtigkeit und Unvollständigkeit ihrer Angaben nach den Grundsätzen der Haftung bei Vertragsschluss. Dies hat der Bundesgerichtshof entschieden.
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31.08.2008
Gewährt eine Bank keinen weiteren Kredit mehr, ist das kein Grund für eine Kündigung der bestehenden Kreditverträge
Kündigt man trotzdem, hat der Kunde die Vorfälligkeitsentschädigung zu bezahlen. Dies hat das Amtsgericht München entschieden.
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24.08.2008
Bezeichnung 'REIT AG' in der Firmierung eines Unternehmens nur unter bestimmten Voraussetzungen zulässig
Die Bezeichnung „REIT AG“ darf nach Ablauf der gesetzlichen Übergangsfrist in der Firma von Unternehmen mit Sitz in Deutschland nur geführt werden, die den Anforderungen des Gesetzes über deutsche Immobilien-Aktiengesellschaften mit börsennotierten Anteilen (REIT-Gesetz - REITG) an eine REIT-Aktiengesellschaft genügen. Dies hat das Landgericht Mannheim entschieden.
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17.08.2008
Verdacht der Untreue - Durchsuchungen bei fünf ehemaligen Vorständen der vormaligen Landesbank Sachsen Girozentrale (Sachsen LB)
In einem seit Oktober 2007 durch das Bundeskriminalamt Wiesbaden auf Ersuchen der Staatsanwaltschaft Leipzig bearbeiteten Ermittlungsverfahren fanden am 12.8.2008 mit Unterstützung des Landeskriminalamtes Sachsen und der örtlichen Polizeidienststellen Durchsuchungen in Sachsen, Sachsen-Anhalt, Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen, Hessen, Berlin und - auf Ersuchen deutscher Strafverfolger – auch durch die GARDA Bureau of Fraud Investigation in Dublin (Republik Irland) statt.
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17.08.2008
Aufsichtsrat haftet persönlich für sittenwidriges und betrügerisches Verhalten des Vorstandes einer Aktiengesellschaft
Das Oberlandesgericht Düsseldorf hat einem Aktienanleger, der wie mehr als 6.000 andere, Aktien der mittlerweile insolventen R. Holding AG erworben hatte, einen Schadenersatzanspruch gegen den damaligen Aufsichtsratsvorsitzenden des Unternehmens zugesprochen.
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17.08.2008
Immobilienkäufer trägt die Beweislast dafür, dass der Verkäufer seine Beratungspflichten verletzt hat
Der Käufer trägt die Beweislast dafür, dass der Verkäufer seine Pflichten aus einem Beratungsvertrag verletzt hat, auch dann, wenn dieser ihm ein unvollständiges und insoweit fehlerhaftes Berechnungsbeispiel zur Ermittlung des monatlichen Eigenaufwands vorgelegt hat. Dies hat der Bundesgerichtshof entschieden.
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27.07.2008
Stellungnahme der Landesbausparkassen zur 'Abmahn-Aktion' der Verbraucherzentrale NRW
Zur „Abmahn- und Klageaktion“ der Verbraucherzentrale NRW gegen Bausparkassen-Gebühren, über die am 27. Mai 2008 vom ZDF-Magazin „Frontal 21“ berichtet wurde, erklären die Landesbausparkassen: Die Behauptung der Verbraucherzentrale NRW (VZ), Abschluss- und Darlehensgebühren seien rechtlich unzulässig, ist falsch - so die LBS. Unzutreffend und irreführend sei insbesondere der von der VZ verbreitete Eindruck, der Bundesgerichtshof habe sich bereits kritisch mit diesen Gebühren auseinandergesetzt. Dies sei nicht der Fall. Die Gebühren seien seit Jahrzehnten im gesamten Markt üblich, den Kunden bekannt und auch nach Auffassung der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) als Bestandteil der genehmigten Tarifbedingungen der Bausparkassen rechtlich unstreitig.
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27.07.2008
Handelsblatt berichtet über Verstrickung von Vorstandsmitgliedern der SdK in zwielichtige Kapitalgeschäfte
Das Handelsblatt berichtet über den Rücktritt des stellvertretenden Vorsitzenden Markus Straub der Kleinanktionärsvereinigung "Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger e.V." nach umstrittenen Lehrverkäufen von Wertpapieren des Zahlungsverkehrsabwicklers Wirecard AG.
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27.07.2008
Verbraucherzentrale Sachsen warnt vor Aktienempfehlungen per Telefax
Privatleute wie auch Selbstständige und selbst die Verbraucherzentrale Sachsen erhalten in jüngster Zeit per Fax immer wieder Kaufempfehlungen für Aktien unbekannter, ausländischer Unternehmen.
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27.07.2008
Deutsche Bank unterliegt teilweise im Spread-Ladder-Swap-Verfahren
Die Klage der Stadt Hagen hat das Landgericht Wuppertal abgewiesen, der Klage des städtischen Tochterunternehmens "Gesellschaft für Immobilien und aktive Vermögensnutzung mbH" (GIV) allerdings stattgegeben. Die Deutsche Bank muss nun rund 1 Million Euro an das Tochterunternehmen zurückzahlen und kann von diesem keine weiteren Zahlungen verlangen.
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27.07.2008
Oberlandesgericht Stuttgart urteilt zu den WGS-Fonds 18 - 41
Der versteckte Teil der Vertriebskosten wurde bei den WGS-Fonds 18 - 41 aus den Einlagen der Anleger bezahlt und war daher als Provisionszahlung offenbarungspflichtig, soweit er über 15% lag (zumindest bis WGS-Fonds Nr. 29), sonst soweit der Anleger mit Angaben über den ausgewiesenen Teil der Vertriebskosten geworben wurde. Dies hat das Oberlandesgericht Stuttgart in Abweichung zur Rechtsprechung des Oberlandesgerichts Karlsruhe entschieden.
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27.07.2008
Schadensersatzhaftung einer Bank gegenüber Darlehensnehmer wegen Wissens um Kontamination des finanzierten Grundstücks - Aufklärungspflicht der Bank bei Wissensvorsprung -
Das Wissen ihres Vorstandes um Kontamination eines Grundstücks muss sich die beklagte Bank im zu entscheidenden Fall zurechnen lassen. Dies hat das Oberlandesgericht Karlsruhe entschieden. Bereits die Tatsache, dass an einem Grundstück Sanierungsarbeiten erforderlich wurden, um chemische Altlasten zu beseitigen, stelle einen erheblichen wertbildenden Faktor dar, da allein der damit verbundene Makel und die nicht auszuschließende Gefahr weiterer bisher unbekannter Schäden für mögliche Käufer einen erheblichen Nachteil des Grundstücks darstellen können.
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27.07.2008
BaFin untersagt dem Konsumgüter Direktvertrieb e.V. das Einlagengeschäft und ordnet die Abwicklung an
Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat dem Konsumgüter Direktvertrieb e.V., Dornstetten, untersagt, das Einlagengeschäft zu betreiben. Ferner hat die BaFin die unverzügliche Abwicklung dieser Geschäfte angeordnet.
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27.07.2008
BaFin gibt Hinweise zu Freiverkehrswerten
Im Ausland gegründete Aktiengesellschaften, etwa aus den USA, Kanada oder der Schweiz werden häufig in den Freiverkehr an deutschen Börsen einbezogen. In der Vergangenheit haben verschiedene Börsenbriefe viele dieser Gesellschaften massiv zum Kauf empfohlen. Anstelle des von den Anlegern daraufhin erhofften dauerhaften Kursanstiegs kam es in den meisten Fällen jedoch innerhalb kürzester Zeit zu enormen Kursverlusten.
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27.07.2008
Verbraucherzentrale Sachsen rät Geschädigten der 'Göttinger Gruppe', aktiv zu werden
Die Verbraucherzentrale empfiehlt Anlegern der Securenta AG, die bisher noch keine Forderungsanmeldung zur Insolvenztabelle vorgenommen haben oder deren Anmeldung abgelehnt wurde, noch einmal aktiv zu werden.
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27.07.2008
Keine Inanspruchnahme des Kapitalanlegers für Bereicherungsschuld der Bank gegenüber Fondsgesellschaft
Ein Kreditinstitut, das aufgrund eines wegen Verstoßes gegen das Rechtsberatungsgesetz unwirksamen Darlehensvertrages die Immobilienfondsbeteiligung eines Kapitalanlegers finanziert und die Darlehensvaluta unmittelbar an den als GbR betriebenen Fonds ausgezahlt hat, kann den Kapitalanleger für die Bereicherungsschuld der GbR nicht persönlich in Anspruch nehmen. Dies hat der Bundesgerichtshof entschieden.
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27.07.2008
Anlagebetrüger zu langjährigen Haftstrafen verurteilt
Das Landgericht Stuttgart hat drei Männer wegen Anlagebetrugs zu langjährigen Haftstrafen verurteilt. Zwei 55 und 34 Jahre alte Angeklagte aus dem Raum Pforzheim wurden jeweils zu Freiheitsstrafen von 6 Jahren und 9 Monaten verurteilt, ein 37 Jahre alter Angeklagter erhielt eine Freiheitsstrafe von 5 Jahren und 3 Monaten.
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27.07.2008
Bank muss Kunden bei Veruntreuung von Geldanlagen warnen
Eine Bank, die weiß, dass der Inhaber eines bei ihr geführten Girokontos darauf eingehende Zahlungen für fremde Rechnung anzulegen hat, und die aufgrund massiver Verdachtsmomente argwöhnt, der Kontoinhaber veruntreue die Gelder, hat jedenfalls dann eine Warnpflicht, wenn der Kontoinhaber auf einen entsprechenden Vorhalt den Verdacht nicht ausräumen kann. Dies hat der Bundesgerichtshof entschieden. Unter diesen Umständen bestehe die Warnpflicht nicht nur, wenn die Veruntreuung der Bank bekannt ist, sondern auch wenn sie aufgrund massiver Verdachtsmomente objektiv evident ist.
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13.07.2008
SECURANTA AG: Gläubigerversammlung am 22. Juli 2008
Wie in Insolvenzverfahren üblich, hat der zuständige Richter das Verfahren auf den Rechtspfleger Lars-Michael Huhnold übertragen. Dieser hat die zunächst auf den 7.10.2008 vertagte Gläubigerversammlung auf den 22.7.2008 vorverlegt.
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13.07.2008
Bankkunde kann sich auch nach Jahrzehnten auf den Inhalt seines Sparbuchs berufen
Legt ein Bankkunde ein Sparbuch mit einem Guthaben vor, bei dem die letzte Eintragung Jahrzehnte zurück liegt, so muss die Bank beweisen, dass sie das Guthaben ausgezahlt hat. Dies hat das Oberlandesgericht Celle klargestellt.
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13.07.2008
Auch Anleger am 'Grauen Kapitalmarkt' können Musterfeststellungsverfahren betreiben
Auch öffentliche Kapitalmarktinformationen des unreglementierten so genannten „Grauen Kapitalmarktes“ können Gegenstand eines Musterfeststellungsverfahrens sein. Dies hat der Bundesgerichtshof entschieden. Unter die entsprechende Vorschriften fielen jedoch nur Erfüllungsansprüche nach dem Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetz (WpÜG) und Schadensersatzansprüche aus einer fehlerhaften, irreführenden oder unterlassenen öffentlichen Kapitalmarktinformation.
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13.07.2008
Bundesgerichtshof entscheidet zu Aufklärungspflichten der finanzierenden Bank bei Mietpoolbeitritt und interner Beleihungswertermittlung
Bei Bauherren- und Erwerbermodellen treffen die finanzierende Bank, die den Beitritt des Darlehensnehmers zu einem für das Erwerbsobjekt bestehenden Mietpool zur Voraussetzung der Darlehensauszahlung gemacht hat, nicht ohne Weiteres über die damit verbundenen Risiken Aufklärungspflichten wegen eines durch sie bewusst geschaffenen oder begünstigten besonderen Gefährdungstatbestands. Dies hat der Bundesgerichtshof entschieden und damit seine bisherige Rechtsprechung bestätigt.
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29.06.2008
Insolvenzverfahren über das Vermögen der SECURENTA AG
Der Direktor des Amtsgerichts Göttingen hat über das Ablehnungsgesuch gegen Richter am Amtsgericht Schmerbach und das Selbstablehnungsgesuch des Richters am Amtsgericht Dr. Brosche entschieden. Danach sind beide Richter an der weiteren Amtsausübung im Insolvenzverfahren gegen die Securenta AG gehindert.
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29.06.2008
VIP Medienfonds 2: VIP erhebt Einspruch gegen geänderte Steuerbescheide für 2002 und 2003
Die VIP-Geschäftsführung hat Einspruch gegen die geänderten Steuerbescheide für den VIP Medienfonds 2 erhoben. Das Finanzamt München hatte den Fonds wie bereits gemeldet für die Jahre 2002 und 2003 einer neuerlichen Überprüfung unterzogen und ist zu dem Ergebnis gelangt, dass die Verluste teils im falschen Jahr geltend gemacht wurden, teils wird auch die Herstellereigenschaft des Fonds angezweifelt. VIP stützt sich dabei auf die „erhöhte Bestandskraft“ der ursprünglichen Steuerbescheide, weil der Fonds für die Jahre 2002 und 2003 bereits endgültig betriebsgeprüft war. Die Bescheide können nur dann geändert werden, wenn ein Fall von Steuerhinterziehung oder leichtfertiger Steuerkürzung vorliegt. Dies wird im vorliegenden Fall zwar von der Finanzverwaltung behauptet, ist aber weder belegt noch abschließend entschieden.
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29.06.2008
'Schrottimmobilien'-Ansprüche der Anleger könnten inzwischen verjährt sein
Der Bundesgerichtshof nahm zu der Frage Stellung, wann die seit Anfang 2002 geltende dreijährige Verjährungsfrist für Rückzahlungsansprüche zu laufen beginnt. Entscheidend sei der Moment, in dem der Anleger Kenntnis von den den Anspruch begründenden Umständen und der Person des Schuldners erlangt oder diese nur infolge grober Fahrlässigkeit nicht hat. Der Lauf der Verjährungsfrist habe nicht erst mit dem Urteil des Bundesgerichtshofs vom 16. Mai 2006 begonnen.
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29.06.2008
Versicherungskunde soll seinem Versicherungsvertreter 27.000 Euro geschenkt haben – einfach so
Das Landgericht München I verhandelt derzeit über einen Rechtsstreit, in dem es um das Verhältnis eines großen Versicherungsunternehmens zu einem seiner Kunden geht.
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27.06.2008
Commerzbank verlängert nicht den Verjährungsverzicht gegenüber der VIP 3 und VIP 4 Fonds
Wie der VIP Geschäftsführung und dem Anlegerbeirat durch die Commerzbank mitgeteilt wurde, wird diese in den Fällen der VIP Medienfonds 3 und 4 keine weitere Verlängerung des Verjährungsverzichts über den 30.06.2008 hinaus aussprechen. Dies teilt die VIP Fondsverwaltungsgesellschaft mbH mit.
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22.06.2008
VW-Gesetz nicht konform mit EuGH-Urteil
Die EU-Kommission hat beschlossen, ein weiteres Vertragsverletzungsverfahren gegen Deutschland einzuleiten. Grund ist die nicht erfolgte Umsetzung des Urteils des Europäischen Gerichtshofs vom 23. Oktober 2007 über das 1960 erlassene Volkswagen-Privatisierungsgesetz (VW-Gesetz). Der Gerichtshof hatte in seinem Urteil festgestellt, dass das VW-Gesetz drei Bestimmungen enthält, die dem deutschen Staat (dem Land Niedersachsen und möglicherweise auch dem Bund) ungerechtfertigte Sonderrechte verleihen. Deutschland hat mit der Beibehaltung dieser Vorschriften gegen die Kapitalverkehrsfreiheit und damit gegen seine Verpflichtungen aus dem EG-Vertrag verstoßen.
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15.06.2008
Anlegerschützer warnen vor dubiosen 'Trading Programmen'
„Tradingprogramme“ in Form eines geheimen Handels mit Bankschuldverschreibungen mit einer sicheren Rendite von 40 % p.a.. Mit dieser Aussage geht aktuell die dubiose Schweizer Firma „Project Invest AG“, Zürich, auf Kundenfang, warnte das Deutsche Institut für Anlegerschutz.
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15.06.2008
Oberlandesgericht Karlsruhe bestimmt Verhandlungstermine in den sogenannten 'Schrottimmobilien-Verfahren' gegen die Deutsche Bausparkasse Badenia AG
Das Oberlandesgericht Karlsruhe, das für mehr als 300 anhängige Verfahren gegen die Deutsche Bausparkasse Badenia AG zuständig ist, hat nach Sichtung und Auswertung der sehr umfangreichen Akten der Verfahren, die ca. 60 Wohnobjekte in ganz Deutschland betreffen, zunächst für vier Verfahren Termin zur mündlichen Verhandlung bestimmt.
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15.06.2008
Göttinger Gruppe: Konzern pleite – Anleger zahlen weiter
Der Insolvenzverwalter des bankrotten Finanzdienstleisters ‚Securenta’ („Göttinger Gruppe“), Peter Knöpfel, hat sein Amt wegen eines „gestörten Vertrauensverhältnisses“ zu den Gläubigern auf eigenen Antrag niedergelegt.
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15.06.2008
Insolvenzverfahren der European Energy Consult Holding AG eröffnet
Das Amtsgericht Hamburg hat über das vorhandene Vermögen der EECH European Energy Consult Holding AG das Insolvenzverfahren eröffnet. Zum Insolvenzverwalter bestellte das Amtsgericht den bereits zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellten Rechtsanwalt Burckhardt Reimer, Hamburg.
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15.06.2008
Bank darf ihre Augen nicht vor der Erkenntnis einer sittenwidrigen Überteuerung des Anlageobjekts verschließen
Grundsätzlich ist eine kreditgebende Bank unter dem rechtlichen Gesichtspunkt eines Wissensvorsprungs nur dann verpflichtet, den Kreditnehmer bei Kreditvergabe über die sittenwidrige Überteuerung der zu finanzierenden Eigentumswohnung aufzuklären, wenn sie positive Kenntnis davon hat, dass der Kaufpreis knapp doppelt so hoch ist wie der Verkehrswert der Wohnung. Dies hat der Bundesgerichtshof entschieden. Ausnahmsweise stehe die bloße Erkennbarkeit der positiven Kenntnis dann gleich, wenn sich die sittenwidrige Überteuerung einem zuständigen Bankmitarbeiter nach den Umständen des Einzelfalls aufdrängen musste; er sei dann nach Treu und Glauben nicht berechtigt, seine Augen davor zu verschließen.
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15.06.2008
Prospekt muss über Winderträge informieren
Der Prospekt, mit dem für den Beitritt zu einer Windpark-Beteiligungsgesellschaft geworben wird, muss - auch - im Bereich der für die Beitrittsentscheidung des Anlegers wesentlichen Frage der Winderträge, und damit letztlich der Rentabilität der Anlage, die Interessenten richtig und vollständig informieren. Dies hat der Bundesgerichtshof entschieden. Daran fehle es, wenn in dem Prospekt verschwiegen wird, dass in den Gutachten über die im Prospekt dargestellten prognostizierten Winderträge jeweils ein Sicherheitsabschlag empfohlen worden ist.
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08.06.2008
Verfügen die Eltern über das Konto des Kindes wie über ein eigenes Konto, sind die Einkünfte aus Kapitalvermögen den Eltern zuzurechnen; das gilt auch, wenn das Kind volljährig ist.
Mit Urteil zur Einkommensteuer 1999 hat das Finanzgericht Rheinland-Pfalz zu der nicht seltenen Frage Stellung genommen, wem erzielte Einkünfte steuerlich zuzuordnen sind.
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01.06.2008
Bundesgerichtshof entscheidet über Schadensersatzansprüche eines Anlegers in einen Filmfonds
Der Bundesgerichtshof hat entschieden, dass die Komplementärin eines Filmfonds auch im Bereich so genannter Weichkosten nicht ohne weiteres nach ihrem Belieben die für die Vergütung des Eigenkapitalvertriebs vorgesehenen Mittel aufstocken und aus Budgets finanzieren darf, die für andere Aufgaben vorgesehen sind. Darüber hinaus müsse ein Prospekt darüber aufklären, wenn ein bestimmtes Unternehmen, an dem ein Gesellschafter der Komplementärin maßgeblich beteiligt sei, in beachtlichem Umfang mit dem Eigenkapitalvertrieb zu besonderen Konditionen betraut werde.
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01.06.2008
Verbraucherzentrale NRW startet bundesweite Abmahnaktion gegen Bausparkassen
Wegen Abschluss- und Darlehensgebühren startet die Verbraucherzentrale NRW eine bundesweite Abmahnaktion gegen Bausparkassen.
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18.05.2008
Phoenix: EdW unterliegt gegen Ernst & Young
Das Oberlandesgericht Stuttgart hat entschieden, dass die EdW (Entschädigungseinrichtung der Wertpapierhandelsunternehmen) keinen Schadensersatz von Ernst & Young verlangen kann und dabei offengelassen, ob Letztere ihre vertraglichen Pflichten verletzt hat.
