29.03.2009

Geltendmachung einer fehlerhaften Anlageberatung gegenüber Berater

Der Bundesgerichtshof setzt sich mit der Frage auseinander, ob der durch eine Falschberatung Geschädigte gegen den Schädiger einen Ersatzanspruch auf Erstattung des Kaufpreises Zug-um-Zug gegen Übereignung des von einem Dritten erworbenen Kaufgegenstandes durchsetzen kann.

Mit ihrer Klage verlangen die Anleger, nachdem sich die Kapitalanlage als unrentabel erwiesen hatte, von dem beklagten Unternehmen die Erstattung der von ihnen für den Kauf der Eigentumswohnung aufgewandten Beträge Zug-um-Zug gegen Abgabe verschiedener Erklärungen zur Übereignung der Immobilie auf das Unternehmen. Zur Begründung ihrer Forderungen stützen sie sich auf die Verletzung eines aus ihrer Sicht mit dem beklagten Unternehmen zustande gekommenen Beratungsvertrages im Zusammenhang mit dem Erwerb, der Finanzierung und der Unterhaltung der fraglichen Eigentumswohnung.

Der Bundesgerichtshof stellt in seiner Entscheidung fest: Der durch eine fehlerhafte Anlageberatung Geschädigte kann seinen im Abschluss eines notariellen Kaufvertrages über eine Immobilie mit einem Dritten bestehenden Schaden auch gegenüber dem beratenden Unternehmen in der Weise geltend machen, dass er die Erstattung des gezahlten Kaufpreises Zug-um-Zug gegen Übereignung der erworbenen Kapitalanlage verlangt. Dies hat der Bundesgerichtshof entschieden.

Quelle: Bundesgerichtshof, 15.01.2009
Aktenzeichen: III ZR 28/08
Link: http://www.bundesgerichtshof.de

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