23.12.2009

Bankberatung nach wie vor mangelhaft

Der kürzlich veröffentlichte Test der Stiftung Warentest zur Qualität der Anlageberatung ist ein weiterer Beleg für den dringenden Handlungsbedarf zur Festlegung klarer Spielregeln für die Anlageberatung. Dies teilt der Verbraucherzentrale Bundesverband mit.

Es sei unverständlich, dass Banken nach wie vor ohne klare Regeln und verbindliche Vorgaben agieren könnten. Der Beratungsprozess müsse klar standardisiert und überprüft werden. Das heißt auch, dass der Schutz der Verbraucher zum Ziel der Finanzaufsicht erklärt und entsprechende Ressourcen zur Verfügung gestellt werden müssen, um die Wahrung der Verbraucherinteressen sicherzustellen. Darüber hinaus vermisst der Verbraucherzentrale Bundesverband nach wie vor klare Standards für die ab 1. Januar 2010 geltende Dokumentationspflicht von Beratungsgesprächen, wie sie von der Politik versprochen wurden.

Die Stiftung Warentest hatte die Anlageberatung von 21 Banken getestet. Keine Bank erhielt das Urteil "gut", zwei erhielten das Testurteil "mangelhaft". Die Testpersonen wollten 30.000 Euro über fünf Jahre sicher anlegen und versprachen sich eine Rendite von 4 Prozent im Jahr. Den Bankberatern hätte umgehend auffallen müssen, dass für sichere Anlagen eine Rendite von 4 Prozent kaum zu erzielen ist. Im Gegenteil: Bankmitarbeiter stellten den Kunden noch nicht einmal die elementaren Fragen, die das Wertpapierhandelsgesetz vorschreibt.

Quelle: Verbraucherzentrale Bundesverband – PM vom 15.12.2009, 15.12.2009
Link: http://www.vzbv.de/go/presse

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