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18.05.2008
Vorlagebeschluss des Bundesgerichtshofs an den EuGH zur Auslegung der Haustürgeschäfte-Richtlinie
Die Karlsruher Richter haben Zweifel bekommen, ob die von ihnen entwickelten Regelungen zum Haustürwideruf eines Gesellschafters wegen der den Widerrufenden belastenden Rechtsfolgen mit der Haustürgeschäfte-Richtlinie in Einklang stehen, nach der die Anzeige des Rücktritts von den eingegangenen Verpflichtungen bewirkt, dass der Verbraucher aus allen aus dem widerrufenen Vertrag erwachsenden Verpflichtungen entlassen ist.
Der Bundesgerichtshof hat dem Gerichtshof der Europäischen Gemeinschaften die Fragen zur Vorabentscheidung vorgelegt, ob Beitritte zu Personengesellschaften, Vereinen oder Genossenschaften mit dem vorrangigen Ziel einer Kapitalanlage von der Haustürgeschäfte-Richtlinie erfasst werden, und ob Bestimmungen der Richtlinie dahin auszulegen sind, dass sie der Behandlung des widerrufenden Verbrauchers als (zunächst) wirksam beigetretenen Gesellschafter mit allen daraus folgenden Rechten und Pflichten bis zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens des Widerrufs entgegenstehen.
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18.05.2008
Kommunaler Zweckverband kann Bausparvertrag ohne aufsichtsrechtliche Genehmigung abschließen
Der Abschluss eines Bausparvertrages stellt weder eine Kreditaufnahme dar, noch begründet er eine Zahlungsverpflichtung. Dieser Auffassung ist das Oberlandesgericht Karlsruhe.
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11.05.2008
Alexander Falk wegen versuchten Betrugs zu vier Jahren Freiheitsstrafe verurteilt
Das Landgerichts Hamburg hat Alexander Falk zu einer Freiheitsstrafe von vier Jahren wegen gemeinschaftlichen versuchten Betrugs in Tateinheit mit gemeinschaftlicher unrichtiger Darstellung nach dem Aktiengesetz sowie in Tateinheit mit Beihilfe zur unrichtigen Darstellung der Verhältnisse einer Kapitalgesellschaft im Jahresabschluss (sog. Bilanzfälschung) verurteilt. Die vier Mitangeklagten wurden ebenfalls zu Freiheitsstrafen verurteilt, davon einer zu zwei Jahren und sechs Monaten ohne Bewährung und jeweils mit Bewährung zwei Angeklagte zu zwei Jahren und ein Angeklagter zu acht Monaten.
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11.05.2008
BGH entscheidet erneut zur Kommanditistenhaftung bei negativem Kapitalanteil
Der Bundesgerichtshof hat mit dieser Entscheidung seine Rechtsprechung bestätigt, derzufolge jede Rückzahlung an den Kommanditisten haftungsbegründend ist, wenn und soweit dadurch der Kapitalanteil des Kommanditisten unter den Betrag seiner Haftsumme sinkt oder schon zuvor diesen Wert nicht mehr erreicht hat.
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04.05.2008
Kein Schadensersatz für BFI-Kunden
Das Oberlandesgericht Dresden hat die Schadensersatzklagen zweier Kundinnen der mittlerweile insolventen BFI-Bank abgewiesen.
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04.05.2008
Verbraucherkreditrichtlinie verabschiedet
Der Rat der Europäischen Union für Verkehr, Telekommunikation und Energie hat die neue Verbraucherkredit-Richtlinie endgültig gebilligt. Ziel der Richtlinie ist es, den Verbraucherschutz europaweit durch mehr Transparenz zu verbessern. Die neue Richtlinie enthält abschließende Vorgaben für die Gesetzgebung der Mitgliedstaaten. Künftig werden auch Überziehungskredite und so genannte Renovierungskredite – anders als Kredite, die durch Grundpfandrechte gesichert sind oder zum Kauf von Grundstücken oder Gebäuden dienen – in die Richtlinie einbezogen sein, um den Wettbewerb zwischen den verschiedenen Kreditformen nicht zu verzerren.
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27.04.2008
HVB: Squeeze-Out-Beschluss kann ins Handelsregister eingetragen werden
Nach der Entscheidung des Landgerichts München I kann der Beschluss der Hauptversammlung der HVB vom 26./27. Juni 2007, nach dem die Aktien der übrigen Aktionäre der HVB auf den Hauptaktionär UniCredito übertragen werden (sog. Squeeze out), in das Handelsregister eingetragen werden.
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20.04.2008
BaFin stellt Entschädigungsfall für Weserbank AG, Bremerhaven, fest
Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat für die Weserbank AG, Bremerhaven, den Entschädigungsfall festgestellt. Damit liegen die gesetzlichen Voraussetzungen dafür vor, dass die Entschädigungseinrichtung deutscher Banken GmbH (EdB) die Einleger der Bank entschädigen kann.
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20.04.2008
BaFin ordnet Moratorium über die Weserbank AG, Bremerhaven, an
Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat gegenüber der Weserbank AG ein Veräußerungs- und Zahlungsverbot erlassen. Außerdem hat die BaFin die Schließung des Kreditinstitutes für den Verkehr mit der Kundschaft angeordnet und der Bank untersagt, Zahlungen entgegenzunehmen, die nicht zur Tilgung von Schulden ihr gegenüber bestimmt sind („Moratorium“). Die BaFin hat beim Amtsgericht Bremerhaven zudem Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens gestellt.
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20.04.2008
Auftakt im Kapitalanleger-Musterverfahren gegen die Deutsche Telekom
Der erste Verhandlungstag im Kapitalanleger-Musterverfahren gegen die Deutsche Telekom ist ordnungsgemäß zu Ende gegangen. Die von der Justizverwaltung angemieteten Räumlichkeiten hatten eine ausreichende Kapazität. Erwartungsgemäß haben nur wenige Anleger die Gelegenheit genutzt, die Verhandlung unmittelbar mitzuerleben. Das Interesse der Presse dagegen war sehr groß.
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20.04.2008
Rückforderungsansprüche des Insolvenzverwalters bzgl. ausgezahlter Scheingewinne des Anlegers ('Phoenix')
Dem Rückgewähranspruch des Insolvenzverwalters auf Rückzahlung ausgeschütteter Scheingewinne können durch den Anleger die ihm gegen die Insolvenzschuldnerin vor deren Insolvenz als aufrechenbare Forderungen zustehenden Schadensersatzansprüche entgegen gehalten werden. Dies hat das Thüringer Oberlandesgericht entschieden. Hiervon erfasst würde der Anspruch auf Rückzahlung der geleisteten Einlage, wie auch des Agios und des entgangenen Zinsgewinnes.
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20.04.2008
Über Risiken nicht bekannter Anlageformen ist aufzuklären
Auch ein Anleger mit grundlegenden Kenntnissen, der eine "chancenorientierte" Anlagestrategie verfolgt, darf im Rahmen einer Anlageberatung erwarten, dass er über die Risiken einer ihm bislang nicht bekannten Anlageform zutreffend unterrichtet wird. Dies hat der Bundesgerichtshof entschieden.
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06.04.2008
BaFin untersagt der Vertriebsführung der AktienPower AG die Anlagevermittlung und ordnet die Abwicklung an
Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat den Herren Hans Peter Borst (Schweinfurt), Andreas Wengler (Reichshof), Sebastian Kieser (Triefenstein), Ronald Schnaus (Triefenstein) sowie der Your Life Direktvertriebs GmbH (Schweinfurt) am 20. März 2008 die Anlagevermittlung untersagt. Ferner hat die BaFin angeordnet, die unerlaubt betriebenen Geschäfte unverzüglich abzuwickeln.
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06.04.2008
Deutsche Bank legt gegen Urteil des Landgerichts Würzburg Berufung ein
Die Deutsche Bank AG hat am Mittwoch gegen das Urteil des Landgerichts Würzburg zum Zinsswap-Geschäft mit den Unternehmen der Würzburger Versorgungs- und Verkehrs-GmbH(WVV GmbH) Berufung eingelegt.
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06.04.2008
Bundesgerichtshof hält an Haftung von Wirtschaftsprüfern für Prospektfehler fest
Ob ein Prospekt unrichtig oder unvollständig ist, ist nicht allein anhand der wiedergegebenen Einzeltatsachen, sondern nach dem Gesamtbild zu beurteilen, das er von den Verhältnissen des Unternehmens vermittelt. Dies hat der Bundesgerichtshof entschieden.
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06.04.2008
Wer ein Kreditinstitut aufgrund eines Vermögensverwaltungsvertrages auf Schadensersatz in Anspruch nimmt,...
...hat die Darlegungs- und Beweislast für eine objektive Pflichtverletzung des Kreditinstituts. Dies hat der Bundesgerichtshof entschieden.
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23.03.2008
Beschlüsse über die Entlastung des Vorstands und Aufsichtsrates der Deutschen Bank auf der Hauptversammlung 2005 nichtig
Das Oberlandesgericht Frankfurt am Main hat die Klage zweier Aktionäre teilweise stattgegeben, mit der sie sich gegen Beschlüsse gewandt hatten, die auf der Hauptversammlung der Deutschen Bank im Jahre 2005 getroffen worden waren.
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23.03.2008
Abfindungsansprüche außenstehender Aktionäre im Konkurs der die Abfindung schuldenden Gesellschaft
Der Bundesgerichtshof hatte sich mit der Frage zu befassen, ob und ggf. inwieweit geltend gemachten Abfindungs- bzw. Schadensersatzansprüche aus dem vorliegenden aufgehobenen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag bestehen.
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23.03.2008
Kapitalanleger-Musterverfahren gegen Daimler AG wegen unterlassener unverzüglicher Veröffentlichung von Insiderinformation über das Ausscheiden des ehemaligen Vorstandsvorsitzenden Prof. Schrempp muss neu verhandelt werden
Der Bundesgerichtshof hatte erstmals in einem Rechtsbeschwerdeverfahren gegen den in einem Kapitalanleger-Musterverfahren ergangenen Musterentscheid eines Oberlandesgerichts zu befinden.
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23.03.2008
Zwangsvollstreckung gegen Darlehensnehmer unzulässig
Die beklagte Westend Olympic GmbH, Frankfurt, sieht sich durch ein Urteil des Oberlandesgerichts München im Ergebnis bestätigt. Die gesamte rechtliche Konstruktion des Kreditverkaufs wurde für tragfähig und nicht angreifbar erachtet. Die klagenden Darlehensnehmer hatten im Laufe des Verfahrens einräumen müssen, dass bei ihren Darlehen Rückstände aufgelaufen waren.
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16.03.2008
Neues Muster für Widerrufsbelehrungen
Die Dritte Verordnung zur Änderung der BGB-Informationspflichten-Verordnung ist im Bundesgesetzblatt verkündet worden. Damit sollen die Muster für Belehrungen noch klarer gefasst, die Unternehmer Verbraucherinnen und Verbrauchern über ihre Widerrufs- und Rückgaberechte erteilen müssen. Die Neufassung wird bereits am 1. April 2008 in Kraft treten.
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09.03.2008
UMTS-Lizenzen: BGH bestätigt Abweisung einer Aktionärsklage gegen die Bundesrepublik auf Schadensersatz an die Telekom
Der Bundesgerichtshof hatte über die Teilklage eines Aktionärs der Deutschen Telekom AG (im Folgenden: Telekom) wegen ihres Erwerbs von UMTS-Lizenzen bei der in Deutschland im Jahr 2000 durchgeführten Versteigerung gegen die beklagte Bundesrepublik Deutschland als damals herrschendes Unternehmen auf Zahlung von Schadensersatz von 50.000,00 € an die Telekom zu befinden.
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09.03.2008
Nicht alle Finanzgeschäfte unterliegen der Bankenaufsicht
Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig hat heute die Aufhebung zweier bankaufsichtsrechtlicher Verfügungen der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BAFin) bestätigt. Die Bundesanstalt hatte die Tätigkeit der klagenden Aktiengesellschaft, als erlaubnispflichtiges Bankgeschäft eingestuft und wegen fehlender Erlaubnis untersagt.
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09.03.2008
Bundesgerichtshof entscheidet zum Schadensersatzanspruch wegen unterbliebener Widerrufsbelehrung nach dem Haustürwiderrufsgesetz bei sogenannten 'Schrottimmobilien'
Der Bundesgerichtshof hatte erneut über Ansprüche von Verbrauchern im Zusammenhang mit sogenannten "Schrottimmobilien" zu entscheiden. Der Schadensersatzanspruch des Anlegers setzt voraus, dass die finanzierende Bank ein Verschulden trifft und der Kapitalanleger seine auf den Abschluss des Darlehensvertrages gerichtete Willenserklärung bei ordnungsgemäßer Belehrung über sein Widerrufsrecht auch tatsächlich widerrufen hätte. Eine (widerlegliche) tatsächliche Vermutung für die Ausübung des Widerrufsrechts bestehe nicht.
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09.03.2008
Verbraucherzentrale Bundesverband geht gegen pauschale Zustimmung zum Forderungsverkauf vor
Die Forderung zur Eindämmung rechtswidriger Forderungsverkäufe von Immobilienkrediten untermauert der Verbraucherzentrale Bundesverband jetzt mit rechtlichen Schritten. Abmahnungen wurden der Baden-Württembergischen Bank, der ING-DiBa, der Deutschen Kreditbank, der Volksbank Allgäu-West und der Westdeutschen Immobilienbank zugestellt. Rechtswidrig sind nach Einschätzung des Bundesverbandes Klauseln in den Darlehensverträgen, mit denen die Verbraucher pauschal in Forderungsverkäufe einwilligen.
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09.03.2008
BaFin untersagt der Heercapital Deutschland GmbH die Anlagevermittlung
Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat der Heercapital Deutschland GmbH, München, die unerlaubt betriebene Anlagevermittlung untersagt.
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02.03.2008
Bundesfinanzhof ändert Rechtsprechung zur Umsatzsteuer bei Kredit- und Fondsvermittlung
Der Bundesfinanzhof hat seine bisherige Rechtsprechung zur Umsatzsteuerpflicht bei der Untervermittlung von Krediten, die auch für die Untervermittlung von Fondsanteilen galt, aufgegeben. Er entschied, dass Untervermittler umsatzsteuerfreie Leistungen beim Vertrieb derartiger Bank- und Finanzdienstleistungen erbringen können. Die Untervermittlung weise die Besonderheit auf, dass der Vermittler nicht von einer der Parteien des zu vermittelnden Vertrages, sondern von einen anderen Vermittler beauftragt wird.
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24.02.2008
Anlegern der Fonds Cinerenta II und III Schadensersatz zugesprochen
Das Oberlandesgericht München hat Anlegern der Fonds Cinerenta II und III Schadensersatz zugesprochen. Erstmals wurde die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Contor GmbH, die als Treuhänderin und Mittelverwendungskontrolleurin fungierte, wegen eines Prospektfehlers bzgl. Cinerenta II und III zum Schadensersatz verurteilt.
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24.02.2008
DSGV: Stellungnahme zur WDR/SWR-Sendung 'Und plötzlich ist das Haus weg' am 16. Januar 2008
Am 16. Januar 2008 um 23.30 Uhr wurde in der ARD ein Fernsehbeitrag von WDR/SWR unter dem Titel "Und plötzlich ist das Haus weg - Wie Sparkassen Kredite kleiner Leute verscherbeln" ausgestrahlt. Hierzu nehmen der Deutsche Sparkassen- und Giroverband (DSGV) sowie die Sparkassen Südholstein und Wedel gemeinsam Stellung.
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24.02.2008
Anlageverkäufer muss u.U. über Zinssubventionen aufklären
Ein Verkäufer, der den Käufer über die Möglichkeit berät, eine Eigentumswohnung mit Fremdmitteln zu erwerben, muss darüber aufklären, dass er die Zinsen für das von dem Käufer aufzunehmende Darlehen subventioniert, wenn sich die Zinssubvention nicht auf die gesamte Laufzeit des Darlehens erstreckt.
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10.02.2008
'proVento'-Windpark-Projekte: Beginn der Hauptverhandlung vor dem Landgericht Koblenz
Vor dem Landgericht Koblenz begann am 07.02.2008 das Strafverfahren im Zusammenhang mit der Unternehmensgruppe „proVento“, über deren Gesellschaften teilweise Insolvenzverfahren eröffnet worden sind.
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10.02.2008
Schwäbisch Hall-Bausparer müssen keine Kreditverkäufe fürchten
Bausparer müssen Kreditverkäufe nicht fürchten. Die Grundlagen dafür sind im Bausparkassengesetz verankert, das einen missbräuchlichen Verkauf von zugeteilten Bauspardarlehen ausschließt, so die Bausparkasse Schwäbisch Hall AG.
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10.02.2008
Verwaltungsgericht Frankfurt am Main gibt der Klage gegen die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) auf Auskunft nach dem Informationsfreiheitsgesetz weitgehend statt
Der der Bafin als Behörde obliegenden Verschwiegenheitspflicht nach dem Wertpapierhandelsgesetz stehe nicht von vornherein generell einer Preisgabe von Informationen entgegen. Dies hat das Verwaltungsgericht Frankfurt am Main entschieden.
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10.02.2008
Verwaltungsgericht Frankfurt am Main weist Klage der Verbraucherzentrale Bundesverband gegen die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht auf Auskunft ab
Zu einem Informationszugang, der von einer eigenen Rechtsanwendung und Rechtsprüfung der Behörde abhängig sei, kann eine Behörde auf der Grundlage des Informationsfreiheitsgesetzes nicht verpflichtet werden. Dies hat das Verwaltungsgericht Frankfurt am Main entschieden. Nach diesem Gesetz könne nur ein Anspruch auf Zugang zu amtlichen Informationen verfolgt werden. Informationen, die erst Resultat einer eigenständigen Rechtsprüfung der Behörde seien, gehörten nicht dazu.
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10.02.2008
Kreditverkauf: Grundschuld kann nicht losgelöst veräußert
In mehreren TV-Sendungen wurde in den vergangenen Tagen und Wochen behauptet, Grundschulden, die als Sicherheit für Wohnungsbaudarlehen dienen, könnten losgelöst von der Darlehensforderung veräußert und dann in voller Höhe verwertet werden. Dies ist nicht korrekt und entspricht nicht der Praxis von Kreditverkäufen, teilt der Deutsche Sparkassen- und Giroverband mit.
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10.02.2008
Kommunales Wasserunternehmen verliert Klage gegen Deutsche Bank wegen Vorwurf der Falschberatung bei Finanztermingeschäften
Die "Tagesthemen" berichteten über eine bundesweite Klagewelle u.a. auch in Magdeburg von Kommunen und kommunalen Unternehmen gegen die Deutsche Bank wegen des Vorwurfs falscher Anlegerberatung bei Finanztermingeschäften. In Magdeburg hat das Landgericht eine Klage des 100% kommunalen Unternehmens Heidewasser GmbH gegen die Deutsche Bank abgewiesen.
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10.02.2008
Landgericht Berlin untersagt ARD Behauptungen aus Sendung 'Und plötzlich ist das Haus weg' vom 16. Januar 2008
Das Landgericht Berlin hat dem Westdeutschen Rundfunk sowie weiteren ARD-Anstalten bei Androhung eines Ordnungsgeldes von bis zu 250.000 Euro untersagt, zahlreiche Behauptungen aus der ARD-Sendung vom 16. Januar 2008 mit dem Titel „Und plötzlich ist das Haus weg - Wie Sparkassen die Kredite kleiner Leute verscherbeln“ weiter zu verbreiten.
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03.02.2008
Hauptversammlungsbeschluss der HypoVereinsbank nichtig
Das Landgericht München I hat den Beschluss der Hauptversammlung der Bayerischen Hypo- und Vereinsbank AG vom 25. Oktober 2006, mit dem unter anderem dem Verkauf der von dieser Bank gehaltenen Aktien der Bank Austria Creditanstalt an UniCredit zu einem Kaufpreis von rund 12,5 Milliarden Euro zugestimmt worden war, für nichtig erklärt.
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03.02.2008
Abschreibung von Aktien auf den gesunkenen Börsenkurs
Der Bundesfinanzhof entschieden, dass eine Teilwertabschreibung bei Aktien, die als Finanzanlage gehalten werden, immer dann zulässig ist, wenn der Börsenkurs zum Bilanzstichtag unter die Anschaffungskosten gesunken ist und keine konkreten Anhaltspunkte für ein alsbaldiges Ansteigen vorliegen.
