05.12.2010

Falsche Darstellung der Entwicklung eines Vorgängerfonds kann zur Prospekthaftung führen

Der Bundesgerichtshof hat entschieden, dass eine falsche Darstellung der Entwicklung eines Vorgängerfonds zur Prospekthaftung führen kann.

Der klagende Anleger beteiligte sich im Jahr 2002 an einem Filmfonds. Mit der Behauptung, der Emissionsprospekt weise diverse Fehler auf, verlangt er von den Beklagten Erstattung der von ihm gezahlten Betrages Zug um Zug gegen Abtretung seines Kommanditanteils.

Nach ständiger Rechtssprechung des Bundesgerichtshof muss einem Anlageinteressenten für seine Beitrittsentscheidung ein zutreffendes Bild über das Beteiligungsobjekt vermittelt werden. Ändern sich diese Umstände nach der Herausgabe des Emissionsprospekts, so hätten die Verantwortlichen dies durch Prospektberichtigung oder gesonderte Mitteilung offen zu legen. Ein für die Anlageentscheidung wesentlicher Umstand könne der Erfolg oder Misserfolg vergleichbarer Vorgängerfonds sein.

Quelle: Bundesgerichtshof, 01.03.2010
Aktenzeichen: II ZR 213/08
Link: http://www.bundesgerichtshof.de

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