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27.01.2008
Berater muss über Mietausfallrisiko bei Mietpoolvertrag aufklären
Ist zwischen dem Verkäufer und dem Käufer im Zusammenhang mit dem Erwerb einer Immobilie zu Anlagezwecken ein Beratungsvertrag zustande gekommen, genügt der Verkäufer seiner Beratungspflicht nicht schon dann, wenn er zwar die Funktionsweise eines Mietpoolvertrags erläutert und dem Käufer vor Augen führt, dass sich im Falle von Leerständen der Ertrag sämtlicher Mietpoolmitglieder mindert. Dies hat der Bundesgerichtshof entschieden. Vielmehr müsse er darauf hinweisen, dass in dem dem Käufer vorgerechneten Mietertrag ein angemessenes Mietausfallrisiko nicht einkalkuliert ist.
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27.01.2008
Tilgungsabrede bezieht sich auf tatsächlichen Lebensversicherungsleistung
Soll bei endfälligen Krediten mit Tilgungsaussetzung die Tilgung aus einer Kapitallebensversicherung erfolgen, so bezieht sich die Tilgungsabrede regelmäßig nur auf die Höhe der tatsächlich ausgezahlten Lebensversicherungsleistungen. Dies hat der Bundesgerichtshof entschieden. Das Risiko der Unterdeckung habe grundsätzlich der Darlehensnehmer zu tragen.
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27.01.2008
Betriebswirtschaftliche Untersuchung zur Rentabilität und Vermietbarkeit Pflicht, wenn im Prospekt mitgeteilt
Eine die Aufklärungspflicht der finanzierenden Bank ist gegeben, wenn die Angaben zur Höhe des erzielbaren Mietzinses entgegen der Mitteilung im Verkaufsprospekt ohne betriebswirtschaftliche Untersuchung zur Rentabilität und Vermietbarkeit des Objekts (hier: sog. Boarding-House) gemacht wurden. Dies hat der Bundesgerichtshof festgestellt.
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20.01.2008
Rote Karte für Lolita und Co.: In Wohnanlage muss ein Bordell nicht geduldet werden
Wer in einer Wohnungseigentumsanlage Sex gegen Geld anbietet, stört dadurch das Eigentum seiner Wohnungsnachbarn. Das hat das Pfälzische Oberlandesgerichts Zweibrücken entschieden und damit die Auffassungen der beiden Vorinstanzen vollumfänglich bestätigt.
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13.01.2008
Schlichtungsstelle entscheidet gegen Bausparkunden - Übersparte Bausparverträge immer kündbar?
Die Schlichtungsstelle des Verbandes der Privaten Bausparkassen hat entschieden: übersparte Bausparverträge der BHW Bausparkasse AG dürfen durch BHW gekündigt werden. Die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg rät Bausparern, deren übersparter Vertrag gegen ihren Willen von der Bausparkasse gekündigt wurde, zu prüfen, ob bei Vertragsschluss eine unbestimmte Rückzahlung vereinbart worden war. Denn nur dann ist der Schiedsspruch anwendbar.
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13.01.2008
Aareal Bank drängt Hypothekenkunden Gutachtertermine auf - Kreditnehmer können Besichtigung ablehnen
Hypothekenkunden der Aareal Bank werden derzeit mit nicht bestellten Gutachterterminen verunsichert. Die Bank drängt ihnen Termine unter dem Vorwand bankaufsichtsrechtlicher Vorschriften auf. Betroffene braucht das nicht zu nicht interessieren - sie müssen einer Besichtigung nicht zustimmen. Darauf weist die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg hin.
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13.01.2008
Hinweispflichten eines geschlossener Immobilienfonds in Gestalt einer Kommanditgesellschaft
Ein geschlossener Immobilienfonds in Gestalt einer Kommanditgesellschaft muss hinreichend deutlich auf den Umstand hinweisen, dass die im Fondsprospekt versprochenen festen Ausschüttungen mit Wahrscheinlichkeit zu einer Unterdeckung des Kapitalkontos des Kommanditisten und damit zu einem Wiederaufleben seiner persönlichen Haftung führen werden. Dies hat das Landgericht Karlsruhe entschieden.
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23.12.2007
Weiteres Kapitel in Sachen EM.TV geschlossen
Die juristische Aufarbeitung der Turbulenzen, die im Jahr 2000 nicht nur den Neuen Markt, sondern auch die dort notierte EM.TV & Merchandising AG (EM.TV) – heute EM. Sport Media AG – erfasste, beschäftigt nach wie vor die Münchner Gerichte. Mit dem nun verkündeten Urteil ist zumindest für das Landgericht München I ein weiteres Kapitel dieses Komplexes geschlossen.
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23.12.2007
Erneut 27 Durchsuchungen wegen des betrügerischen Kapitalanlagemodells der Firma 'Private Commercial Office Inc.', Zielfahndung nach Hauptverdächtigem
Im Auftrag der Staatsanwaltschaft Mannheim durchsuchten Ermittler des Landeskriminalamts Baden-Württemberg (LKA) 27 Wohnungen und Büroräume in Baden-Württemberg, Bayern, Nordrhein-Westfalen, Saarland und Sachsen. Die Maßnahmen richteten sich gegen 18 Tatverdächtige, die unter 200 Vermittlern der „Private Commercial Office Inc.“ (PCO) mit Sitz in Cape Coral/Florida/USA als die umsatzstärksten deutschen Vermittler gelten. Sie sollen gegen das Kreditwesengesetz verstoßen haben, weil sie keine Erlaubnis zur Vermittlung von Kapitalanlagen von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) haben. Ferner besteht der Verdacht, dass sich die Vermittler wegen Betrugs strafbar gemacht haben.
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16.12.2007
Keine Durchgriffshaftung im Fall des insolventen Kolping-Bildungswerk Sachsen e.V.
Nach ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs haftet für Verbindlichkeiten eines eingetragenen Vereins grundsätzlich nur dieser selbst und nicht die hinter ihm stehenden Vereinsmitglieder. Eine Durchbrechung dieses Trennungsgrundsatzes sei nur ausnahmsweise dann zulässig, wenn die Ausnutzung der rechtlichen Verschiedenheit zwischen der juristischen Person und den hinter ihr stehenden natürlichen Personen rechtsmissbräuchlich ist.
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09.12.2007
Verfahren gegen Verantwortliche der Wohnungsbaugesellschaft Leipzig-West AG ausgesetzt
Das Landgericht Leipzig hat das Verfahren gegen die Verantwortlichen der Wohnungsbaugesellschaft Leipzig-West ausgesetzt und die Haftbefehle gegen Pierre Raymond K. und Jürgen Adolf S. aufgehoben. Die Entscheidung erfolgte wegen erheblich veränderter Sachlage.
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09.12.2007
Anlegerschutz bei der Securenta AG / Göttinger Gruppe
Der Emissionsprospekt der Securenta AG für das Unternehmenssegment VII ist jedenfalls insofern unvollständig, als darin die bankrechtlichen Zweifel an der von der Securenta AG propagierten ratierlichen Auszahlung der späteren Guthaben – der sog. Securente – nicht erwähnt waren. Dies hat der Bundesgerichtshof entschieden.
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09.12.2007
Phoenix Kapitaldienst GmbH: Gläubigerausschuss unterstützt Insolvenzverwalter in Bezug auf Einlegung einer Rechtsbeschwerde beim Bundesgerichtshof
Der Insolvenzverwalter Frank Schmitt, Schultze & Braun, hat dem Gläubigerausschuss vorgeschlagen, mittels einer Rechtsbeschwerde beim Bundesgerichtshof gegen die Entscheidung des Landgerichts Frankfurt am Main vom 29.10.2007 vorzugehen. Der Gläubigerausschuss unterstützt diesen Vorschlag des Insolvenzverwalters. Durch die Entscheidung des Landgerichts war dem Insolvenzplan, der im April 2007 von einer großen Mehrheit der Gläubiger (99,7 Prozent) angenommen worden war, die Bestätigung versagt worden.
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09.12.2007
Rückabwicklung des Kaufs von Schrottimmobilien bei evident unrichtigen Angaben des Kreditvermittlers möglich
Wenn der Vertreiber der Kapitalanlage evident falsche Angaben über das Anlageobjekt mache, mit der finanzierenden Bank in institutionalisierter Art und Weise zusammengearbeitet und auch das Finanzierungsangebot unterbreitet hat, so ist, dem Brandenburgischen Oberlandesgericht zufolge, die Rückabwicklung des Kaufs von Schrottimmobilien möglich.
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25.11.2007
Anerkenntnis der Deutschen Bausparkasse Badenia AG bei 'Schrott-Immobilie'
Mit dem Anerkenntnisurteil hat das Oberlandesgericht Karlsruhe die beklagte Badenia verurteilt, an die klagenden Anlegerin ca. 12.000 Euro zu bezahlen, sie von allen Verbindlichkeiten aus dem Darlehensvertrag mit der X-Bank freizustellen, ein Angebot der X-Bank auf Rückabtretung der zur Sicherheit abgetretenen Ansprüche der Anlegerin aus den Bausparverträgen herbeizuführen jeweils Zug um Zug gegen kostenneutrale Abgabe sämtlicher Erklärungen, die zur Übertragung des Wohnungseigentums in Schwelm erforderlich sind.
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25.11.2007
Phönix-Klage gegen Frankfurter Sparkasse abgewiesen
Das Frankfurter Landgericht hat die Schadensersatzklage einer Anlegerin der insolventen Anlagegesellschaft Phönix gegen die Frankfurter Sparkasse abgewiesen.
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25.11.2007
Vorlagebeschluss zu einem Musterverfahren betreffend 'VIP Medienfonds 4'
Das Landgericht München I hat einen Vorlagebeschluss gemäß § 4 des Gesetzes über Musterverfahren in kapitalmarktrechtlichen Streitigkeiten - Kapitalanleger-Musterverfahrensgesetz - (KapMuG) erlassen.
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25.11.2007
Hauptverantwortliche der VIP-Medienfonds 3 und 4 zu Haftstrafen verurteilt
Firmengründer Andreas Schmid ist zu einer Freiheitsstrafe von 6 Jahren verurteilt worden, der frühere Geschäftsführer Andreas Grosch erhielt eine Freiheitstrafe von 2 Jahren auf Bewährung. Dies hat das Landgericht München I entschieden.
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25.11.2007
Badenia: Erleichterte Vergleiche und Erledigung
Die Deutsche Bausparkasse Badenia kommt Kunden, die mit ihren über die Firma „Heinen & Biege“ erworbenen Immobilienanlagen unzufrieden sind, mit Vergleichsangeboten entgegen. Dies erfolge trotz einer weiterhin für die Badenia günstigen Rechtsprechung, so die Badenia.
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25.11.2007
Badenia: Bundesgerichtshof weist 3 Klagen gegen Urteile des Oberlandesgerichts Celle zurück
Der Bundesgerichtshofe in Karlsruhe hat nach Angaben der Badenia drei für die Deutsche Bausparkasse Badenia erfolgreiche Urteile des Oberlandesgerichts Celle bestätigt, indem die „Nichtzulassungsbeschwerden“ der klagenden Anleger vom Bundesgerichtshof zurückgewiesen wurden.
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11.11.2007
Verbraucherzentrale NRW wirft vielen Geldinstituten unlauterer Kundenfang mit Lockvogel-Krediten vor
“Gut und günstig Wünsche erfüllen“, Kredit aufnehmen “so einfach wie einkaufen“: Viele Banken forcieren derzeit vor allem im Internet ihr Geschäft mit Ratenkrediten. Mit “Sofort“- und “Wunsch“- Krediten zu Billig-Zinssätzen locken zahlreiche Geldinstitute. Doch bei einer Stichprobe der Verbraucherzentrale NRW bei 15 Geldinstituten gelang es nur selten, die Lockvögel aus der Werbung zu fangen.
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11.11.2007
Zur Beurteilung einer so genannten 'gespaltenen Beitragspflicht' im Gesellschaftsvertrag eines geschlossenen Immobilienfonds
Der Bundesgerichtshof hatte sich erneut mit der Frage der Zulässigkeit von - zu der festen Einlageschuld des Gesellschafters hinzutretenden - laufenden finanziellen Belastungen der Gesellschafter eines geschlossenen Immobilienfonds zu befassen. Das Gericht fordert in ständiger Rechtsprechung ausreichende Klarheit darüber, dass und in welcher maximalen Höhe die Gesellschafter über den ziffernmäßig festgelegten Einlagebetrag hinausgehende laufende Beitragspflichten in der Zeit ihrer Mitgliedschaft in der GbR treffen.
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11.11.2007
Insolvenzverfahren Phoenix Kapitaldienst GmbH - Gläubigerinformation
Insolvenzverwalter Rechtsanwalt Frank Schmitt berichtet über die Entscheidung des Landgericht Frankfurt zu den eingelegten Beschwerden gegen die Bestätigung des Insolvenzplans.
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11.11.2007
Musterrentabilitätsrechnungen
Das Oberlandesgericht Celle setzt sich mit der Frage auseinander, welche Hinweise und Kosten die durch den Verkäufer bzw. Vermittler aufgestellte Musterrentabilitätsrechnung enthalten muss.
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04.11.2007
Kapitalanlage-Produkt darf nicht mit Aussage 'BaFin genehmigt erste deutsche Kunstanleihe' beworben werden.
Dies hat das Landgericht Hamburg entschieden. Ebenso sei die Werbung mit der Aussage "Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungen (BaFin) hat eine auf den Inhaber lautende Teilschuldverschreibung der börsennotierten E.. GROUP AG genehmigt" untersagt.
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28.10.2007
BHW-Bausparkasse: Zwangsauflösung von Hochzinsverträgen?
Die BHW Bausparkasse AG hat im September offenbar alle ihre Kunden mit vollständig angesparten Hochzinsverträgen angeschrieben und ihnen mitgeteilt, dass ihr Guthaben in Kürze ausgezahlt und der Vertrag aufgelöst werde. Aus Sicht der Verbraucherzentralen ist dieser beispiellose Versuch, unliebsame Verträge loszuwerden, unzulässig. Sie raten den Betroffenen daher, sich gegen die Zwangsauflösung der attraktiven Verträge zu wehren.
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28.10.2007
BaFin untersagt der Glatt Sparkasse E. F. das Einlagengeschäft und ordnet die Abwicklung an
Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat der Glatt Sparkasse E. F., mit satzungsmäßigem Sitz in Stockholm (Schweden), untersagt, das Einlagengeschäft zu betreiben. Ferner hat die BaFin die unverzügliche Abwicklung dieser Geschäfte angeordnet.
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28.10.2007
BaFin untersagt Herrn Klaus Halbach als Organ der NOVEX-Sparkasse EF das Einlagengeschäft und ordnet die Abwicklung an
Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat Herrn Klaus Halbach als Organ der NOVEX-Sparkasse EF die Fortführung des Geschäftsbetriebs untersagt, soweit dieser das Einlagengeschäft im Inland umfasst. Dieses wird über die Unternehmens-Homepage angeboten. Ferner hat sie die unverzügliche Abwicklung dieser Geschäfte angeordnet.
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28.10.2007
BaFin untersagt öffentliches Angebot von Aktien der Gambling Casino Ltd., London, durch Charax Investment Limited Partnership, Guernsey
Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat das öffentliche Angebot von Aktien der Gambling Casino Ltd., London, durch die Charax Investment Limited Partnership, St. George Place, GYE3ZG St Peter Port, Guernsey, UK, über ihre Internetseite "http://www.casino-shares.com" wegen Verstoßes gegen das Wertpapierprospektgesetz untersagt.
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21.10.2007
Golfclub muss Darlehen an ausscheidende Mitglieder zurückzahlen
Wenn neue Mitglieder einem Golfclub bei ihrem Eintritt ein Darlehen gewähren, darf der Golfclub die Rückzahlung nicht mit der Begründung verweigern, dass keine Warteliste von Beitrittsinteressenten bestehe. Das hat das Oberlandesgericht Düsseldorf entschieden.
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14.10.2007
Zwischenverfügung im KapMug-Verfahren der Deutschen Telekom
In den Musterverfahren nach dem Kapitalanleger - Musterverfahrensgesetz gegen die Deutsche Telekom hat das Oberlandesgericht Frankfurt am Main mitgeteilt, dass allen Beigeladenen die wechselseitige Kenntnisnahme vom Inhalt ihrer Schriftsätze ermöglicht werden soll.
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14.10.2007
Zusammenwirken des für die finanzierende Bank tätigen Vermittlers mit dem Verkäufer muss der Bank positiv bekannt sein
Voraussetzung für eine unwiderlegliche Vermutung für eine wirtschaftliche Einheit von Kreditvertrag und finanziertem Geschäft ist, dass der kreditgebenden Bank das Zusammenwirken des für sie tätigen Vermittlers mit dem Verkäufer positiv bekannt ist. Dies hat der Bundesgerichtshof entschieden. Bilden ein Darlehensvertrag und das finanzierte Anlagegeschäft eine wirtschaftliche Einheit, so könne in dieses verbundene Geschäft ein mit einem anderen Kreditinstitut geschlossener, ebenfalls der Finanzierung des Anlagegeschäfts dienender Realkreditvertrag nicht einbezogen werden.
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14.10.2007
Auch Treugeber eines von einem Treuhänder gehaltenen Gesellschaftsanteils eines Immbilienfonds können u.U. der finanzierenden Bank gegenüber haften
Sind Parteien des Darlehensvertrages allein die Immobilienfonds-GbR sowie die Bank und zahlen die Anleger regelmäßig auf ein Konto des Beteiligungstreuhänders, liegt selbst dann nur eine Fondsfinanzierung der Bank und keine Finanzierung des Gesellschaftsbeitritts der Anleger vor, wenn das Darlehen aus Auszahlungsbeträgen von Lebensversicherungen der Anleger getilgt werden soll, die auch als Sicherheiten dienen. Dies hat das Oberlandesgericht Schleswig entschieden. Eine unmittelbare Darlehensbeziehung zwischen Bank und Anleger liege damit nicht vor. Die Anleger können der Bank auch dann haften, wenn sie nicht Direktgesellschafter der Fondsgesellschaft, sondern lediglich Treugeber eines von einem Treuhänder gehaltenen Gesellschaftsanteils geworden sind, soweit sie damit nicht nur wirtschaftlich, sondern auch organisationsrechtlich in den Mitgesellschafterkreis der Hauptgesellschaft einbezogen worden sind und dies der finanzierenden Bank gegenüber offengelegt worden ist.
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30.09.2007
Bankenverband warnt vor steigender Betrugszahl mit Kapitalanlagen
Die erfassten Beteiligungs- und Kapitalanlagebetrugsdelikte sind nach Angaben des Bundeskriminalamtes von 2005 auf 2006 um knapp 70 % auf 18.115 gestiegen. Der dabei entstandene Gesamtschaden erreichte rund 500 Mio €. Die Dunkelziffer der nicht erfassten Fälle soll weitaus höher liegen, da viele Geschädigte den Betrug nicht bei der Polizei melden.
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30.09.2007
Wann ist die finanzierende Bank zur Aufklärung über eine nicht im Prospekt ausgewiesene Provision verpflichtet?
Die einen Fondserwerb finanzierende Bank ist von sich aus zur Aufklärung über eine nicht im Prospekt ausgewiesene Provision grundsätzlich nur dann verpflichtet, wenn eine versteckte Provision mitursächlich dafür ist, dass der Erwerbspreis knapp doppelt so hoch ist wie der Wert des Fondsanteils, so dass die Bank von einer sittenwidrigen Übervorteilung des Käufers durch den Verkäufer ausgehen muss. Dies hat der Bundesgerichtshof entschieden. Eine Aufklärungspflicht bestehe unabhängig davon aber dann, wenn die Bank positive Kenntnis davon hat, dass der Anleger von den Prospektverantwortlichen über die Werthaltigkeit des Fondsanteils arglistig getäuscht wird, indem aus seiner Einlage über die im Prospekt ausgewiesenen Vertriebskosten hinaus weitere Provisionen gezahlt werden.
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30.09.2007
Haustürsituation hat bei Angehörigen nicht zwingend Einfluss auf den Vertragsschluss
Haustürsituation muss für den Abschluss des Vertrages jedenfalls mitursächlich sein. Dies hat der Bundesgerichtshof entschieden.
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16.09.2007
Warnung vor dubiosen Anlegerschützern
Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen warnt Opfer des Grauen Kapitalmarktes, sich teuren Interessengemeinschaften anzuschließen.
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16.09.2007
Ex-Verteidigungsminister muss wegen Werbung Schadensersatz an Anleger zahlen
Wie das Magazin Focus in seiner Online-Ausgabe berichtet verurteilte das Landgericht Mosbach den früheren Bundesminister Prof. Dr. Rupert Scholz wegen seiner Werbung für den Fonds MSF Master Star Fund Deutsche Vermögensfonds I AG & Co. KG Schadensersatz an Anleger zu zahlen. Bereits zuvor war der frühere Berliner Schulsenator und Geschäftsführer der insolventen Fondsgesellschaft, Walter Rasch, zu Schadensersatz verurteilt worden.
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16.09.2007
Nachschusspflicht nur bei Zustimmung
Eine schlichte Mehrheitsklausel in dem Gesellschaftsvertrag einer Personengesellschaft ist keine Legitimationsgrundlage für eine Änderung des Gesellschaftsvertrages, durch die eine Nachschusspflicht eingeführt werden soll. Dies hat der Bundesgerichtshof entschieden. Vielmehr bedürfe es zur Bindung des Betroffenen seiner Zustimmung zu dieser nachträglichen Vermehrung seiner Beitragspflichten. Die ohne Rechtsgrund geleistete Nachschusszahlung unterliege grundsätzlich der Rückforderung.
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02.09.2007
BaFin untersagt Color für Kinder e.V. das Einlagengeschäft und ordnet die Abwicklung an
Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat dem Color für Kinder e.V., München, untersagt, das Einlagengeschäft zu betreiben. Zudem hat die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht dem Color für Kinder e.V. aufgegeben, die unerlaubt betriebenen Geschäfte abzuwickeln.
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02.09.2007
BaFin untersagt der Private Commercial Office, Inc., Cape Coral, Florida, USA und ihrem Geschäftsführer Ulrich Engler das Einlagengeschäft und ordnet Abwicklung an
Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat der Private Commercial Office Inc. und ihrem Geschäftsführer Ulrich Engler untersagt, das Einlagengeschäft grenzüberschreitend in Deutschland zu betreiben. Sie hat zudem angeordnet, diese unerlaubt betriebenen Geschäfte unverzüglich abzuwickeln und die Gelder zurückzuzahlen.
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02.09.2007
Anlagevermittler hat auf Risiken der Anlage hinzuweisen
Der Bundesgerichtshof nimmt erneut zur Pflicht des Anlagevermittlers Stellung, den Anlageinteressenten über die Risiken der Beteiligung an einem in der Rechtsform einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts betriebenen geschlossenen Immobilienfonds hinzuweisen, wenn der Vermittler dem Interessenten rechtzeitig einen Prospekt über die Kapitalanlage überreicht hat, der nach Form und Inhalt geeignet ist, die nötigen Informationen wahrheitsgemäß und verständlich zu vermitteln
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19.08.2007
Chancen für Anleger ihr Geld von der Göttinger Gruppe zurückzubekommen stehen schlecht
Der Berliner Insolvenzverwalter für die Finanzholding der Göttinger Gruppe Rechtsanwalt Rattunde geht davon aus, dass die gesamten Anlagen des Finanzdienstleisters in Höhe von gut 1 Milliarde Euro vollständig verloren sind. Dies berichtet die F.A.Z.
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19.08.2007
Zulässige Vollstreckungsmaßnahmen gegen die Republik Argentinien im Inland
Ein Inhaber von Staatsanleihen der Republik Argentinien, dessen Rückzahlungsansprüche nicht freiwillig erfüllt worden sind, kann u.U. im Inland im Wege der Zwangsvollstreckung erfolgreich gegen die Schuldnerin vorgehen. Das hat das Oberlandesgericht Frankfurt am Main in mehreren Verfahren entschieden.
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19.08.2007
LKA und Staatsanwaltschaft warnen vor betrügerischem Kapitalanlagemodell der Firma 'Private Commercial Office Inc.' im Internet
Wegen des Verdachts des schweren gewerbsmäßigen Betruges haben gestern Beamte des Landeskriminalamts Baden-Württemberg 12 Wohnungen und Büroräume von sieben Verdächtigen in Baden-Württemberg, Bayern, Frankreich und der Schweiz durchsucht.
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19.08.2007
Anlagevermittler darf nicht verharmlosen
Der Umstand, dass ein Beteiligungsprospekt Chancen und Risiken der Kapitalanlage hinreichend verdeutlicht, ist kein Freibrief für den Vermittler, Risiken abweichend hiervon darzustellen und mit seinen Erklärungen ein Bild zu zeichnen, das die Hinweise im Prospekt entwertet oder für die Entscheidungsbildung des Anlegers mindert. Dies hat der Bundesgerichtshof entschieden.
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19.08.2007
Zwangsvollstreckung in Konten einer Botschaft nur bei Verzicht auf diplomatische Immunität zulässig
Allein der in Bedingungen von Staatsanleihen ausgesprochene allgemeine Verzicht des Staates auf Immunität für gerichtliche Verfahren einschließlich des Zwangsvollstreckungsverfahrens bedeutet keinen Verzicht auf den besonderen Schutz der diplomatischen Immunität. Dies hat der Bundesgerichtshof im Fall der argentinischen Staatsanleihen entschieden.
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19.08.2007
Kein Schadensersatz wegen Einstellung der Anschlussförderung im sozialen Wohnungsbau
Das Landgericht Berlin wies die Klagen verschiedener Immobilienfonds gegen die Investitionsbank Berlin und das Land Berlin ab. Die klagenden Immobilienfonds wollten vom Gericht feststellen lassen, dass die Investitionsbank und das Land verpflichtet seien, ihnen den Schaden zu ersetzen, der ihnen aufgrund des Wegfalls der so genannten Anschlussförderung im sozialen Wohnungsbau entstanden sei und noch entstehen werde.
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05.08.2007
Anklage wegen Betrugs im Zusammenhang mit Kapitalbeteiligungen an Windkraftanlagen erhoben
Die Staatsanwaltschaft Koblenz hat gegen einen Steuerberater aus Dieblich, einen Diplom-Ingenieur aus Diez, einen Landwirt aus Eppenberg (Eifel) und einen Finanzmakler aus Kaisersesch Anklage wegen Betrugs in einem besonders schweren Fall und Steuerhinterziehung erhoben. Das seit 2004 andauernde umfangreiche Ermittlungsverfahren geht auf eine Vielzahl von Strafanzeigen geschädigter Anleger zurück.
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05.08.2007
Mitbegründer der Göttinger Gruppe verhaftet / bis zu 270.000 Anleger betroffen
Wie die F.A.Z. berichtet, ist der Mitbegründer der Göttinger Gruppe, Erwin Zacharias, in Holland verhaftet worden. Der wegen Steuerhinterziehung Verurteilte wollte offenbar nach Kanada ausreisen. Von der Insolvenz der Göttinger Gruppe seien bis zu 270.000 Anleger betroffen.
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05.08.2007
Verbraucherzentrale warnt vor selbsternannten Anlegerschutzgemeinschaften
Die Unternehmen Wohnungsbaugesellschaft Leipzig-West und DM-Beteiligungen sind insolvent. Der Insolvenzverwalter hat festgestellt, dass vom ursprünglichen Vermögen nur noch Reste vorhanden sind, und damit stellt sich für die Verbraucherzentrale die Frage, wie die Interessengemeinschaften und die hinter ihnen stehenden Anwälte Geld für die Anleger holen wollen.
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29.07.2007
Hauptversammlungsbeschlüsse der Deutschen Bank im Jahre 2003 wirksam
Die von Dr. Leo Kirch und weiteren Aktionären der Deutschen Bank erhobene Klage, mit der die Nichtigkeit mehrerer auf der Hauptversammlung der Deutschen Bank am 10.06.2003 gefassten Beschlüsse festgestellt werden sollte, ist erfolglos geblieben. Die Huptversammlungsbeschlüsse sind nach einem Urteil des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main wirksam.
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22.07.2007
Kreditvergabegeschäfte an Deutsche im Internet nur mit Erlaubnis nach dem Kreditwesengesetz zulässig
Verwaltungsgericht Frankfurt am Main weist Klage eines in der Schweiz ansässigen Kreditvergabeunternehmens ab.
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22.07.2007
Amtsgericht Göttingen wirft Göttinger Gruppe 'Zuständigkeitserschleichung' vor
Das Amtsgericht Göttingen erklärt sich für die Eröffnung des Insolvenzverfahrens über das Vermögen eines Finanzdienstleisters der Göttinger Gruppe für zuständig.
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22.07.2007
Sogenannter Rückforderungsdurchgriff gegenüber der finanzierenden Bank kann nicht auf Regelungen über das verbundene Geschäft im Verbraucherkreditgesetz gestützt werden
Die besonderen Regelungen über das verbundene Geschäft in § 9 Verbraucherkreditgesetz (VerbrKrG) scheiden als Anknüpfungspunkt für einen sogenannten Rückforderungsdurchgriff - wenn ein solcher überhaupt rechtlich begründbar wäre - gegenüber der eine Kapitalanlage finanzierenden Bank in Bezug auf Schadensersatzansprüche eines Anlegers und Kreditnehmers gegen Fondsinitiatoren und/oder Gründungsgesellschafter von vornherein aus. Dies hat der Bundesgerichtshof entschieden. Es fehle an einem Finanzierungszusammenhang in Bezug auf diese, außerhalb des finanzierten Geschäfts stehenden Personen.
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08.07.2007
Durchsuchungen wegen des Verdachtes des Insiderhandels
Rund 50 Polizeibeamte und Mitarbeiter der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) haben bundesweit 10 Objekte in einem bei der Staatsanwaltschaft Stuttgart wegen des Verdachts des Insiderhandels geführten Ermittlungsverfahren durchsucht. Nach einer Strafanzeige der BaFin wird gegen 6 Beschuldigte im Umfeld einer seit Mai 2006 an der Börse notierten Berliner Fluggesellschaft, darunter deren Vorstand und Aufsichtsratsvorsitzender, ermittelt.
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08.07.2007
BaFin: Empfehlungen und Musterdepots von Börsenbriefen, Telefon-Hotlines etc.
Viele Anleger nutzen für ihre Anlageentscheidung Empfehlungen und Tipps etwa von Börsenbriefen und Telefon-Hotlines. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) mahnt zur Vorsicht.
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08.07.2007
BaFin untersagt der 1911DIRECT Sparkasse Ekonomisk förening das Einlagengeschäft
Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat der 1911DIRECT Sparkasse Ekonomisk förening, Stockholm (Schweden), und deren Vorständen Georg Tolar, Ralf Mossbeck und Peter Ruf, jeweils Frankfurt am Main, am 2. Mai 2007 das Einlagengeschäft untersagt. Ferner hat die BaFin die unverzügliche Abwicklung der unerlaubt betriebenen Geschäfte angeordnet.
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08.07.2007
Argentinien-Anleihen: Staatsnotstand berechtigt nicht zur Zahlungsverweigerung gegenüber privaten Gläubigern
Das Bundesverfassungsgerichts stellt fest, dass ein Staat gegenüber Privatpersonen nicht berechtigt ist, die Erfüllung fälliger privatrechtlicher Zahlungsansprüche unter Berufung auf den wegen Zahlungsunfähigkeit erklärten Staatsnotstand zeitweise zu verweigern.
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08.07.2007
BGH zu Voraussetzungen eines institutionalisierten Zusammenwirkens
Anleger können sich in Fällen institutionalisierten Zusammenwirkens der kreditgewährenden Bank mit dem Verkäufer oder Vertreiber des finanzierten Objekts unter erleichterten Voraussetzungen mit Erfolg auf Aufklärungspflicht der finanzierenden Bank berufen. Der Bundesgerichtshof benennt konkrete Voraussetzungen eines institutionalisierten Zusammenwirkens zwischen Fondsinitiatoren und der die Fondsbeteiligungen finanzierenden Bank.
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02.07.2007
Niederlage für sog. 'Berufsaktionäre'
Der Grundsatz der Kostenparallelität gilt nicht bei streitgenössischer Nebenintervention. Dies hat der Bundesgerichtshof entschieden. Mit dieser Entscheidung dürfen die Nebenintervenienten von sog. "Berufsaktionären" – oftmals beschränkt sich ihre Mitwirkung in dem Rechtsstreit auf eine schlichte Bestellung auf Seiten des Klägers und eine Bezugnahme auf dessen Schriftsätze - in Zukunft nicht mehr erwarten, Anwaltshonorare in erheblicher Höhe vereinnahmen zu können, wenn sich Kläger und beklagte Gesellschaft miteinander vergleichen.
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01.07.2007
Vorschriften zum 'Squeeze-Out' mit dem Grundgesetz vereinbar
Nach dem Aktiengesetz kann ein Hauptaktionär, dem mindestens 95 % des Grundkapitals der betroffenen Gesellschaft gehören, durch einen Übertragungsbeschluss die verbleibenden Minderheitsaktionäre aus der Aktiengesellschaft ausschließen. Das Bundesverfassungsgericht hat entschieden, dass die relevanten Vorschriften über den Ausschluss von Minderheitsaktionären verfassungsrechtlich nicht zu beanstanden sind.
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01.07.2007
Bekanntgabe von Abstimmungsergebnisse nach Mitternacht ohne Hinweis bei Einladung führt zur Nichtigkeit der Hauptversammlungsbeschlüsse
Das Landgericht Düsseldorf hat die Beschlüsse einer Hauptversammlung aufgehoben, weil Abstimmungsergebnisse erst kurz nach Mitternacht bekannt gegeben worden waren. Die Richter raten den Versammlungsleitern zum Gebrauch der ihnen gegebenen gesetzlichen Möglichkeiten, etwa missbräuchliche Fragen oder Verzögerungsversuche der Hauptversammlung durch geeignete Maßnahmen zu unterbinden.
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24.06.2007
Insolvenzverfahren über das Vermögen der Securenta AG eröffnet
Das Amtsgericht Göttingen hat am 14.06.2007 das Insolvenzverfahren über das Vermögen der Securenta AG eröffnet. Zum Insolvenzverwalter ist der Steuerberater Peter Knöpfel, Allerstraße 76, 20146 Hamburg, ernannt worden.
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24.06.2007
Anleger muss eindeutig über das Risiko eines Totalverlustes im Prospekt aufgeklärt werden
Der Bundesgerichtshof hat über Schadensersatzansprüche von Anlegern wegen Beteiligung an einem Filmfonds entschieden. Ist eine namhafte Wirtschaftsprüfungsgesellschaft mit der Beurteilung des Prospekts beauftragt worden und erstellt über das Ergebnis einen Bericht erstellen, so sei eine Haftung auf der Grundlage eines Vertrags mit Schutzwirkung zugunsten Dritter möglich, wenn der Anleger den Prospektprüfungsbericht vor seiner Anlageentscheidung angefordert hat.
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24.06.2007
Schrottimmobilienskandal: Verbraucherzentrale verklagt BaFin auf Auskunft
Der Verbraucherzentrale Bundesverband hat die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) auf Herausgabe von Informationen zum Schrottimmobilienskandal verklagt. Dabei geht es um eine generelle Klärung, inwieweit die BaFin verpflichtet ist, Auskunft über verbraucherschädigendes Verhalten von Banken und Bausparkassen auf Grundlage des Informationsfreiheitsgesetzes zu erteilen.
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24.06.2007
Klageabweisung gegen Commerzbank i.S. VIP Medienfonds
Mit zwei Urteilen hat das Landgericht München I zwei Klagen von Anlegern gegen die Commerzbank abgewiesen. Nach Meinung der Richter konnten die klagenden Anleger ein Fehlverhalten der Mitarbeiter der Commerzbank nicht beweisen.
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17.06.2007
Göttinger Gruppe stellt Insolvenzantrag
Die Göttinger Gruppe ist insolvent. Bereits am 7. Juni 2007 hatten die Securenta AG und andere Gesellschaften des Finanzkonzerns beim Amtsgericht Berlin Charlottenburg einen Insolvenzantrag gestellt. Das Amtsgericht setzte den Berliner Rechtsanwalt Professor Rolf Rattunde von der Kanzlei Leonhardt Westhelle & Partner zum vorläufigen Insolvenzverwalter ein.
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08.06.2007
Handelsblatt: Insolvenzverfahren gegen Securenta AG
Nach Informatioenn des Handelsblatts hat das Amtsgericht Göttingen das Insolvenzverfahren gegen die Securenta AG, die Hauptgesellschaft des umstrittenen Finanzkonzerns Göttinger Gruppe, eingeleitet.
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08.06.2007
Grundsätze der Informationsdeliktshaftung erneut bestätigt (Fall ComRoad)
Der Bundesgerichtshof hat seine bisherige Rechtsprechung bestätigt, dass im Rahmen der Informationsdeliktshaftung der Nachweis des konkreten Kausalzusammenhangs zwischen einer fehlerhaften Ad-hoc-Mitteilung und der individuellen Anlageentscheidung auch dann geführt werden muss, wenn die Kapitalmarktinformation vielfältig und extrem unseriös gewesen ist.
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08.06.2007
SCHUFA-Studie beleuchtet Markt und Praktiken unseriöser Kreditvermittlung
In einer aktuell veröffentlichten Studie wurden der Markt und die Geschäftspraktiken von Anbietern „SCHUFA-freier” Kredite untersucht sowie die juristischen Hintergründe beleuchtet. Resümee der Studie: Über die Angebote „SCHUFA-freier” Kredite geraten die Menschen meist noch tiefer in die Schuldenfalle.
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08.06.2007
Teure Spekulation
Fälscht ein Vorstandsvorsitzender einer Aktiengesellschaft die Umsatzzahlen und veröffentlicht diese, sind er und die Gesellschaft schadensersatzpflichtig, wenn ein Anleger auf Grund dieser falschen Veröffentlichung Aktien erwirbt, die sich anschließend als wertlos erweisen.
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01.06.2007
Die für die professionelle Anlageberatung geltenden Grundsätze sind nicht ohne weiteres auf den erweiterten Familienkreis zu übertragen
Die für die professionelle Anlageberatung geltenden Grundsätze (Verpflichtung zur anleger- und anlagegerechten Beratung) sind nicht ohne weiteres und umfassend anwendbar, wenn es jemand innerhalb seines (erweiterten) Familienkreises auf Wunsch eines anderen gegen Gewinnbeteiligung übernimmt, einen größeren Geldbetrag in Aktien anzulegen. Dies hat der Bundesgerichtshof entschieden.
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24.05.2007
Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen warnt vor Internetseite 'eLolly'
Geld leihen und verleihen, von Privat an Privat” – diese Geschäftsidee will das Ende Februar gestartete Internetportal „eLolly” unters Volk bringen. Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen warnt vor der riskanten Kreditvermittlung mit dem eBay-Touch.
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24.05.2007
Klausel der Bausparkasse Wüstenrot zur Kostenübernahme von Wertermittlungskosten ist unzulässig
Wie die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen mitteilt hat das Landgericht Stuttgart eine Klausel der Bausparkasse Wüstenrot gekippt, die die Kosten für teure Gutachten zur Wertermittlung einer Immobilie auf die Kunden abwälzt.
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24.05.2007
Der Käufer einer Immobilie kann nicht deswegen die Rückabwicklung des Kaufvertrags fordern, weil die wirtschaftlichen Folgen seiner Erwartung nicht entsprechen
Hinzukommen müssen vielmehr weitere Umstände. Dies hat der Bundesgerichtshof entschieden. Ist dem Käufer wegen der Verletzung vorvertraglicher Pflichten oder wegen Verletzung von Pflichten aus einem selbständigen Beratungsvertrag ein Vermögenschaden entstanden, könne er die Freistellung von den Pflichten aus dem Kaufvertrag gegen Rückübertragung des Kaufgegenstands verlangen.
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10.05.2007
Gläubiger von Phoenix stimmen mehrheitlich Insolvenzplan zu – ein Gläubiger legt Beschwerde ein
Am 19. April 2007 haben die Gläubiger des insolventen Finanzdienstleisters Phoenix den Insolvenzplan mehrheitlich angenommen. Das Amtsgericht Frankfurt hatte die Gläubiger zum Erörterungs- und Abstimmungstermin eingeladen. Ziel war es, die Gläubiger über den vorgelegten Insolvenzplan abstimmen zu lassen, den der Insolvenzverwalter in Abstimmung mit dem Gläubigerausschuss in den vergangenen Monaten ausgearbeitet hatte.
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10.05.2007
Geschlossener Immobilienfonds: Nachschusspflicht muss aus dem Beitrittsvertrag eindeutig hervorgehen und der Höhe nach bestimmt oder zumindest objektiv bestimmbar sein
Dies hat der Bundesgerichtshof entschieden. Eine gesellschaftsvertragliche Bestimmung, die den einzelnen Gesellschafter zu Nachschusszahlungen verpflichtet, "soweit bei der laufenden Bewirtschaftung der Grundstücke Unterdeckungen auftreten", genüge diesen Anforderungen nicht und könne deshalb nicht Grundlage einer Nachschussverpflichtung sein.
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10.05.2007
Vermittler einer Geldanlage muss haften
Erleichtert zeigte sich die klagenden Anlegerin, welcher das Landgericht Zwickau den Ersatz des Schadens zugesprochen hatte, der ihr durch den Erwerb einer Securenta-Beteiligung entstanden war. Das Urteil ist inzwischen rechtskräftig, denn die Prozessbevollmächtigten des beklagten Vermittlers nahmen ihre Berufung zum Oberlandesgericht Dresden zurück, nachdem dieses mitteilte, dass das Rechtsmittel keinen Erfolg haben wird.
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26.04.2007
Anrechung von Steuervorteilen bei Rückabwicklung eines Fondsfinanzierungsdarlehens nach dem Haustürwiderrufsgesetz
Der Bundesgerichtshof hatte über die Rechtsfrage der Anrechnung von Steuervorteilen bei der Rückabwicklung eines finanzierten Fondserwerbs zu entscheiden. Es entspreche der Billigkeit, dass unverfallbare und nicht anderweitig erzielbare Steuervorteile den Rückforderungsanspruch des Darlehensnehmers gegen die finanzierende Bank mindern.
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26.04.2007
Bank darf Zinshöhe vom Ergebnis eines Fußballturniers abhängig machen
Der Bundesgerichtshof hat entschieden, dass eine Bank die Höhe der Zinsen für eine Geldanlage vom Ergebnis eines Fußballturniers abhängig machen darf.
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26.04.2007
Oberlandesgericht Karlsruhe nimmt zum Verjährungsbeginn in Anlagefällen mit Treuhandvollmacht Stellung
Nach Auffassung der Richter ist ab Ende des Jahres 2002 von grob fahrlässiger Unkenntnis eines Anlegers vom Bestehen seines Rückforderungsanspruchs gegenüber der finanzierenden Bank auszugehen. Entsprechende Ansprüche der Anleger verjährten damit am 31.12.2005.
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26.04.2007
Widerrufsbelehrungen müssen auch über Rechte des Verbrauchers informieren
Der Bundesgerichtshof hat entschieden, dass eine Widerrufsbelehrung, die den Verbraucher lediglich über dessen Pflichten im Falle des Widerrufs, nicht jedoch über dessen wesentliche Rechte informiert, nicht den Anforderungen des Gesetzes genügt. Ohne ausreichende Widerrufsbelehrung beginne der Lauf der zweiwöchigen Widerrufsfrist nicht.
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26.04.2007
Anleger eines Windkraftfonds bekommen Schadensersatz
In einem aktuellen Urteil hat das Oberlandesgericht Hamm die verantwortlichen Betreiber eines Windparks in Ostwestfalen verurteilt, die in den Windkraftfonds geleisteten Einlagen an die klagenden Anleger zurückzuzahlen.
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26.04.2007
Pflicht des Anlagevermittlers über versteckte Innenprovisionen aufzuklären
Der Bundesgerichtshof nimmt zur Pflicht des Anlagevermittlers, eine für den Vertrieb gezahlte Innenprovision offen zu legen, die im Prospekt für den Beitritt zu einem Immobilienfonds nicht aufgeführt war, Stellung.
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26.04.2007
Bei Rückabwicklung eines Kredites kann die finanzierende Bank nicht die Übereignung der Eigentumswohnung verlangen
Ein Kreditinstitut, das den Erwerb einer Eigentumswohnung finanziert hat, kann vom Erwerber und Darlehensnehmer, der die Rückabwicklung des nach dem Rechtsberatungsgesetz unwirksamen Darlehensvertrages begehrt, nicht die Übereignung der Eigentumswohnung verlangen. Dies hat der Bundesgerichtshof entschieden. Darüber hinaus stünden dem Kreditinstitut auch nicht die erzielten Mieteinnahmen zu.
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15.04.2007
Darlehen für Teilnahme am Schneeballsystem sittenwidrig
Wer einem anderen ein Darlehen zur Teilnahme an einem sog."Schenkkreis"gewährt, kann den Darlehensbetrag nicht zurückfordern. Mit dieser Entscheidung des Landgerichts München I wird die bestehende Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs(BGH) zur Sittenwidrigkeit des Schneeballsystems „Schenkkreis“ nun auch auf zugrunde liegende Darlehensverträge erweitert.
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12.04.2007
Kein Schadensersatzanspruch für Kapitalanleger bei richtigen Angaben in einem Verkaufsprospekt
Ein Kapitalanleger hat nur dann einen Anspruch auf Schadensersatz, wenn der zum Vertrieb einer Kapitalanlage dienende Prospekt, sachlich falsch ist. Dies hat das Landgericht Frankfurt am Main entschieden.
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05.04.2007
Ein Mitgliedstaat darf eine Steuergutschrift nicht nur für Dividenden einer inländischen Kapitalgesellschaft gewähren
Eine Regelung, die die Steuergutschrift auf Dividenden beschränkt, die von Gesellschaften mit Sitz in Deutschland ausgeschüttet werden, benachteiligt u.a. die in Deutschland unbeschränkt einkommensteuerpflichtigen Personen, die Dividenden von Gesellschaften mit Sitz in anderen Mitgliedstaaten beziehen. Diese Personen können auf ihre Steuer nicht die von diesen Gesellschaften in ihrem Sitzstaat geschuldete Körperschaftsteuer anrechnen. Dies hat der Europäische Gerichtshof entschieden.
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30.03.2007
Steuerberater haftet bei falscher Auskunft für weitere Kursverluste
Macht der Mandant die Entscheidung über einen Wertpapierverkauf erkennbar davon abhängig, dass entstandene Kursverluste mit Gewinnen verrechnet werden können und erteilt der Steuerberater daraufhin eine rechtlich fehlerhafte Auskunft, die den Mandanten veranlasst, von der Veräußerung abzusehen, so haftet der Berater dem Mandanten grundsätzlich für weitere Kursverluste. Dies hat der Bundesgerichtshof entschieden.
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30.03.2007
Die Würzburger Versorgungs- und Verkehrs-GmbH klagt gegen die Deutsche Bank
Die Würzburger Versorgungs- und Verkehrs-GmbH (WVV) hat sich entschlossen, beim Landgericht Würzburg in Sachen Zinsswaps Klage gegen die Deutsche Bank auf Schadensersatz einzureichen. Alle Angebote einer außergerichtlichen Einigung wurden von der Bank bisher ignoriert.
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30.03.2007
Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht warnt vor Spam-Mails
Derzeit werden Anleger massiv mit so genannten Spam-Mails zum Kauf von Aktien aufgefordert. Die Mails enthalten meist eine ausdrückliche Kaufempfehlung mit der Angabe extremer Kursziele oder –prognosen, ohne diese näher zu begründen.
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30.03.2007
Bankgeheimnis und Bundesdatenschutzgesetz hindern nicht die wirksame Abtretung von Darlehensforderungen
Der Bundesgerichtshof hatte über die Wirksamkeit der Abtretung einer Darlehensforderung durch ein Kreditinstitut zu entscheiden.
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21.03.2007
Bundesgerichtshof hat zu 'Mietpools' bei sogenannten 'Schrottimmobilien' entschieden
Den Richtern zufolge ist eine finanzierende Bank dem Darlehensnehmer nicht allein deshalb zur Aufklärung verpflichtet, weil sie seinen Beitritt zu einem für das Erwerbsobjekt bestehenden Mietpool zur Voraussetzung der Darlehensauszahlung gemacht hat. Aufklärungspflichten der finanzierenden Bank können in diesem Zusammenhang allerdings dann etwa in Betracht kommen, wenn sie den Beitritt in Kenntnis einer bereits bestehenden Überschuldung des konkreten Mietpools verlangt oder in Kenntnis des Umstands, dass dem konkreten Mietpool Darlehen gewährt wurden, für die die Anleger als Poolmitglieder haften müssen, oder in Kenntnis des Umstands, dass an die Poolmitglieder überhöhte Ausschüttungen ausbezahlt werden, die ihnen einen falschen Eindruck von der Rentabilität und Finanzierbarkeit der Anlage vermitteln. Dies hat der Bundesgerichtshof entschieden.
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20.03.2007
BGH verhandelt am 20.3.2007 über die Schrottimmobilien der Badenia
Der Bundesgerichtshof (BGH) wird sich insbesondere mit der Frage auseinandersetzen, ob das Mietpoolkonzept von Anfang an betrügerisch konzipiert war und überhöhte Ausschüttungen vorgesehen hat, um eine entsprechende Rendite vorzutäuschen.
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17.03.2007
Wie haften Gesellschafter, die sich vor September 1999 an einem aus steuerlichen Gründen als BGB-Gesellschaft konzipierten Immobilienfonds beteiligt haben, für Verbindlichkeiten der Gesellschaft?
Mit dieser Frage beschäftigt sich das Oberlandesgericht Celle in einem aktuellen Urteil. Demzufolge haften diese Gesellschafter für Verbindlichkeiten der Gesellschaft im Regelfall nur quotal, also nach dem Maß ihrer Beteiligung an der Gesellschaft. Die diese Haftung betreffende Aufklärung des Anlegers könne durch entsprechende Hinweise im Emissionsprospekt erfolgen.
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17.03.2007
Bank muss über verdeckte Rückvergütungen und Verwaltungsgebühren aufklären
Wenn eine Bank einen Kunden über Kapitalanlagen berät und Fondsanteile empfiehlt, bei denen sie verdeckte Rückvergütungen aus den Ausgabeaufschlägen und jährlichen Verwaltungsgebühren erhält, muss sie den Kunden über diese Rückvergütungen aufklären. Dies hat der Bundesgerichtshof entschieden. Der Kunde müsse beurteilen können, ob die Anlageempfehlung allein im Kundeninteresse nach den Kriterien anleger- und objektgerechter Beratung erfolgt ist oder im Interesse der Bank, möglichst hohe Rückvergütungen zu erhalten.
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15.03.2007
Anfechtung von Vergleichen betreffend Finanzierungsdarlehen zum Fondserwerb erfolglos
Der Bundesgerichtshof hatte über mehrere Nichtzulassungsbeschwerden gegen Urteile des Oberlandesgerichts Karlsruhe zu entscheiden, in denen die Anfechtung außergerichtlicher Vergleiche betreffend Finanzierungsdarlehen einer Sparkasse zum Zwecke des Fondserwerbs als unbegründet angesehen worden war.
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15.03.2007
Prozess gegen weiteren angeklagten Phoenix-Manager ausgesetzt.
Wie das Handelsblatt und die Frankfurter Allgemeine Zeitung übereinstimmend berichten, hat das Landgericht Frankfurt den Strafprozess gegen den Kaufmann Claus Sch. auf unbestimmte Zeit ausgesetzt.
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15.03.2007
Wann kommt im Rahmen einer Anlagevermittlung ein Auskunftsvertrag mit Haftungsfolgen zustande?
Mit dieser Frage hatte sich der Bundesgerichtshof auseinandergesetzt. Danach kommt im Rahmen einer Anlagevermittlung zwischen dem Anlageinteressenten und dem Vermittler ein Auskunftsvertrag mit Haftungsfolgen zumindest stillschweigend zustande, wenn der Interessent deutlich macht, dass er, auf eine bestimmte Anlageentscheidung bezogen, die besonderen Kenntnisse und Verbindungen des Vermittlers in Anspruch nehmen will, und der Anlagevermittler die gewünschte Tätigkeit beginnt. Damit bestätigen die Richter die ständige Rechtsprechung.
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15.03.2007
Investiert ein Anleger Eigenkapital in eine Immobilien-Gesellschaft, muss die Rechtsschutzversicherung Deckungszusage für einen Schadensersatzprozess erteilen
Beteiligt sich ein Versicherungsnehmer lediglich mit Eigenkapital und ohne Aufnahme von Fremdmitteln als stiller Gesellschafter an einer Immobilienhandel AG, deren Gesellschaftszweck nur teilweise im Handel von und mit bebauten Grundstücken besteht, so kann der Anleger von seiner Rechtsschutzversicherung eine Deckungszusage für einen Schadensersatzprozess wegen der Verletzung von Beratungspflichten durch die Gesellschaft verlangen. Dies hat das Oberlandesgericht Celle entschieden.
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15.03.2007
Kein Schutz für den Bürgen bei falschen Angaben über den Verdienst
Erhebliche Risiken birgt das leichtfertige Bürgen für einen Bekannten oder Verwandten, der Geld von einer Bank geliehen hat. Denn führt der Angehörige den aufgenommenen Kredit nicht zurück, haftet der Bürge hierfür mit seinem Vermögen. Sich hinterher auf Sittenwidrigkeit der Bürgschaft zu berufen, kann schiefgehen. Jedenfalls dann, wenn der Sicherungsgeber das Kreditinstitut über sein Einkommen falsch informiert hatte. Das entschied das Landgericht Coburg.
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01.03.2007
Aufklärungspflichten des Anlageberaters bei geschlossenen Immoblienfonds zur Veräußerung des Anteils
Der Anlageberater ist grundsätzlich gehalten, den Anlageinteressenten, welchem er zur Eingehung einer Kommanditbeteiligung an einem geschlossenen Immobilienfonds rät, darauf hinzuweisen, dass die Veräußerung eines solchen Anteils in Ermangelung eines entsprechenden Marktes nur eingeschränkt möglich ist. Dies hat der Bundesgerichtshof (BGH) entschieden.
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01.03.2007
Recht zum Haustürwiderruf des ersten Darlehenvertrags erfasst unter Umständen nicht den Folgevertrag
Steht dem Verbraucher ein Haustürwiderrufsrecht bzgl. eines Darlehensvertrags zu, mit dem er den Beitritt zu einem geschlossenen Immobilienfonds finanziert, so erfasst dies den Folgevertrag nur, wenn es sich lediglich um eine Verlängerung des ersten Darelehens handelt. Dies hat das Oberlandesgericht Frankfurt entschieden.
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01.03.2007
OLG Celle stärkt Rechte von 'Schrottimmobilien'-Käufern gegenüber der finanzierenden Bank
Die vorsätzlich überhöhte Festsetzung des Verkehrswertes einer Eigentumswohnung durch die finanzierende Bank löst einen Schadensersatzanspruch der Käufer aus. Der Vertrag ist wegen vorsätzlich sittenwidriger Schädigung grundsätzlich rückabzuwickeln. Mit seiner Entscheidung bestätigt das Oberlandesgerichts (OLG) Celle das erstinstanzliche Urteil des Landgerichts Hannover und stärkt damit die Position von Verbrauchern beim Erwerb so genannter "Schrottimmobilien" auch gegenüber den finanzierenden Banken.
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01.03.2007
Erster Erfolg im Streit um Rückzahlungspflicht: Versicherer verzichtet auf Einrede der Verjährung
Drei Musterklagen gegen Lebensversicherer hat der Bund der Versicherten (BdV) angestrengt. Die Gesellschaften hatten nach vorzeitiger Kündigung unter Berufung auf Verjährung Nachzahlungen an frühere Kunden abgelehnt. Die erste Beklagte versicherungsgesellschaft hat jetzt dem Gericht erklärt „ ...dass wir nach erneuter Prüfung der Angelegenheit auf die Einrede der Verjährung verzichten.“ Der Kunde bekommt deshalb das ihm zustehende Geld aus dem errechneten Mindestrückkaufswert.
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22.02.2007
Kein Unterlassungsanspruch der Deutschen Börse gegen DAX–bezogene Optionsscheine
Die Deutsche Börse kann einer Bank nicht untersagen, mit auf den DAX bezogenen Optionsscheinen zu handeln. Dies hat das Oberlandesgericht Frankfurt am Main entschieden.
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22.02.2007
Freiheitsstrafen gegen Betreiber des Schneeballsystems 'AKW Alternative Kollektive Wertschöpfung'
Ein 51 jähriger Polizeibeamter ist vom Landgericht Berlin wegen progressiver Kundenwerbung in Tateinheit mit gewerbsmäßig begangenem Betrug in insgesamt 969 Fällen zu einer Freiheitsstrafe von vier Jahren verurteilt worden. Ein 45jähriger Mittäter erhielt eine Freiheitsstrafe von zwei Jahren und sechs Monaten.
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16.02.2007
Entscheidung im Kapitalanleger-Musterverfahren Markus Geltl gegen DaimlerChrysler AG
Das Oberlandesgerichts Stuttgart hat entschieden, dass die DaimlerChrysler AG die Information über das Ausscheiden von Prof. Jürgen Schrempp als Vorstandsvorsitzender am 28. Juli 2005 rechtzeitig bekannt gegeben hat.
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16.02.2007
Oberlandesgericht Stuttgart nimmt zum Umfang der Informationspflichten einer Bank für eine Kapitalanlage Stellung
Bietet eine Volksbank ihrem Kunden in einem Beratungsgespräch eine von ihrer Zentralbank oder ihrem Verband empfohlene Kapitalanlage an, deren Anlagekonzept einschließlich -Prospekt sie selbst nicht auf wirtschaftliche Plausibilität geprüft hat, hat sie dem Kunden nach Auffassung des Gerichts das Unterlassen der eigenen Prüfung und ggf. eine Prüfung durch die Zentralbank bzw. den Verband und das Ergebnis einer solchen Plausibilitätsprüfung zu offenbaren.
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16.02.2007
Besteuerung von sog. Finanzinnovationen: Argentinien-Anleihen
Der Bundesfinanzhof (BFH) hat die Steuerbarkeit von Verlusten aus sog. Argentinien-Anleihen geklärt: Veräußerungsverluste aus argentinischen Staatsanleihen führen nicht zu negativen Einnahmen aus Kapitalvermögen. Denn bei den Anleihen handelt es sich nicht um Finanzinnovationen.
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16.02.2007
Gerichtliche Durchsetzung der Ansprüche gegen Falk-Anleger
Im Rahmen des Insolvenzverfahrens wird die Rückzahlung des Haftkapitals für Falk Fonds 68 und 71 eingefordert. Bei rund 1.900 Anlegern wurde ein gerichtliches Verfahren angestrengt. Den Anlegern des Falk-Fonds 71 hat der Insolvenzverwalter ein Vergleichsangebot unterbreitet, dass eine Zahlungszusage der Anleger i.H.v. 55% des geforderten Betrages bis zum 20.02.2007 vorsieht. Dann werde auf den Rest der Forderung verzichtet.
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16.02.2007
Finanzamt hat ursprünglich anerkannte Verluste der VIP Medienfonds III + IV nahezu vollständig aberkannt
Das Finanzamt München II hat die steuerlichen Grundlagenbescheide der VIP Medienfonds III + IV für die Jahre 2002, 2003 und 2004 geändert.
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03.02.2007
Verjährungsfrist in Überleitungsfällen ist von subjektiven Voraussetzungen abhängig
Der Bundesgerichtshof hatte über die Verjährung eines Bereicherungsanspruchs im Zusammenhang mit Darlehen zur Finanzierung einer Eigentumswohnung zu entscheiden. Dabei hat er geklärt, wann Ansprüche aus der Übergangszeit nach der Schuldrechtsreform von 2002 verjähren.
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02.02.2007
Kein Schadensersatz für Schneider-Aktionäre
Das Landgericht München I hat Schadensersatzansprüche von Aktionären im Zusammenhang mit der Insolvenz der Firma Schneider Technologies AG abgewiesen.
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02.02.2007
BaFin ordnet Abwicklung der unerlaubten Einlagengeschäfte der Sachwert-Capital GmbH an
Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat am 22. November 2006 die Abwicklung der unerlaubt betriebenen Einlagengeschäfte der Sachwert-Capital GmbH, Graben-Neudorf, angeordnet. Ferner hat die BaFin das Unternehmen verpflichtet, ihr über die ergriffenen Abwicklungsmaßnahmen zu berichten.
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26.01.2007
Irreführende Gestaltung von Kontoauszügen
Der Bundesgerichtshof hatte auf die Klage des Bundesverbandes der Verbraucherzentralen darüber zu entscheiden, ob ein Wettbewerbsverstoß vorliegt, wenn eine Sparkasse ihre Kontoauszüge in bestimmter Weise gestaltet. Die Kontoauszüge führen zwar bei den einzelnen Buchungen zutreffend den Buchungs- und den Wertstellungstag getrennt auf, weisen an ihrem Ende in dem optisch hervorgehobenen Kontostand aber auch noch nicht wertgestellte Beträge aus. Bei einer Verfügung über diese Beträge können Überziehungszinsen anfallen.
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19.01.2007
Weist die Widerrufsbelehrung nicht darauf hin, dass im Falle eines wirksamen Widerrufs die beiderseits empfangenen Leistungen zurückzugewähren sind,...
...entfaltet sie auch dann keine Wirkung, wenn die gegenseitigen Leistungen erst nach Ablauf der Widerrufsfrist erbracht werden. Dies hat das Landgericht Koblenz entschieden.
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19.01.2007
Pauschaler Verzicht auf Staatenimmunität erfasst nicht die diplomatische Immunität von Botschaftskonten
Anleger, die durch argentinische Staatsanleihen geschädigt wurden, können zum Ausgleich ihrer Verluste nicht die Konten der argentinischen Botschaft pfänden lassen. Das Bundesverfassungsgericht stellt fest, dass obwohl Argentinien in seinen Anleihebedingungen einen allgemeinen Immunitätsverzicht formuliert hat, dieser sich nicht auf solches Vermögen erstreckt, das dem Entsendestaat im Empfangsstaat zur Aufrechterhaltung der Funktionsfähigkeit seiner diplomatischen Mission dient.
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07.01.2007
Der Bundesgerichtshof hat zur Frage des Schutzzwecks der Widerrufsbelehrung nach dem Haustürwiderrufsgesetz Stellung genommen
Seiner Auffassung zufolge besteht der Schutzzweck der Widerrufsbelehrung nach dem Haustürwiderrufsgesetz zumindest nicht darin, den über sein Widerrufsrecht nicht belehrten Darlehensnehmer mithilfe des Schadensersatzrechts so zu stellen, als wenn das Darlehen sofort widerrufen und eine Eigenfinanzierung vorgenommen worden wäre, wenn der Erwerb einer werthaltigen Eigentumswohnung durch ein Darlehen finanziert wird.
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07.01.2007
Anleger müssen über die systemimmanente Möglichkeit einer Haftung nach § 172 Abs. 4 HGB bei einem geschlossenen Immobilienfond aufgeklärt werden
Anleger, die einem geschlossenen Immobilienfond in Form einer Kommanditgesellschaft beitreten, müssen über alle Nachteile und Risiken der Kapitalanlage informiert werden. Hierzu gehört auch die Aufklärung über eine mögliche Haftung gem. § 172 Abs. 4 Handelsgesetzbuch (HGB), wenn diese systemimmanent ist und für den Anleger damit ein unvermeidbares Risiko verbunden ist.
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07.01.2007
Erfasst die auf einem Verstoß gegen das Rechtsberatungsgesetz beruhende Nichtigkeit einer notariell beurkundeten Vollmacht und eines Treuhandvertrages ...
... die in einem Zeichnungsschein enthaltene Vollmacht eines Treuhänders zum Abschluss eines Darlehensvertrages? Mit dieser Frage hatte sich der Bundesgerichtshof (BGH) auseinanderzusetzen.
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31.12.2006
Kreditansprüche - pfändbar oder unpfändbar?
Die Pfändung in eine "offene Kreditlinie" beim Girokonto (vereinbarter Dispositionskredit) ist grundsätzlich möglich, wenn und soweit der Kunde den Kredit in Anspruch nimmt. Dies gilt allerdings nur, wenn die Bank zur Kreditgewährung verpflichtet ist und dem Kontoinhaber das Kapital zudem zur freien Verfügung überlässt. Dies hat das Oberlandesgericht (OLG) Saarbrücken entschieden.
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22.12.2006
Wann wirkt die kreditgebende Bank mit dem Verkäufer oder Vertreiber eines finanzierten Objekts institutionalisiert zusammen?
Diese Frage hatte der Bundesgerichtshof zu beantworten. Erforderlich sei hierzu, dass zwischen Verkäufer oder Fondsinitiator, den von ihnen beauftragten Vermittlern und der finanzierenden Bank ständige Geschäftsbeziehungen bestanden.
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22.12.2006
Bank muss Kreditkunden ungefragt vor Kaufrisiken warnen, die sie selbst erkannt hat
Die Bank muss den kreditsuchenden Kunden nicht nur auf eine erkannte Sittenwidrigkeit
der Kaufpreisvereinbarung, sondern auch auf eine erkannte arglistige Täuschung des Verkäufers über wesentliche Eigenschaften der Kaufsache und/oder auf eine damit häufig verbundene vorsätzliche schuldhafte Verletzung einer vorvertraglichen Aufklärungs- und Hinweispflicht ungefragt hinweisen. Dies hat der Bundesgerichtshof entschieden.
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20.12.2006
Veruntreuungsskandal bei der Bank Leumi kommt vor Gericht
Einer der grössten Betrugsfälle im Schweizer Bankenwesen kommt sechs Jahre nach dem Auffliegen vor Gericht. Die Zürcher Staatsanwaltschaft hat gegen einen ehemaligen Direktor der Bank Leumi und sechs weitere Personen Anklage erhoben. Dies berichtet der schweizer Tages-Anzeiger in seiner Online-Ausgabe.
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09.12.2006
Banken müssen bei der Vermittlung neuer Steuersparmodelle ungefragt über alle Risiken informieren
Vermittelt eine Bank steuersparende Fondsbeteiligungen, die auf einem neuartigen Konzept beruhen, das bislang in der steuerlichen Praxis nicht zur Anwendung gekommen ist, so verstößt sie gegen ihre vertragliche Hinweispflicht, wenn sie den Interessenten lediglich über die normalerweise bei Steuersparmodellen bestehenden Risiken aufklärt. Nach Auffassung des Oberlandesgerichts Koblenz müsse der Anleger darauf hingewiesen werden, dass insofern noch keine Steuerpraxis besteht und lediglich eine unverbindliche Auskunft des zuständigen Finanzamtes über die Steuerwirksamkeit vorliegt.
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09.12.2006
Für einen Schadensersatzanspruch aus Verschulden bei Vertragsschluss wegen unterbliebener Widerrufsbelehrung gemäß § 2 Haustürwiderrufsgesetz (HWiG) ...
muss der Darlehensnehmer konkret beweisen, dass er den Darlehensvertrag bei ordnungsgemäßer Belehrung tatsächlich widerrufen hätte. Dies hat der Bundesgerichtshof (BGH) entschieden. Dabei sei die Vorschrift als Rechtspflicht des Unternehmers zu verstehen, deren Verletzung eine Schadensersatzpflicht aus Verschulden bei Vertragsschluss zur Folge haben kann.
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09.12.2006
Der Bundesgerichtshof (BGH) hat entschieden, dass der Verkäufer einer Eigentumswohnung dann seine Beratungspflichten verletzt, ...
wenn er ein in tatsächlicher Hinsicht unzutreffendes, zu positives Bild der Ertragserwartung der Immobilie gibt und den Interessenten dadurch zum Vertragsschluss veranlasst. Dies sei auch dann der Fall, wenn der Kaufinteressent nicht auf die Risiken hingewiesen worden ist, die sich aus seiner Beteiligung an einem Mietpool ergäben.
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25.11.2006
Haftet der Vermittler von Fondsanteilen, wenn er diese dem Anleger gegenüber als 'sicher' bezeichnet?
Der Bundesgerichtshof hat zur Haftung eines Anlagevermittlers von Fondsanteilen aus einem stillschweigend geschlossenen Auskunftsvertrag Stellung genommen. Hat der Vermittler diese gegenüber dem Anleger als "sicher" bezeichnet, obwohl sie nach der Zuordnung durch die Kapitalanlagegesellschaft dem Risikoprofil "gewinnorientiert" und "risikobewusst"
unterfallen, könne hierin eine Übernahme der Gewähr für die Seriosität und die Erfüllung des Geschäfts liegen. Damit komme eine Haftung des Vermittlers in Betracht.
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25.11.2006
Der Hinweis auf die Folgen eines verbundenen Geschäfts ...
... macht eine Belehrung gemäß Haustürwiderrufsgesetz fehlerhaft. Dies hat das Oberlandesgericht Saarbrücken entschieden.
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24.11.2006
Neue Website bietet Verbrauchertipps zu Geld und Vorsorge
Unter www.infos-finanzen.de finden Bankkunden in den Rubriken Kunde und Bank, Konto und Karte, Sparen und Geldanlage, Kredite und Finanzierung sowie Rente und Vorsorge viele hilfreiche Informationen. Zusatzangebote wie verschiedene Finanzrechner, ein Glossar mit Begriffserklärungen, weiterführende Links, abonnierbare Audiobeiträge (Podcast) und die Möglichkeit zur Bestellung bzw. zum Download von verbraucherorientierten Broschüren des Bankenverbandes runden das neue Angebot ab.
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12.11.2006
Bankhaus Reithinger: Insolvenzverfahren eröffnet
Auf der Grundlage der Feststellungen, die im Rahmen der seit 14.09.2006 andauernden
vorläufigen Insolvenzverwaltung getroffen wurden, hat das Amtsgericht Konstanz mit
Beschluss vom 01.11.2006 über das Vermögen der Privatbank Reithinger GmbH & Co. KG, Singen, wegen Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung das Insolvenzverfahren eröffnet. Zum Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Müller-Feyen, München, der bereits als vorläufiger Insolvenzverwalter tätig war, ernannt.
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12.11.2006
Bayern stärkt Verbraucherschutz gegen Anlagebetrüger
Der Ministerrat gab grünes Licht für die Änderung des Bayerischen Pressegesetzes, damit betrügerische Kapitalanlagen deutlich länger von Polizei und Staatsanwälten verfolgt werden können. Künftig ist klargestellt, dass die kurze presserechtliche Verjährung von sechs Monaten beim Kapitalanlagebetrug durch Prospekttäuschung und bei Straftaten im Wertpapierhandelsgesetz und dem Aktiengesetz nicht gilt. Hier bleibt es bei der Verjährungsfrist von fünf Jahren nach dem Strafgesetzbuch.
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12.11.2006
Zu den Voraussetzungen für die Anwendbarkeit des Haustürwiderrufsgesetzes (HWiG) auf Bürgschaftsverträge
Das HWiG ist dem Oberlandesgericht Frankfurt zufolge auf Bürgschaftsverträge nur anwendbar, wenn sowohl der Bürge als auch der Hauptschuldner Verbraucher sind und sowohl der Bürgschaftsvertrag als auch der Hauptschuldvertrag in einer Haustürsituation zustande gekommen sind.
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05.11.2006
Bei Darlehensaufnahme und -weitergabe benötigen Unternehmen unter Umständen eine Erlaubnis nach dem KWG
Als erlaubnisbedürftiges Kreditinstitut ist jedes Unternehmen anzusehen, das Bankgeschäfte in einem Umfang betreibt, der einen in kaufmännischer Weise eingerichteten Geschäftsbetrieb erfordert, so der Bundesgerichtshof (BGH).
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27.10.2006
Bundesregierung sieht derzeit keinen Handlungsbedarf bei der Übertragung von Immobilienkrediten
Die Bundesregierung sieht derzeit keine Veranlassung, gegen den Verkauf und allgemein die Übertragung von Immobilienkrediten gesetzgeberisch tätig zu werden. Darauf verweist sie in ihrer Antwort auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion zum Erwerb und zur Verwertung von Darlehenspaketen durch US-amerikanische Finanzinvestoren.
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27.10.2006
Grundsätzlich geht späteres Recht früherem vor.
Die im Jahr 2002 eingeführten Widerrufsregelungen für Verbraucherverträge sind nur anwendbar auf Haustürgeschäfte, die nach dem 1. August 2002 abgeschlossen worden sind. Dies hat der Bundesgerichtshof festgestellt.
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27.10.2006
Bundesgerichtshof stärkt Rechte von Minderheitsaktionären
Der Bundesgerichtshof hat die Rechte von Minderheitsaktionären gestärkt, die bei einem sog. Squeeze-out gegen Zwangsabfindung aus dem Unternehmen gedrängt werden. Die Aktionäre verlieren auch dann nicht ihr Anfechtungsrecht bzgl. der Hauptversammlungsbeschlüsse, wenn ihre Aktien zwischenzeitlich auf ein anderes Unternehmen übertragen wurden.
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27.10.2006
Darlehensvertrag kann doppelte Belehrungspflicht des Notars auslösen.
Ein notarieller Darlehensvertrag, in dem zugleich die Bestellung einer Grundschuld als Sicherheit vereinbart wird, kann je nach Interessenlage Anlass sein, die einem Notar obliegende "doppelte" Belehrung hinsichtlich ungesicherter Vorleistungen auszulösen. Dies entschied der Bundesgerichtshof.
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14.10.2006
Konzernmutter trägt keine Aufklärungsflichten
Eine Konzernmuttergesellschaft ist nicht verpflichtet, die bei ihren Konzerntöchtern beschäftigten Arbeitnehmer darüber zu unterrichten, dass ihre Aktien, die ein Arbeitnehmer vor einem Börsengang zeichnet, nicht an sie zurückgegeben werden können, wenn der Börsengang scheitert. Ob die Konzerntochter diesbezüglich aufklärungspflichtig ist oder nicht, wurde vom Gericht offen gelassen.
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13.10.2006
Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungen (BAFin) durfte der Internet-Bank Fidium Finanz AG die Vergabe von Krediten an Deutsche untersagen
Die BAFin kann Unternehmen, die weder ihren Hauptsitz noch eine Zweigstelle in Deutschland haben, die gewerbsmäßige Kreditvergabe verbieten. Dies steht dem Gemeinschaftsrecht nicht entgegen, so der Europäische Gerichtshof.
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13.10.2006
Oberlandesgericht Stuttgart legt Europäischem Gerichtshof Fragen zum Haustürwiderrufsrecht vor
Das Gericht steht vor der Entschdeiung, ob eine Befristung des Widerrufsrechts wenigstens an die Rückzahlung des Darlehens angeknüpft werden kann oder ob das Widerrufsrecht verwirkt werden kann. Die Richter halten es für denkbar, dass angesichts der Zeitspanne von 4 Jahren zwischen Rückzahlung des Darlehens und Widerruf des Vertrags das Widerrufsrecht der Klägerin verwirkt ist.
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13.10.2006
Ein unwirtschaftliches Rechtsgeschäft ist nicht per se sittenwidrig
Der Bundesgerichtshof entschied, dass ein Mangel an Urteilsvermögen nicht vorliegt, wenn der Betroffene nach seinen Fähigkeiten in der Lage ist, Inhalt und Folgen eines Rechtsgeschäfts sachgerecht einzuschätzen, diese Fähigkeiten aber nicht oder nur unzureichend einsetzt und deshalb ein unwirtschaftliches Rechtsgeschäft abschließt.
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29.09.2006
Widerrufsbelehrung mit einem Zusatz ist nicht immer unwirksam.
Die vom Gesetz bezweckte Verdeutlichung des Widerrufsrechts darf nicht durch andere Erklärungen beeinträchtigt werden, wobei nicht jeder Zusatz schlechthin ausgeschlossen sein soll, so das Oberlandesgericht Naumburg. Vielmehr sollen dem Zweck der Belehrung entsprechend solche Zusätze zulässig sein, die den Inhalt der Belehrung verdeutlichen.
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29.09.2006
Erwerber von Immobilienfonds fechten erfolglos Vergleich mit Sparkasse an
Beim Oberlandesgericht Karlsruhe und dem Landgericht Mannheim waren zahlreiche Verfahren anhängig, in denen die Erwerber von Immobilienfonds versuchen, im ersten Quartal des Jahres 2004 geschlossene Vergleiche mit der Sparkasse Rhein Neckar Nord anzufechten.
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29.09.2006
Leipzig-West AG: Gutachten enthüllt Details zu Anlegerpleite
Ein Gutachten des Insolvenzverwalters der Wohnungsbaugesellschaft Leipzig-West AG (WBG) enthüllt Details. Wie die WirtschaftsWoche berichtet, ließen sich rund 40.000 Anleger in den vergangenen Jahren von üppigen Zinsen locken und steckten ihr Geld in Anleihen der WBG.
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29.09.2006
Geldinstitute dürfen die Korrespondenz mit ihren Kunden nach sechs Jahren vernichten
Die Stiftung Warentest berichtet unter Berufung auf ein Urteil des Oberlandesgerichts München, dass Bankmitarbeiter dann nicht mehr mit Vorwürfen konfrontiert werden, die sich auf diese Unterlagen beziehen.
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15.09.2006
Die 3-jährige Verjährungsfrist nach § 37a Wertpapierhandelsgesetz erfasst sämtliche Ansprüche bei fehlerhafter Anlageberatung
Wird eine fehlerhafte Beratung gerügt, beginnt die Verjährung der Schadensersatzansprüche aus einem Vermögensverwaltungsvertrag, mit dem ersten Erwerb des Wertpapiers. Die Verjährung tritt dabei für alle Ansprüche - auch aus späteren Käufen - einheitlich ein, so das Oberlandesgericht Frankfurt.
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15.09.2006
Schadensersatzansprüche von Kapitalanlegern gegen einen Steuerberater als Treuhandkommanditist einer Publikums-KG unterliegen nicht der Verjährung nach § 68 Steuerberatungsgesetz
Voraussetzung hierfür ist, dass die Ansprüche wegen eines Verschuldens bei den Beitrittsverhandlungen geltend gemacht werden und diese dem bis zum 31.12.2001 geltenden Recht unterliegen, so der Bundesgerichtshof.
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15.09.2006
Finanzkonzern Göttinger Gruppe will Tochter Gutingia Lebensversicherung AG verkaufen
Der Verkauf stehe kurz bevor, berichtet die Stiftung Warentest unter Berufung auf das Göttinger Tageblatt.
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15.09.2006
Finanzdienstleister dürfen bei ihren Produkten nicht ohne weiteres auf den DAX Bezug nehmen
Auch die nur beschreibende Bezugnahme auf den Aktienindex DAX im Zusammenhang mit der Emission von Wertpapieren verstößt gegen das Wettbewerbsrecht und ist deshalb
unzulässig. Es sei denn, sie ist lizenziert. Dies hat das Landgericht Frankfurt am Main entschieden.
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15.09.2006
Reithinger-Geschädigte dürfen hoffen
Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat für die Privatbank Reithinger GmbH & Co. KG, Singen, den Entschädigungsfall festgestellt. Damit liegen die gesetzlichen Voraussetzungen dafür vor, dass die Entschädigungseinrichtung deutscher Banken GmbH (EdB) in Berlin die Anleger entschädigen kann.
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01.09.2006
Eine Privatwohnung i.S.d. Haustürwiderrufsgesetzes kann auch die Privatwohnung des Anlagevermittlers sein.
Eine Privatwohnung i.S.d. Haustürwiderrufsgesetzes (HWiG) ist auch die Privatwohnung des Vertragspartners des Kunden oder eines vom Vertragspartner eingeschalteten Vermittlers, wenn der Kunde diese nicht bewusst für einen geschäftlichen Kontakt aufsucht.
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01.09.2006
Volksbank Göttingen hat der Securenta AG Ende Juli ein Konto gekündigt
Die Lokalzeitung "Göttinger Tagblatt" berichtete, dass die Volksbank ein auf Guthabenbasis laufendes Geschäftskonto gekündigt habe, nachdem das Guthaben durch Pfändungen aufgezehrt worden sei.
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01.09.2006
Sparkasse muss Kundin wegen Falschberatung rund 53.000 € ersetzen.
Das Landgericht Coburg und das Oberlandesgericht Bamberg verurteilten eine Sparkasse, einer durch die Investition in Argentinien-Anleihen baden gegangenen Kundin ca. 53.000 € gegen Rücknahme der "Wert"-Papiere zu ersetzen. Nach Überzeugung der Richter hatte der Bankangestellte die Anlegerin fehlerhaft beraten.
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01.09.2006
Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Inhaber der Privatbank Reithinger wegen Beihilfe zur Untreue und Steuerhinterziehung
Nach derzeitigen Erkenntnissen habe die Privatbank Reithinger der Wohnungsbaugenossenschaft Euranova in vermutlich tausenden Fällen geholfen, sich illegal die Eigenheimzulage zu sichern.
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01.09.2006
SPD will die strafrechtliche Verfolgung von Kapitalanlagebetrügern in Bayern erleichtern
Die bayerischen Staatsanwälte verstehen die Verkaufsprospekte als 'Druckerzeugnisse' im Sinne des Pressegesetzes. Dies hat zur Folge, dass in Bayern solche Straftaten bereits nach 6 Monaten verjähren.
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18.08.2006
Anleger haben Anspruch auf Schadensersatz, wenn der Vorstand vorsätzlich einen Prospekt mit falschen Umsatzzahlen herausgegeben hat
Der Anspruch auf Schadensersatz besteht dem Oberlandesgericht Frankfurt zufolge auch dann, wenn der Anleger den Prospekt gar nicht kannte.
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18.08.2006
Anleger müssen sich nicht unbedingt steuerliche Vorteile anrechnen lassen
Anleger müssen sich auf ihren Schadensersatzanspruch aus Prospekthaftung nicht die erlangten Steuervorteile anrechnen lassen, wenn sie bei Kenntnis des Prospektfehlers eine andere steuerbegünstigte Anlage getätigt hätten, so der Bundesgerichtshof.
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18.08.2006
Herausgabepflicht von heimlich einbehaltenen Retrozessionen und Finder's Fees
Das Schweizerische Bundesgericht geht von einer Herausgabepflicht von heimlich einbehaltenen Retrozessionen, Finder's Fees, Kickbacks und ähnlichen Einnahmen des Vermögensverwalters an den Auftraggeber aus.
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18.08.2006
BaFin schließt Privatbank Reithinger
Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat der Privatbank Reithinger GmbH & Co. KG die Erlaubnis zum Betreiben von Bankgeschäften entzogen. Außerdem hat sie ein Veräußerungs- und Zahlungsverbot (Moratorium) erlassen.
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18.08.2006
Revision gegen die verhängten Haftstrafen im Phoenix-Betrugsfall
Die Verteidiger des früheren Prokuristen und einer ehemaligen Geschäftsführerin haben im Betrugsskandal um die Frankfurter Anlagegesellschaft Phoenix Revision eingelegt.
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18.08.2006
Die treuhänderische Gesellschaftsbeteiligung allein verstößt nicht gegen das Rechtsberatungsgesetz
Dies gelte jedenfalls dann, wenn die Treuhandgesellschaft lediglich die Aufgabe hat, im eigenen Namen für die Anleger jeweils einen in dem Treuhandvertrag festgelegten Kommanditanteil zu erwerben und zu halten.
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04.08.2006
Schadensersatz für Comroad-Anleger
Das Landgericht München I hat einer Gemeinschaftsklage von 9 Comroad Anlegern gegen den Firmengründer der Comroad AG, Bodo Schnabel, in vollem Umfang stattgegeben.
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04.08.2006
Einen Wissensvorsprung der kreditgebenden Bank in Bezug auf eine sittenwidrige Überteuerung der finanzierten Wohnung begründet eine Aufklärungspflicht der Bank nur,...
... wenn die Bank auch Kenntnis davon hat. Diesen muss der Darlehensnehmer darlegen und beweisen. Zu seinen Gunsten greift weder ein Anscheinsbeweis noch eine tatsächliche Vermutung der Kenntnis allein aufgrund der objektiven Überteuerung.
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04.08.2006
Urteil gegen ehemaligen Justitiar der WABAG AG
Das Landgericht München I hat den Beklagten in seiner Eigenschaft als ehemaliger rechtlicher Berater der WABAG AG, Unterhaching, verurteilt, einem Anleger € 51.129,19 Schadenersatz zu bezahlen.
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04.08.2006
Landgericht Frankfurt hat Vorlagebschluss in Sachen Musterverfahren gegen die Deutsche Telekom gefasst
Die Klagen von ca. 17.000 Kleinaktionären gegen die Deutsche Telekom kommen voran.
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04.08.2006
Bank ist nicht verpflichtet, Kunden regelmäßige Empfehlungen für Anlageentscheidungen zu geben
Zum Gegenstand eines Depotvertrages gehört keine umfassende fortdauernde Beratungspflicht gegenüber dem Kunden über tatsächliche Gegebenheiten auf dem Kapitalmarkt, die zu einer Änderung der Anlageentscheidung führen könnten, so die Richter.
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04.08.2006
Unternehmen müssen Arbeitnehmer über besondere Risiken der Belegschaftsaktien aufklären
Ein Arbeitgeber, der den Erwerb von noch nicht börsennotierten Aktien der Muttergesellschaft durch die Gewährung von zweckgebundenen Arbeitgeberdarlehen fördert, ist verpflichtet, die Arbeitnehmer über die besonderen Risiken aufzuklären.
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21.07.2006
Ex-Phoenix-Manager erhält hohe Haftstrafe wegen Anlagebetrugs
Das Landgericht Frankfurt hat im großangelegten Anlagebetrugsfall beim Finanzdienstleister Phoenix Kapitaldienst den früheren Firmenprokuristen wegen Betrugs und Urkundenfälschung und die ehemalige Geschäftsfüherin wegen Untreue zu langjährigen Haftstrafen verurteilt.
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21.07.2006
Warnung vor Finanzdienstleistungsgeschäften mit dem Anbieter 'ACPM Consulting GmbH'
Österreichs Finanzmarktaufsichtsbehörde FMA warnt vor Finanzdienstleistungsgeschäften mit dem Anbieter "ACPM Consulting GmbH, dessen Büro in Fischhof 3, 1010 Wien, Österreich, gelegen sein soll.
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21.07.2006
Verdacht auf Betrug gegen Verantwortliche der DM Beteiligungen AG hat sich verstärkt
Wegen Betrugs und Insolvenzverschleppung ermittelt, so der Düsseldorfer Oberstaatsanwalt nach einem Treffen mit dem Insolvenzverwalter. Dies berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitung.
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21.07.2006
Oberlandesgericht Karlsruhe verurteilt Badenia Bausparkasse erneut zum Schadensersatz
Nach dem Urteil muss die Badenia den klagenden Eigentümern der Schrottimmobilien sämtliche geltend gemachten Aufwendungen ersetzen, welche sie im Zusammenhang mit dem Erwerb der Wohnungen gehabt haben. Die Kläger werden von den Darlehensverbindlichkeiten gegenüber der Badenia befreit. Im Gegenzug erhält die Badenia die Eigentumswohnungen, an denen die Kläger kein Interesse mehr haben.
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21.07.2006
Fehlerhafte mündliche Anlageberatung wird nicht durch zutreffende Risikohinweise im Verkaufsprospekt ausgeglichen
Der Inhalt des Beratungsgespräches darf nicht im Widerspruch zum Prospektinhalt stehen und muss den Kunden jedenfalls in groben Zügen über die im Prospekt geschilderten Risiken informieren. Der Prospekt kann nicht Mängel oder Verharmlosungen des Anlagegesprächs ausgleichen, insbesondere dann nicht, wenn kein Hinweis darauf erfolgt, dass die Einzelheiten der Anlage auch hinsichtlich ihrer Risiken im Prospekt nachzulesen seien, so das Oberlandesgericht Karlsruhe.
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21.07.2006
BaFin untersagt der Conzeptfinance Ltd. das Finanzkommissionsgeschäft
Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat Herrn Uwe Peter Wolfram, Sondershausen, sowie der Conzeptfinance Ltd., Wakefield (Großbritannien), am 22. Juni 2006 untersagt, das Finanzkommissionsgeschäft zu betreiben. Sie hat ferner die unverzügliche Abwicklung der unerlaubten Geschäfte angeordnet und Herrn Rechtsanwalt Berthold Brinkmann, Hamburg, zum Abwickler bestellt.
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21.07.2006
Aktivinvest Holding Schweiz AG, Frauenfeld (Schweiz), Aktivinvest System S.L., Palma de Mallorca (Spanien), Aktivinvest Card System S.A., Panama-Stadt (Panama), .I.S. Sparkasse Ekonomisk förening, Stockholm (Schweden)
Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat Herrn Rainer Marx, Weil am Rhein, am 12. Juni 2006 untersagt, das Einlagengeschäft zu betreiben. Die BaFin hat Herrn Marx aufgegeben, die ohne Erlaubnis betriebenen Bankgeschäfte abzuwickeln und über den genauen Umfang der Geschäfte sowie die ergriffenen Abwicklungsmaßnahmen zu berichten. Ferner hat die BaFin Herrn Marx jegliche Werbung für Einlagengeschäfte untersagt.
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21.07.2006
Unabhängige Wirtschaftskanzlei Wolfgang Gelbke
Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat am 2. Mai 2006 Herrn Wolfgang Gelbke, Igling, die Abwicklung des von ihm ohne Erlaubnis betriebenen Einlagengeschäfts aufgegeben.
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21.07.2006
Kapitalanleger-Musterverfahren gegen DaimlerChrysler AG
Das Oberlandesgericht Stuttgart hat in einem Musterverfahren nach dem Kapitalanleger- Musterverfahrensgesetz (KapMuG) darüber zu entscheiden, ob die am 28.07.2005 erfolgte Ad-hoc Mitteilung über das Ausscheiden des ehemaligen Vorstandsvorsitzenden der DaimlerChrysler AG, Prof. Jürgen Schrempp, verspätet erfolgt ist.
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07.07.2006
Musterklagen gegen die Norddeutsche Landesbank abgewiesen
Die Anleger konnten nicht nachweisen, dass ein Verhalten der Nord/LB dazu geführt hat, dass der Fonds aufgelegt wurde und sie Anteilseigner wurden. Die bloße Kreditierung der Fondsgesellschaft durch die Nord/LB und deren mögliche drohende Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung reichen für eine Haftung allein nicht aus, so das Landgericht Braunschweig.
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07.07.2006
Anlagefirma DM meldet Insolvenz an
Die Immobilienanlagegesellschaft DM-Beteiligungen AG in Düsseldorf ist zahlungsunfähig.
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07.07.2006
Republik Argentinien muss Staatsanleihen zurückzahlen
Das Oberlandesgericht Frankfurt am Main hat die Republik Argentinien verurteilt, Zinsen aus Staatsanleihen an zwei Privatgläubiger zu zahlen.
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07.07.2006
Das Risiko für eine falsche Anlageentscheidung trägt der Anleger
Das Risiko, dass sich eine aufgrund einer anleger- und objektgerechter Beratung getroffene Anlageentscheidung im Nachhinein als falsch erweist, trägt der Kunde.
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27.06.2006
Wohnungsbaugesellschaft Leipzig-West AG meldet Insolvenz an
Die Wohnungsbaugesellschaft Leipzig-West AG, Emittent von Inhaberschuldverschreibungen, hat am 19.06.2006 Insolvenz angemeldet. Am Freitag, den 16.06.2006 war eine Tranche von 20 Millionen Euro zur Rückzahlung fällig geworden.
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23.06.2006
Fonds-Vermittler muss Anleger bei Interesse für Altersvorsorge deutlich auf die Unsicherheiten aufmerksam machen
Nach Auffassung der Richter sei eine gesicherte Renditeaussicht sowie eine entsprechende Fungibilität der Beteiligung die Voraussetzung für die Eignung als Baustein für die Altersversorgung .
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23.06.2006
Daimler-Chrysler droht Nachzahlung in Millionenhöhe an Altaktionäre
Die Anteilseigner - 1,8% der damaligen Daimler-Benz-Aktionäre - hatten 1998 bei der Fusion des Stuttgarter Autobauers mit der amerikanischen Chrysler Corporation ihre Aktien nicht freiwillig 1:1 in neue DaimlerChrysler-Aktien getauscht. Nach dem Zwangsumtausch hatten 16 Aktionäre auf eine Barzuzahlung geklagt, weil sie die Daimler-Benz AG bei der Verschmelzung für unterbewertet hielten.
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23.06.2006
Staatsanwaltschaft ermittelt wegen des Verdachts der Insolvenzverschleppung gegen die Wohnungsbaugesellschaft Leipzig-West AG
Die Wohnungsbaugesellschaft Leipzig-West AG kommt seit Dezember des vergangenen Jahres seinen Zahlungsverpflichtungen nicht mehr nach. Tausende Anleger warteten seit dem 01.12.2005 auf die Rückzahlung fälliger Unternehmensanleihen. Das teilte das Deutsche Institut für Anlegerschutz (DIAS) mit.
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23.06.2006
Ein Verkaufsprospekt muss das Anlageprojekt 'richtig und vollständig' darstellen.
Nach dem Urteil des Bundesgerichtshofes kann der Anleger die Rückzahlung seiner Aufwendungen gegen Rückgabe seiner Beteiligung verlangen, wenn die Informationen unzureichend sind.
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09.06.2006
T-Online-Aktionär beantragt Sonderprüfung
Im Rahmen der Sonderprüfung soll geklärt werden, ob der Vorstand der T-Online AG zusammen mit der Deutschen Telekom AG im Vorfeld der Verschmelzung gezielt den Aktienkurs gedrückt hat, um das "Going Private" für die Konzernmutter so kostengünstig wie möglich zu gestalten.
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09.06.2006
Der Eintragung der Verschmelzung von Deutsche Telekom und T-Online steht nichts mehr im Wege
In dem Streit um die Verschmelzung der T-Online International AG mit ihrer Muttergesellschaft, der Deutschen Telekom AG, hat der Bundesgerichtshof entschieden, dass die Rechtsbeschwerde gegen den Freigabebeschluss des OLG Frankfurt am Main unzulässig ist.
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09.06.2006
Razzia gegen Kapitalanlagebetrüger
Rund 100 Kriminalbeamte, Steuerfahnder, sowie 9 Staatsanwälte durchsuchten 26 Objekte in Bayern und Hessen. Die Staatsanwaltschaft München II ermittelt gegen Verantwortliche eines Firmengeflechtes, die im Verdacht stehen, gewerbsmäßigen Kapitalanlagebetrug in organisierter Form zu begehen.
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09.06.2006
Anleger verklagen Infineon
Infineon droht in den USA ein kostspieliger Rechtsstreit. In einer Sammelklage werfen Aktionäre dem Unternehmen vor, seinen Aktienkurs durch inzwischen zugegebene Preisabsprachen bei Speicherchips in die Höhe getrieben zu haben.
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09.06.2006
Rechtsschutzversicherungen müssen die Prozesskosten übernehmen
Rechtsschutzversicherungen müssen die Prozesskosten übernehmen, wenn Anleger auf die Rückabwicklung einer Fondsbeteiligung aufgrund eines fehlerhaften Anlageprospekts klagen. Dies hat der Bundesgerichtshof entschieden.
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28.05.2006
Schadensersatz für Anleger gegen Wirtschaftsprüfer bei Prüfungsfehler nur unter engen Voraussetzungen
Der Bundesgerichtshof entschied, dass Bestätigungsvermerke des Abschlussprüfers in einem Verkaufsprospekt über eine Pflichtprüfung einer Gesellschaft vor dem Börsengang nicht zur Einbeziehung von potentiellen Anlegern in den Schutzbereich des Prüfvertrages führt.
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28.05.2006
EM.TV muss wegen geschönter Geschäftszahlen erstmals Schadensersatz an einen Aktionär zahlen
Erstmals ist ein Aktionär der EM.TV AG mit seiner Schadenersatzklage gegen die Gesellschaft und zwei frühere Organmitglieder teilweise erfolgreich gewesen. Das Oberlandesgericht (OLG) München hat der Aktionärsklage teilweise stattgegeben.
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28.05.2006
Gläubigervertreter der insolventen Phoenix Kapitaldienst GmbH haben sich auf Insolvenzplan geeinigt
Dadurch könne mit der Auszahlung an die geschädigten Anleger voraussichtlich Anfang 2007 begonnen werden.
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28.05.2006
Aktiengesellschaften müssen Eigengeschäfte von Führungspersonen mit diesen Aktien anzeigen
Der Hessische Verwaltungsgerichtshof vertrat die Auffassung, dass dem Gesetzgeber bei der Bekämpfung des Insiderhandels und bei der transparenten Gestaltung des Kapitalmarkts ein weiter Spielraum eröffnet sei, der auch die Veröffentlichung des Namens von Führungskräften und ihrer nahen Angehörigen bei dem Verkauf von Wertpapieren des eigenen Unternehmens zulasse.
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28.05.2006
'Arglistige' Verkäufer sind nicht geschützt
Nach dem Urteil des Bundesgerichtshofs berechtigt auch ein vergleichsweise geringer Mangel den Käufer zur Rückabwicklung des gesamten Kaufvertrages, wenn der Verkäufer den Schaden arglistig verschwiegen hat.
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28.05.2006
Aufklärungspflicht bei der Vermögensanlageberatung: kein Schadensersatzanspruch ohne Schaden
Das Recht, wegen einer im Verhandlungsstadium begangenen schuldhaften Sorgfaltspflichtverletzung die Rückgängigmachung des Vertrages zu verlangen, setzt einen durch die Sorgfaltspflichtverletzung entstandenen Schaden voraus.
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28.05.2006
Oberlandesgericht Celle nimmt zum Schadensersatzanspruch des Anlegers bei Schrottimmobilien Stellung
Die Urteile des Europäischen Gerichtshofs vom 25.10.2006 seien dahingehend zu verstehen, dass eine echte Rechtspflicht der Kreditinstitute zu ordnungsgemäßer Belehrung der Verbraucher über ihr Widerrufsrecht besteht und im Falle der Nichterfüllung dieser Pflicht - mit weiteren Voraussetzungen - die Kreditinstitute Schadensersatz schulden.
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21.05.2006
Bundesgerichtshof hält an sofortiger Rückzahlungspflicht der Darlehensvaluta beim Widerruf des Darlehensvertrages fest
Es bestehe im Hinblick auf die Europäische Haustürgeschäfterichtlinie kein Anlass, die ständige Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes zu ändern, nach welcher der Verbraucher nach dem Widerruf des Darlehensvertrages gemäß § 3 Haustürwiderrufsgesetz (HWiG) zur sofortigen Rückzahlung der Darlehensvaluta zuzüglich marktüblicher Zinsen verpflichtet ist.
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11.05.2006
Richter verlangen eine aussagekräftige individuelle Darlegung der Überwachungstätigkeit eines Aufsichtsrats
Eine sachgerechte Entscheidung der Anteilseigner in der Hauptversammlung über die Entlastung setzt die Information über die konkrete Überwachungstätigkeit des Aufsichtsrats voraus.
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11.05.2006
Insider-Ermittlungen gegen Hilmar Kopper eingestellt
Die Staatsanwaltschaft Stuttgart hat das Ermittlungsverfahren gegen den Aufsichtsratsvorsitzenden der DaimlerChrysler AG Hilmar Kopper wegen Verdachts des Verstoßes gegen das Wertpapierhandelsgesetz eingestellt.
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11.05.2006
Am 16.05.2006 verhandelt der Bundesgerichtshof in neun weiteren Fällen zum Problemkreis Haustürwiderruf
In der Verhandlung wird es voraussichtlich auch darum gehen, welche Konsequenzen aus der Entscheidung des Gerichtshofs der Europäischen Gemeinschaften (EuGH) vom 25.10.2005 zu ziehen sind.
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11.05.2006
VermögensGarant AG hat Insolvenzantrag gestellt
Die seit Oktober 2004 wegen des Verdachts des Prospektbetrugs negativ in die Schlagzeilen geratene Berliner VermögensGarant AG (VG) hat am 19.01.2006 Insolvenzantrag gestellt.
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10.05.2006
Ex-Prokurist von Phoenix gibt die Täuschung gutgläubiger Anleger zu
Der angeklagte Prokurist hat im Prozess um die Finanzgesellschaft Phoenix Kapitaldienst die Anleger-Täuschung zugegeben.
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05.05.2006
Landgericht Verden verurteilt Commerzbank AG zur Zahlung von Schadenersatz an Fonds-Anleger
Nach dem noch nicht rechtskräftigen Urteil könne sich die Bank wegen einer erneuten Falschberatung im Frühjahr 2002 nicht auf die Einrede der Verjährung berufen.
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05.05.2006
Phoenix: Anlagevermittler zu Schadensersatz verurteilt
Das Landgericht Kassel hat mit Urteil vom 31.03.2006 einen Anlagevermittler zu rund 143.000 Euro Schadensersatz verurteilt. Dies teilen die Rechtsanwälte Rotter mit.
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05.05.2006
Der Bundesgerichtshof vermutet bei Falschangaben im Prospekt, dass der Anlageinteressent bei richtiger Aufklärung von der Anlage abgesehen hätte
Hat der Vermittler einer prospektierten Kapitalanlage pflichtwidrig die an ihn für den Vertrieb gezahlte "Innenprovisionen" ungenügend offen gelegt oder sonstige Unrichtigkeiten im Prospekt nicht richtig gestellt, so vermuten die Richter, dass der Anlageinteressent bei richtiger Aufklärung von der Anlage abgesehen hätte.
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05.05.2006
Nullausgleich für außenstehende Aktionäre bei Gewinnabführungsvertrag mit chronisch defizitärer Aktiengesellschaft ist zulässig
Der Bundesgerichtshof hat entschieden, dass eine Aktiengesellschaft, die chronisch Verluste macht, außenstehende Aktionäre auch mit 0,00 € für den Abschluss eines Gewinnabführungsvertrags entschädigen darf.
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05.05.2006
Verträge über den Erwerb von so genannten Schrottimmobilien sind nicht automatisch widerrufbar
In einem Urteil hat das Landgericht München I entschieden, dass Verträge über den Erwerb von so genannten "Schrottimmobilien" nicht automatisch widerrufbar sind, wenn sich der Erwerber im Zusammenhang mit einem Vertreterbesuch zu deren Abschluss entschlossen hatte.
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28.04.2006
Beim Kredit-Scoring werden Verbraucherinteressen beeinträchtigt
Das Unabhängige Landeszentrum für Datenschutz Schleswig-Holstein (ULD) hat im Auftrag des Bundesministeriums für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft ein Gutachten erstellt zum Thema: “Scoringsysteme zur Beurteilung der Kreditwürdigkeit - Chancen und Risiken für Verbraucher“.
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28.04.2006
Die Durchsetzung von Anlegerrechten wird erschwert
Die Meinungsverschiedenheiten zwischen den Senaten des Bundesgerichtshofs in Fällen kreditfinanzierten Erwerbs von Anteilen an geschlossenen Immobilienfonds sind beigelegt. Der Gesellschaftsrechtssenat hat bei der Frage ungültiger Vollmachten seine Positionen voll geräumt. Darüber hinaus werde der Bankensenat künftig auch für Klagen von Anlegern in geschlossenen Immobilienfonds zuständig sein.
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28.04.2006
Hauptverhandlung in der Strafsache gegen Verantwortliche der Phönix Kapitaldienst GmbH beginnt am 26.04.2006
In der Wirtschaftsstrafsache gegen Verantwortliche der Phönix Kapitaldienst GmbH legt die Staatsanwaltschaft mit ihrer Anklage den beiden Angeklagten Betrug und Urkundenfälschung, jeweils in einem besonders schweren Fall, sowie einer Angeklagten Gläubigerbegünstigung zur Last.
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28.04.2006
Bundesgerichtshof kündigt weitere Entscheidungen zu den Problemen bei Haustürgeschäften an
Der Bundesgerichtshof hat einem Bericht der F.A.Z. zufolge, für die kommenden Wochen weitere Entscheidungen über die Probleme bei Haustürgeschäften angekündigt.
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14.04.2006
Phoenix-Geschädigte sollen Scheingewinne zurückzahlen
Unangenehme Post erhalten derzeit Geschädigte der Phoenix-Kapitaldienst GmbH, in Person des Insolvenzverwalters Frank Schmitt, Frankfurt. Unter Berufung auf ein Urteil des Bundesgerichtshofes vom 29.11.1990 sollen die Auszahlungen von sogenannten Scheingewinnen rückgängig gemacht werden.
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14.04.2006
Musterfeststellungsantrag im Zivilverfahren gegen DaimlerChrysler wegen verspäteter ad-hoc Mitteilungen zum Rücktritt von Schrempp veröffentlicht.
Das Oberlandesgericht hat im elektronischen Klageregister bekannt gegeben, dass ein Musterverfahren durchgeführt wird.
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14.04.2006
Europäisches Parlament lockert Kapitalregeln für Aktiengesellschaften
Durch die Richtlinie sollen eine Reihe dieser Empfehlungen umgesetzt werden, u. a. der Aktienerwerb gegen Sacheinlagen und der Erwerb eigener Aktien durch eine Aktiengesellschaft. Auch die gegenwärtigen Vorschriften über die finanzielle Unterstützung, die eine Gesellschaft Dritten für den Erwerb ihrer Aktien gewähren darf, sollen teilweise gelockert werden.
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14.04.2006
Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht kann von Unternehmen aus Nicht-EU-Ländern eine Erlaubnis verlangen, wenn sie Kredite an Bundesbürger vergeben wollen
Dieser Ansicht ist zumindest die Generalanwältin am Europäischen Gerichtshof. Auch gebiete es der Verbraucherschutz, dass das Kreditunternehmen eine Zweigstelle in Deutschland unterhält. Auf die Freiheit des Kapitalverkehrs können sich aber auch Nicht-EU-Mitglieder berufen.
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14.04.2006
Phoenix Kapitaldienst: Zustimmung zum Insolvenzplan - erste Auszahlungen an geschädigte Anleger damit zum Jahreswechsel möglich
In der letzten Sitzung des Gläubigerausschusses stimmten Insolvenzverwalter, Gläubigerausschuss und Anlegeranwälte grundsätzlich der Durchführung eines Insolvenzplans zu.
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14.04.2006
Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Neosino Nanotechnologies wegen des Verdachts des Kapitalanlage- und Prospektbetrugs
Die Staatsanwaltschaft Darmstadt ermittelt, einem Bericht der Frankfurter Allgemeinen Zeitung zufolge, gegen den Börsenneuling Neosino. Dies bestätigte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft der Zeitung.
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14.04.2006
Haftstrafen für frühere Geschäftsführer des insolventen Finanzdienstleisters SMP
Im Betrugsprozess um die Millionenpleite des Finanzdienstleisters SMP GmbH sind die beiden früheren Geschäftsführer zu Haftstrafen verurteilt worden.
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07.04.2006
Einem Bericht der FAZ zufolge wird es eng für die Göttinger Gruppe
Die Göttinger Gruppe zahle neuerdings Forderungen von Anlegern, die vor Gericht Schadensersatzansprüche gegen den Finanzdienstleister durchsetzen konnten, nur noch in Raten oder bei einer Pfändung von Konten. Dies bestätigten mehrere Anlegeranwälte der Zeitung.
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07.04.2006
Bundesgerichtshof kündigt einheitliche Rechtsprechung zu Schrottimmobilien an
Der Bundesgerichtshof möchte beim Verbraucherschutz für Immobilienfondsanleger zu einer einheitlichen Rechtsprechung finden.
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07.04.2006
Bundesverfassungsgericht hat Gesetzgeber erneut zur Reform der Vorschriften für Lebensversicherungen aufgefordert
Die Verfassungsrichter erwarten, dass die vom Gesetzgeber zu schaffende Lösung auch Sicherungen für größere Transparenz enthalten und Auswirkungen auf die Be- und Verrechnung von Abschlusskosten haben wird.
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07.04.2006
Privatbank wehrt sich erfolgreich gegen die Untersagung der BaFin von Finanzdienstleistungsgeschäften wegen angeblich fehlender Erlaubnis zur Anlagevermittlung
Das Verwaltungsgericht gibt dem Eilantrag einer Privatbank gegen die BaFin (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht) im Zusammenhang mit der Anwerbung potentieller Investoren für Portfoliogeschäfte statt. Dabei äußert es erhebliche Zweifel, dass die Tätigkeit, welche die Vermittlungsfirma für die Privatbank ausübt, eine erlaubnispflichtige Finanzdienstleistung darstelle.
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07.04.2006
Schadensersatzansprüche wegen unrichtiger Information oder fehlerhafter Beratung gegen Wertpapierdienstleistungsunternehmen verjähren in drei Jahren
Schadensersatzansprüche gegen ein Wertpapierdienstleistungsunternehmen, das ohne die erforderliche Erlaubnis der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) tätig ist, unterliegen nicht der kurzen Verjährung nach § 37a WpHG.
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01.04.2006
VIP-Medienfonds: Banken verweigerten Anlegern den Verzicht auf Einrede der Verjährung
Die bei bundesweit mehr als 30 Landgerichten eingereichten Klagen richten sich überwiegend gegen den Geschäftsführer Andreas Schmid, die Commerzbank als Vertriebsbank und die schuldübernehmenden Banken Dresdner Bank (VIP 3) und die HypoVereinsbank (VIP 4).
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01.04.2006
Kundendaten der Hannoverschen Leben durch Finanzbehörden beschlagnahmt
Das Finanzamt für Fahndung und Strafsachen Hannover hat detaillierte Vertragsdaten der Jahre 1995 bis 2005 einiger tausend Kunden der Hannoverschen Lebensversicherungs AG beschlagnahmt.
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01.04.2006
Aktionärin unterliegt in ihrer Haftungsklage gegen EM.TV
Die Anlegerin konnte nach Ansicht der Richter nicht nachweisen, dass sie vor der Veröffentlichung der Ad-hoc-Mitteilung vom 24.08.2000 ihre Aktien konkret habe verkaufen wollen, und dass sie durch die unzutreffende Mitteilung davon abgehalten worden sei.
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01.04.2006
Die Deutsche Prüfstelle für Rechnungslegung (DPR) will pro Quartal etwa 30 bis 40 Bilanzen unter die Lupe nehmen.
Die DPR prüft, ob der zuletzt festgestellte Jahresabschluss und der zugehörige Lagebericht
oder der zuletzt gebilligte Konzernabschluss und Konzernlagebericht von kapitalmarktorientierten Unternehmen den jeweils anzuwendenden Rechnungslegungsnormen entsprechen.
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01.04.2006
DAB-Bank kann die versprochenen WM-Tickets für 1000 Fondskunden nicht liefern
Die DAB-Bank hat im Sommer 2002 Anlegern einen Fondssparplan angeboten, der ihnen zwei Tickets für ein Vorrundenspiel der deutschen Nationalmannschaft sichern sollte. Nun kann der Online-Broker die versprochenen Tickets nicht liefern.
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01.04.2006
Die EM.TV AG haftet im Zusammenhang mit der Ausgabe neuer Aktien Ende 1999 nicht aus dem Gesichtspunkt der Prospekthaftung
Der Bundesgerichtshof hat die Beschwerden der Anleger zurückgewiesen, weil die Rechtssache keine grundsätzliche Bedeutung hat und die Fortbildung des Rechts sowie die Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung eine Entscheidung des Revisionsgerichts nicht erfordern. Da der Senat die Unzuständigkeit des Landgerichts Frankfurt nicht überprüfen konnte, ist über vertragliche und deliktische Schadensersatzansprüche in der Sache nicht entschieden.
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01.04.2006
Banken müssen die Erfüllung ihrer Beratungs- und Aufklärungspflichten gegenüber Kapitalanlegern nicht schriftlich dokumentieren
Der Bundesgerichtshof hat entschieden, dass Kreditinstitute keine Pflicht oder Obliegenheit zur schriftlichen Dokumentation der Erfüllung ihrer Beratungs- und Aufklärungspflichten gegenüber Kapitalanlegern haben.
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01.04.2006
Grenze für Nachschusspflicht muss auch bei Publikumsgesellschaften im Voraus festgelegt werden
Erneut hat der Bundesgerichtshof heute darüber entschieden, dass nachträgliche Beitragserhöhungen („Nachschüsse“) auch in einer Publikumspersonengesellschaft nicht ohne weiteres durch die Mehrheit beschlossen werden können. Hierzu bedarf es vielmehr einer im Voraus vereinbarten Grenze.
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01.04.2006
grundbesitz-invest: Wiederöffnung zum 3. März 2006 / Gutachten ergeben moderate Immobilien-Abwertung
Der offene Immobilienfonds grundbesitz-invest der DB Real Estate Investment GmbH ist zum 3. März 2006 wieder geöffnet worden. Zuvor ist das Immobilienportfolio des Fonds durch unabhängige Sachverständige neu bewertet worden. Die Gutachter stellten im Saldo einen Abwertungsbedarf von 147 Mio. Euro (2,4 Prozent) fest.
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01.04.2006
Landgericht Stuttgart gibt Musterfeststellungsantrag im Zivilverfahren gegen DaimlerChrysler wegen verspäteter ad-hoc Mitteilungen zum Rücktritt von Schrempp bekannt.
Mit der Bekanntgabe des Musterfeststellungsantrages tritt eine Unterbrechung des Verfahrens vor dem Landgericht ein. Bei der 21. Zivilkammer des Landgerichts Stuttgart sind bereits neun weitere gleichgerichtete Verfahren anhängig, in denen ebenfalls Musterfeststellungsanträge gestellt wurden. Es ist zu erwarten, dass das Landgericht Stuttgart im weiteren Verlauf das Verfahren dem Oberlandesgericht Stuttgart vorlegen wird.
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01.04.2006
Aussetzung des Zivilverfahrens gegen DaimlerChrysler wegen verspäteter ad-hoc Mitteilungen zum Rücktritt von Schrempp beim Amtsgericht Stuttgart
Das Verfahren vor dem Amtsgericht Stuttgart wurde ausgesetzt, da zu erwarten ist, dass ein Musterverfahren beim Oberlandesgericht Stuttgart in absehbarer Zeit durchgeführt werden wird. Die Entscheidung im vorliegenden Verfahren hängt von den im Musterverfahren zu klärenden Fragen ab. Aus prozessökonomischen Gründen erschien es geboten, das Verfahren nicht weiter zu betreiben.
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01.04.2006
KanAm grundinvest Fonds setzt Anteilrücknahme aus
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01.04.2006
KanAm US-grundinvest Fonds setzt Anteilrücknahme aus
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01.04.2006
Der Bank ist das Haustürgeschäft eines Vermittlers zuzurechnen
Bundesgerichtshof stärkt das Recht auf Widerruf und ändert seine bisherige Rechtsprechung zum Haustürwiderruf. Es kommt danach nicht mehr darauf an, ob die Bank von der Haustürsituation wusste oder zumindest hätte wissen müssen.
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15.03.2006
Dabag Fonds: 17.000 Geschädigte
Die Staatsanwalt Münster ermittelt gegen die DABAG – Deutsche Anlage- und Beteiligungs-AG, Coesfeld, wegen des Verdachts der Untreue und des Betruges. Es wurde gegen die drei Geschäftsführer der DABAG Haftbefehl erlassen. Damit erhärtet sich der Vorwurf, dass Anlegergelder der Private Equity Fonds zweckwidrig verwendet wurden.
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15.03.2006
Strafanzeige gegen deutsches AMIS-Management erstattet
Anlegeranwälte haben im Betrugsfall AMIS bei der Staatsanwaltschaft Dortmund eine Strafanzeige nach § 264a StGB wegen Kapitalanlagebetrugs und aller anderen in Betracht kommenden Delikte eingereicht.
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15.03.2006
Forum für Aktionäre
Aktionäre können seit dem 1.12.2005 im Internet unter den Adressen http://www.ebundesanzeiger.de und http://www.unternehmensregister.de zu einem gemeinsamen aktienrechtlichen Antrag oder zur Ausübung des Stimmrechts in einer Hauptversammlung aufrufen.
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15.03.2006
Verlustverrechnung bei Steuersparmodellen wird eingeschränkt
Das Gesetz, dem der Bundesrat abschließend zugestimmt hat, soll für mehr Steuergerechtigkeit sorgen, denn die Förderung von Steuersparmodellen nutzten bisher vermögende Anleger und Anlegerinnen, um Verluste zu kompensieren.
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15.03.2006
Verzicht auf Storno-Gebühr bei Kündigung eines sog. „Riester-Rente“-Vertrages
Die Hamburg-Mannheimer Versicherung verzichtet auf einen „Abzug“, der insbesondere die zum Zeitpunkt der Kündigung Abschluss- und Vertriebskosten umfasst, die noch nicht durch die bisher geleisteten Versicherungsbeträge getilgt wurden.
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15.03.2006
Konkurs über die AMIS Financial Consulting AG eröffnet
Am 7. November 2005 wurde der Konkurs über die AMIS Financial Consulting AG eröffnet. Offenbar sind 6000 Deutsche von dem 140-millionenschweren Konkurs betroffen.
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15.03.2006
Gesetz zum Anlegerschutz in Kraft getreten
Das Kapitalanleger-Musterverfahrensgesetz (KapMuG) ist am 01.11.2005 in Kraft getreten.
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15.03.2006
Geschlossener Immobilienfonds: Anleger ist nicht grundsätzlich verpflichtet, Sonderzahlung oder Nachschuss zu leisten
Ein geschlossener Immobilienfonds kann von seinen Anlegern nur dann eine Sonderzahlung oder einen Nachschuss verlangen, wenn dies im Gesellschaftsvertrag eindeutig bestimmt ist.
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14.03.2006
Angebote der Sparkassen und Volksbanken an Deutsche Bank-Kunden bergen rechtliche Risiken für die Anleger
Das inzwischen von großen Sparkassen und Volksbanken an die Kunden des DB Real Estate „grundbesitz invest“-Fonds unterbreitete Angebot, z.B. für einen Umzug des Girokontos oder Depots den unverändert ausgesetzten offenen Immobilienfonds zu 90% des letzten Rücknahmepreises in Zahlung zu nehmen, birgt für die Anleger rechtliche Risiken.
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14.03.2006
Aktionäre von DaimlerChrysler machen Schadensersatz wegen Schrempp-Rücktritt geltend.
Aktionäre verklagen den Autohersteller wegen entgangener Kursgewinne durch eine verzögerte Bekanntgabe des Schrempp-Rücktritts.
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14.03.2006
Verfahren gegen die Republik Argentinien werden fortgesetzt
Mit Beschlüssen vom 16.02.2006 hat das Oberlandesgericht Frankfurt/M. auf
Antrag der Kläger entschieden, dass zwei bei ihm anhängige, seit Juli 2003 ausgesetzte Zahlungsklagen gegen die Republik Argentinien fortgesetzt werden. Die Kläger verlangen Zahlung aus argentinischen Staatsanleihen.
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14.03.2006
Gemeinsame Erklärung des BMF, der Deutschen Bundesbank, der Spitzenverbände der Kreditwirtschaft und der Investmentbranche und der BaFin zu den Offenen Immobilienfonds
Vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklung bei den offenen Immobilienfonds gaben das Bundesfinanzministerium (BMF), die Deutsche Bundesbank, die Spitzenverbände der Kreditwirtschaft und der Investmentbranche und die Bundesanstalt für
Finanzdienstleistungsaufsicht eine gemeinsame Erklärung ab.
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14.03.2006
Phoenix Kapitaldienst: Insolvenzplan bis Ende März
Das Insolvenzverfahren um die Finanzgesellschaft Phoenix Kapitaldienst kommt nicht so zügig voran wie anfangs erwartet. Die Auszahlung für die Geschädigten kann unter optimalen Bedingungen jedoch bis zum Ende des Jahres erfolgen.
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14.03.2006
Gericht gibt Grünes Licht für Verschmelzung von T-Online und Deutsche Telekom
Das Oberlandesgericht Frankfurt/Main hat der Beschwerde der T–Online International AG gegen die Entscheidung des Landgerichts Darmstadt vom 29.11.2005 statt gegeben. Damit kann die Verschmelzung der T–Online AG mit der Deutschen Telekom AG im Handelsregister eingetragen werden, ohne dass der Ausgang der gegen den Verschmelzungsbeschluss erhobenen Anfechtungsklagen abgewartet werden muss.
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14.03.2006
Diejenige Bank, die keine Vollbank ist, muss schriftlich über Risiken von Terminoptionen aufklären.
Der Bundesgerichtshof entschied, dass bei der Vermittlung von Optionsgeschäften, bei denen hohe Aufschläge auf die Börsenpreise eine realistische Gewinnchance des Anlegers
von vornherein ausschließen, eine Wertpapierhandelsbank ebenso wie die außerhalb des Bankgewerbes stehenden gewerblichen Vermittler solcher Geschäfte einer gesteigerten schriftlichen Aufklärungspflicht unterliegen.
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14.03.2006
Weitere Musterfeststellungsanträge im Verfahren gegen die Deutsche Telekom
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14.03.2006
Verbraucher müssen für zwischen 1994 und 2001 gekündigte Kapitallebensversicherungen mindestens 50% der um Risikoanteile reduzierten eingezahlten Prämien erhalten.
Der Bundesgerichtshof entscheidet über die Ersetzung unwirksamer Klauseln in den Allgemeinen Bedingungen der kapitalbildenden Lebensversicherung im Treuhänderverfahren.
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14.03.2006
Auch der Anlagevermittler haftet wegen unzureichender Beratung
Ein Anlagevermittler ist nach Ansicht des Oberlandesgericht Köln wegen unzureichender Beratung über Risiken der Geldanlage dann zum Schadensersatz verpflichtet, wenn er den Anleger mit einem Anlageberater zusammenbringt und die Anlage zuvor selbst empfohlen hat.
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03.03.2006
Weiterer Etappenerfolg für Käufer von sogenannten Schrottimmobilien
Laut einem aktuell verkündetem Urteil des Oberlandesgerichtes (OLG) Bremen, sei der Verbraucher als Käufer einer Schrottimmobilie so zu stellen, als hätte er weder den Kauf- noch den Kreditvertrag abgeschlossen, wenn er nicht ordnungsgemäß über sein Widerrufsrecht nach dem damaligen Haustürwiderufsgesetz belehrt wurde.
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02.03.2006
Erste Sparer erhalten Nachzahlung
Inzwischen haben die ersten Sparer auf der Grundlage des Zinsurteils des Bundesgerichtshofes Nachzahlungen ihrer Banken erhalten.
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02.03.2006
Wertberichtigungsbedarf für Deka-Immobilienfonds i.H.v. 1,1 Mrd. €
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02.03.2006
BGH veranlasst Aufklärung, ob die Anlagepolitik der Göttinger Gruppe ein unzulässiges Schneeballsystem darstellt
Die Richter am Bundesgerichtshof (BGH) verwiesen den vorliegenden Fall an das Berufungsgericht zur Tatsachenfeststellung zurück. Eine Beweisaufnahme über die Behauptung, von den Anlegergeldern sei planmäßig nur ein so geringer Teil investiert worden, dass ein Gewinn von Anfang an unwahrscheinlich sei, dürfe nicht ohne Weiteres abgelehnt werden.
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02.03.2006
Schutzdefizit für Versicherungsnehmer bei der Ermittlung des Schlussüberschusses bei Kapitallebensversicherungen
Das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) hat entscheiden, dass die gesetzlichen Regelungen für kapitalbildende Lebensversicherungen mit Überschussbeteiligung nicht den verfassungsrechtlichen Schutzanforderungen genügen.
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08.02.2006
Aussetzung des Immobilienfonds möglicherweise rechtswidrig
Die Aussetzung des offenen Immobilienfonds "Grundbesitz-Invest" am 13.12.2005 scheint rechtswidrig.
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08.02.2006
Sogenannte Alt-Anlegeransprüche verjähren später
Das Oberlandesgericht (OLG) Braunschweig hat mit seinem Urteil die Position der Anleger gestärkt. In seinem Urteil stellt das OLG die Verjährung der Anlegeransprüche zwar nach neuem Recht fest (gültig ab dem 01.01.2002), stellt jedoch klar, dass für den Beginn der Verjährungsfrist § 199 Abs. 1 BGB n.F. (neue Fassung) hinzuziehen ist. Diese Vorschrift besagt, dass die regelmäßige Verjährungsfrist von 3 Jahren mit dem Schluss des Jahres beginnt, in dem der Anspruch entstanden ist und der Gläubiger Kenntnis von den den Anspruch begründenden Umständen [...] erlangt.
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04.02.2006
Deutsche Bank ersetzt möglichen Verlust für Grundbesitz Invest
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04.02.2006
BGH beendet seinen Streit um Schrottimmobilien
Der BGH hat offenbar seinen internen Streit um die Rechtslage zu den Schrottimmobilien gelöst. Dabei konnte sich der Bankensenat mit seiner strengeren Linie gegenüber dem Zweiten Senat durchsetzen.
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